Toter vor Beginn der Waffenruhe mit Rebellen in Kolumbien

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Kurz vor Beginn einer dreimonatigen Waffenruhe haben Kolumbiens Streitkräfte einen Anführer der linken Guerillaorganisation ELN getötet. Der unter dem Kampfnamen “Carro Loco” bekannte Rebell sei in der zentral gelegenen Provinz Casanare gestorben, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) via Twitter mit – kurz danach, um 0.00 Uhr, trat die Feuerpause in Kraft.

Die ELN und die Regierung von Staatschef Juan Manuel Santos verhandeln derzeit über einen Friedensvertrag. Im vergangenen Jahr hatte Santos bereits ein Friedensabkommen mit der größeren FARC-Guerilla erzielt, diese will nun friedlich um ihre Ideale weiterkämpfen. Für seine Bemühungen zur Beendigung des seit 50 Jahre tobenden Bürgerkriegs in Kolumbien erhielt Santos 2016 den Friedensnobelpreis.

Die Waffenruhe mit der ELN wurde kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus im September vereinbart. In dem Konflikt sind seit den 1960er-Jahren über 220.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben worden.

(APA/dpa)

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