Prinz William reist nach Israel und in Palästinensergebiete

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Vom Hochzeitsrummel rund um den Bruder zurück ins offizielle Leben
Vom Hochzeitsrummel rund um den Bruder zurück ins offizielle Leben - © APA (AFP)
Der britische Prinz William will Ende Juni Israel, Jordanien und die Palästinensergebiete bereisen. Es ist der erste offizielle Besuch eines Mitgliedes der britischen Königsfamilie in Israel seit der Staatsgründung 1948. Die fünftägige Reise werde vom 24. bis zum 28. Juni gehen, teilte der Kensington-Palast in der Nacht auf Freitag mit.

Zunächst werde der Prinz in Jordanien die Hauptstadt Amman und Jerash im Norden des Landes besuchen. Nach zwei Tagen geht es ins Heilige Land. Dort will er nach Tel Aviv und Jerusalem sowie nach Ramallah ins Westjordanland.

Israel und die Palästinenser hatten sich bereits Anfang März bei der ersten Ankündigung der Reise erfreut gezeigt. Israels Präsident Reuven Rivlin hatte die Einladung an die Königsfamilie im März bei einem Treffen mit dem britischen Außenminister Boris Johnson ausgesprochen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bezeichnete einen Besuch eines Mitglieds der Königsfamilie später als “historisch”.

Am 2. November 1917 hatte der britische Außenminister Arthur Balfour in einem Schreiben an den britischen Zionisten Lionel Walter Rothschild zugesichert, das Vorhaben einer nationalen Heimstätte für Juden in Palästina zu unterstützen. Die Erklärung bahnte den Weg für die Gründung des Staates Israel 1948.

Der Staatsgründung folgte allerdings auch ein Krieg mit den arabischen Nachbarn und die Flucht und Vertreibung von mehreren Hunderttausend Palästinensern. Auf palästinensischer Seite gilt das Schreiben daher als historischer Fehler. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hatte im vergangenen Jahr die britische Regierung aufgefordert, auf ein Ende der israelischen Besatzung im Westjordanland und die Gründung eines palästinensischen Staates hinzuarbeiten.

Prinz Charles, Williams Vater, war 2016 zur Beerdigung von Ex-Präsident Shimon Peres in Israel gewesen. Allerdings galt dies nicht als offizieller Besuch.

(APA/dpa/ag.)

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