Tengelmann-Chef Haub bleibt verschollen

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Haub wahrscheinlich gestorben
Haub wahrscheinlich gestorben - © APA (KEYSTONE)
Um den mit hoher Wahrscheinlichkeit verunglückten Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub zu finden, setzen die Einsatzkräfte in den Schweizer Alpen jetzt auf einen Zufallsfund. “Wenn zum Beispiel ein Bergführer etwas entdecken würde, würde sofort wieder ausgerückt werden”, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis. Derzeit seien jedoch alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Eine gezielte Suche könne man wohl sogar erst nach der Schneeschmelze aufnehmen. “Die Familie muss nun mit den Rettungskräften vor Ort schauen, wie diese Suche gestaltet wird”, sagte Polizeisprecher Mathias Volken.

Haubs Familie hatte am Freitag mitgeteilt, sie habe die Hoffnung aufgegeben, den vermissten Milliardär noch lebend zu finden. Nach mehr als einer Woche “in den extremklimatischen Bedingungen eines Gletschergebietes” bestehe keine Überlebenswahrscheinlichkeit mehr, hieß es in einer Tengelmann-Erklärung im Namen von Haubs Angehörigen.

Christian Haub, der zusammen mit seinem vermissten Bruder das Unternehmen führt, schrieb in einem Brief an die Mitarbeiter: “Auch sechs Tage nach seinem Verschwinden gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, was meinem Bruder zugestoßen ist oder wo er zu finden sein könnte.”

Die sogenannte Überlebendensuche wurde inzwischen auf eine Bergungssuche umgestellt. Dabei gehen die Helfer unter anderem nicht mehr allzu hohe Risiken ein. “Wir waren in den vergangenen Tagen sicher oft am Limit unterwegs”, sagte Rettungschef Anjan Truffer. “Jetzt ist der Zeitdruck weg. Wenn das Wetter schlecht ist, riskiert man nichts. Dann wartet man, bis die Lage sich gebessert hat.”

Haub war allein zu einer Skitour auf dem Klein Matterhorn aufgebrochen und anschließend nicht wie verabredet ins Hotel in Zermatt zurückgekehrt. Die Familie hatte betont, die Suche werde fortgesetzt, um den Manager unbedingt zu bergen. Das Unternehmen übernehme auch alle dafür anfallenden Kosten. Zum Tengelmann-Imperium gehören die Baumarktkette Obi und Deutschlands größter Textil-Discounter Kik.

(APA/dpa)

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