75. Filmfestspiele Cannes werden eröffnet

Vor 47 Minuten Der rote Teppich ist ausgerollt, die Stadt gesäumt mit Fans und Filmplakaten: Die Filmfestspiele in Cannes starten. Oscar-Preisträger Forest Whitaker läutete am Dienstag den Promi-Reigen an der Côte d'Azur ein. Er präsentierte den von ihm produzierten Film "For the Sake of Peace" über die politische Situation im Südsudan - und stellte damit ein ernstes Thema zur Diskussion. Auch in der Pressekonferenz zur Eröffnung wurden politische Töne angeschlagen.

steirischer herbst zeigt im Sommer den "Krieg in der Ferne"

Vor 3 Stunden Der steirische herbst beginnt heuer schon im Sommer und zwar mit der Prolog-Ausstellung "Ein Krieg in der Ferne". Die Schau, die die umkämpfte Ukraine in Videokunst und Film zeigt, wird von 1. Juli bis 1. August in der Neuen Galerie zu sehen sein und einen Vorgeschmack auf das Kulturfestival im Herbst bieten. "Die Sonderausstellung ist ein wichtiger Teil des Festivals und der im Herbst kommenden Ausstellung", kündigte Intendantin Ekaterina Degot am Dienstag in Graz an.

Stecklows "Terminal": mumok wird zu Flughafenhalle mit Gehör

Vor 5 Stunden Viel zu entdecken gibt es in dieser fingierten Flughafen-Ankunftshalle: Schon beim Betreten von Jesse Stecklows mumok-Ausstellung "Terminal" muss man sich vor einer weißen Platte stehend entscheiden, in welche Richtung es denn gehen soll. Egal, ob man nun nach links oder rechts schreitet, am Ende der Platte grüßt ein Ohr - eines der vielen sich wiederholenden Elemente der Installationen, die ab Freitag bis zum 25. September im Wiener mumok zu sehen sind.

Cellist Yo-Yo Ma erhält Birgit Nilsson Preis 2022

Vor 6 Stunden Der Birgit Nilsson Preis 2022 geht an den US-amerikanischen Cellisten Yo-Yo Ma (66). Dies gab die Präsidentin der Birgit Nilsson Stiftung, Susanne Rydén, am Dienstagvormittag bekannt. Mit einer Million US-Dollar handelt es sich um die höchstdotierte Auszeichnung der Klassik, erstmals wurde sie einem Instrumentalisten zuerkannt. Die Verleihung durch den schwedischen König erfolgt am 18. Oktober in Stockholm.

Macklowe-Sammlung bringt Auktionsrekord für Privatsammlungen

Vor 8 Stunden Die Macklowe-Sammlung ist nun offiziell die teuerste jemals versteigerte private Kunstsammlung. Das Auktionshaus Sotheby's verkaufte am Montag eine weitere Werkauswahl für insgesamt 246,1 Millionen Dollar (235,9 Mio. Euro), was den Gesamtwert der Sammlung auf 922,2 Millionen Dollar brachte, wie ein Sprecher des Hauses der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Damit übertraf der Wert der Sammlung den der Rockefeller-Familie, die 2018 für 835,1 Mio. Dollar unter den Hammer kam.

Kurzfilmfestival Vienna Shorts startet am 25. Mai: Das Programm

Vor 6 Stunden Am 25. Mai starten die "Vienna Shorts": Gezeigt werden 360 Filme aus 70 Ländern. Die Eröffnung findet im Wiener Gartenbaukino statt.

Grundsatzfragen: El Conde de Torrefiel bei den Festwochen

Vor 12 Stunden Ein Stück spielen; auf der Bühne eine Geschichte erzählen; Schauspieler Dialoge sprechen lassen - all das überlassen El Conde de Torrefiel gerne anderen Theatern. Tanya Beyeler und Pablo Gisbert, seit 2010 die Masterminds der in Spanien beheimateten Freien Gruppe, machen Basisarbeit. Ihre Performances behandeln Grundsätzliches. 2018 gastierten sie mit "La Plaza" bei den Wiener Festwochen, heuer haben sie als Visiting Artists zwei Produktionen und einen Workshop im Gepäck.

360 Filme aus 70 Ländern beim Kurzfilmfestival Vienna Shorts

Vor 13 Stunden Mit 360 Filmen aus 70 Ländern gehen die "Vienna Shorts" von 25. bis 30. Mai in ihre 19. Runde. Weniger als in den vergangenen Jahren ist das Kurzfilmfestival von der Corona-Pandemie geprägt: Mit dem Ende der Reisebeschränkungen kommen nun wieder mehr internationale Filmschaffende nach Wien, mit dem Wegfall der Sperrstunde kommt außerdem die Late-Night-Schiene zurück. Das seit 2020 ausgebaute Filmportal wird bleiben, erstmals gibt es auch eine App zum Festival.

Kulturministerium für Kultursponsoring-Richtlinie

Vor 1 Tag Gemeinsam mit der Branche erarbeitet das Kulturministerium Richtlinien für das Kultursponsoring.

Digitalisierungsprojekt zu Alban Bergs Bibliothek gestartet

Vor 1 Tag An rund 3.500 Objekten wird sich ein Scanroboter der Wiener Firma Treventus in den kommenden rund zwei Jahren abarbeiten: Die Alban Berg Stiftung lässt die umfangreiche Bibliothek des Komponisten digitalisieren. "Wir wollen damit zwei Dinge erreichen: Einerseits die echte, analoge Konservierung, und andererseits die zeitgemäße, technologische Aufbewahrung", erklärte Stiftungspräsident Maximilian Eiselsberg bei einem Medientermin am Montag.

Leipziger Buchmesse findet 2023 erst Ende April statt

Vor 1 Tag Die Leipziger Buchmesse mit dem Gastland Österreich findet im nächsten Jahr erst im April und damit einen Monat später als üblich statt. Nach drei Absagen in Folge wegen der Coronapandemie werde die Buchmesse auf 27. bis 30. April verschoben, um trotz aller Unwägbarkeiten "größte Planungssicherheit zu ermöglichen", erklärte Buchmessedirektor Oliver Zille am Montag. Auch die Manga-Comic-Con und das Lesefest "Leipzig liest" finden in diesem Zeitraum statt.

"Schicksalsblitz" führte Austrofred und Razelli zusammen

Vor 1 Tag "Life is laff", meinen Austrofred und Kurt Razelli. Aber nur in Bezug auf ihr erstes gemeinsames Album, das so betitelt ist und am Freitag erscheint. Doch langweilig oder fad ist an diesen zwölf Stücken eigentlich nichts. Vielmehr funktioniert die Kombination aus übersteigerter Freddie-Mercury-Pose und 80er-Jahre-Rocksound erstaunlich gut. Es war ein "Schicksalsblitz", der die Musiker zusammengeführt hat.

Kulturministerium will Richtlinien für Kultursponsoring

Vor 1 Tag Das Kulturministerium widmet sich der Erarbeitung von Kultursponsoring-Richtlinien. Gemeinsam mit Kunst- und Kulturinstitutionen und unter externer Begleitung des Fundraising Verbands Austria wird dafür noch im Mai ein Prozess gestartet. Ziel sei, Sponsoring-Arrangements künftig anhand von Qualitätsstandards "möglichst gut auf problematische Verstrickungen" abklopfen zu können, wie Kunst-und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) in einer Aussendung mitteilte.

Chaos als Konzept bei künstlerischem Abendessen "RAW"

Vor 1 Tag Nicht gekocht, nicht bearbeitet oder grob im Umgang: Was gemeint ist, wenn man von "roh" spricht, kommt auf die Situation an. Was genau sich im Rahmen der Wiener Festwochen hinter "RAW" verbirgt, wird für das Publikum an jedem Termin anders sein. Fest steht: Verdauen wird eine Rolle spielen - ziemlich sicher in mehrfacher Hinsicht. Sonntagabend fand der erste von vier Abenden statt.

"Friede auf Erden" bei den Festwochen: Töne und Tücher

Vor 2 Tagen Anderswo mag man erregt das Für und Wider von Waffenlieferungen an einen angegriffenen Staat wie die Ukraine diskutieren, bei den Wiener Festwochen erinnert man sich an den alten Friedensbewegungs-Slogan: "Frieden schaffen ohne Waffen!" Bei dem Programm "Friede auf Erden", das am Sonntagabend im Jugendstiltheater am Steinhof Premiere hatte, kommen bunte Tücher und kunstvolle Töne zum Einsatz, und der Arnold Schoenberg Chor hebt seine Stimmen: "Friede, Friede auf der Erde!"

Song Contest: Österreich kam im Halbfinale nur auf Platz 15

15.05.2022 Österreichs Starter LUM!X und Pia Maria kamen im Halbfinale des 66. Eurovision Song Contests nur auf Rang 15 der 17 teilnehmenden Länder. Das ist den Detailergebnissen des ersten Halbfinales zu entnehmen, in dem das Teenagerduo den Eintritt ins Finale verpasst hatte. Demnach erreichte Österreich 42 Punkte, dahinter rangierten nur noch Bulgarien mit 29 und Slowenien mit 15 Punkten.

Die Ukraine gewinnt den 66. Eurovision Song Contest

15.05.2022 Die Ukraine gewinnt wie prognostiziert den 66. Eurovision Song Contest. Die Folklore-Rapformation Kalush Orchestra triumphierte am Samstagabend bei der musikalischen Megashow von Turin klar über die 24 Konkurrenten und holte den Sieg zum dritten Mal in das derzeit von Russland angegriffene Land. ESC-Europa zeigte sich wie im Vorfeld erwartet solidarisch. Vor allem dank der Stimmen des Publikums konnte sich die Ukraine durchsetzen.

Pittoreske Abgründe: "Der Tod in Venedig" in der Volksoper

15.05.2022 Sich nicht von mysteriösenden Reisenden verführen lassen, lautet ein Rat, den man von der samstagabendlichen "Der Tod in Venedig"-Premiere in der Volksoper mitnimmt. Denn für den gestrengen Dichter Gustav von Aschenbach geht in David McVicars Inszenierung von Benjamin Brittens Spätwerk - erstmals auf Deutsch - alles bergab, als er auf Anraten eines Mannes in Venedig urlaubt. Die Oper verzaubert vor allem mit ihrer malerischen Szenerie und den Performances junger Tänzer.

"Tumulus": Spirituelle Grenzüberwindung bei den Festwochen

15.05.2022 Beklemmend und erhebend, körperlich und vergeistigt, neckisch und ernsthaft: Mit "Tumulus" treten der Choreograf François Chaignaud und der Chorleiter Geoffroy Jourdain bei den Wiener Festwochen an, um die menschliche Verletzlichkeit als Voraussetzung für Spiritualität zu ergründen und tradierte Grenzen zwischen den Disziplinen Tanz und Gesang aufzuheben. Das Ergebnis war am Samstagabend in der Halle E im Museumsquartier zu erleben - und überzeugte auf ganzer Linie.

Campino würde Wehrdienst nicht mehr verweigern

15.05.2022 Rocksänger Campino (59, "Tage wie diese") hat angesichts des Ukraine-Kriegs derzeit ein Gefühl, "als ob die Welt über uns zusammenstürzt" - und stellt daher alte Grundsätze auf den Prüfstand. Etwa die Frage nach dem Dienst an der Waffe: "Ich persönlich habe den Kriegsdienst 1983 verweigert. Das würde ich heute, unter diesen Umständen, wenn ich jetzt meine Einberufung bekäme, wahrscheinlich nicht mehr tun", sagte der Frontmann der Band Die Toten Hosen im Interview mit der dpa.

Der neue Roman von Uwe Tellkamp ist herausfordernde Lektüre

15.05.2022 In den Jahren nach seinem preisgekrönten Roman-Erstling "Der Turm" hat Uwe Tellkamp zuweilen schon in den geplanten Nachfolger "Lava" blicken lassen. Mehrfach verschoben erscheint der Roman "Der Schlaf in den Uhren" nun am Montag (16. Mai). Der Nukleus ist älter als der "Turm" - mit dem gleichnamigen Text gewann Tellkamp 2004 den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.

Haslinger wird Übergangspräsident des PEN-Zentrums

14.05.2022 Der aus dem niederösterreichischen Zwettl stammende Schriftsteller Josef Haslinger wird übergangsweise als Präsident das deutsche PEN-Zentrum führen. Der 66-Jährige wurde am Samstag auf der Mitgliederversammlung in Gotha mit großer Mehrheit interimsmäßig an die Spitze der Schriftstellervereinigung gewählt. Er soll bis zur Neuwahl der Führungsriege bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in einigen Monaten die Schriftstellervereinigung führen.

Nach 100 Jahren in den USA: Egger-Lienz "Totentanz" in Tirol

14.05.2022 Die vierte Fassung von Albin Egger-Lienz berühmtem Gemälde "Totentanz" ist wieder in Tirol zu sehen: Nachdem es für rund 100 Jahre in Amerika war, kann es nun auf Schloss Bruck in Lienz bestaunt werden. Eine Tiroler Privatstiftung erwarb das Werk im Vorjahr und stellte es dem Museum für mindestens zehn Jahre zur Verfügung, hieß es in einer Aussendung.

Wiedereröffnung von Österreichs ältestem Bürgertheater

14.05.2022 Vorhang auf heißt es wieder im ältesten in Österreich noch erhaltenen bürgerlichen Theater, dem Stadttheater Grein. Für 4,4 Millionen Euro wurde das Theater, das von Amateurschauspielern 1791 im Getreidespeicher der Stadt eingerichtet wurde, renoviert und um einen Zubau erweitert. Am Samstag lädt man nun zum Tag der offenen Tür. Das historische Haus ist nicht nur Museum sondern weiterhin auch Bühne.

50.000 feierten das Eröffnungsfest der Wiener Festwochen

14.05.2022 Die Wiener Festwochen sind am Freitagabend mit einem fulminanten Eröffnungsfest auf dem Rathausplatz eröffnet worden. Nach Angaben der Veranstalter kamen mindestens 50.000 Besucher zu dem Auftakt, der unter dem Motto "Last Night on Earth" stand. Nachdem die Menschen bis zum Burgtheater standen, wurde laut Festwochen zeitweise sogar der Ring gesperrt. Besonders bei Auftritten der Band Bilderbuch und des Rappers Yung Hurn war das junge Publikum ordentlich in Bewegung.

Aus für Pläne zu Udo-Jürgens-Museum in Klagenfurt

13.05.2022 Die im vergangenen Herbst ventilierten Pläne, in Klagenfurt ein Udo-Jürgens-Museum einzurichten, werden nicht realisiert. Laut Medienberichten hat der Initiator, der Eventprofi Hannes Jagerhofer, das Projekt fallenlassen. Als Grund gab er "rechtliche Probleme" an.

"Museum für Schwarze Unterhaltung" im Belvedere 21

13.05.2022 Von der Opernbühne bis zum Schlager, vom Dancefloor bis zur TV-Bühne: Das Wirken Schwarzer Künstlerinnen und Künstler in Österreich steht im Zentrum des "Österreichischen Museums für Schwarze Unterhaltung und Black Music" (ÖMSUBM), das am Samstag im Rahmen der Wiener Festwochen im Erdgeschoß des Belvedere 21 eröffnet. Das fünfköpfige Kuratorenteam setzt dabei mehr auf visuelle Präsentation denn auf Kontextualisierung und will die Sammlung künftig noch erweitern.

Gemeinde Verona will Zugang zu Julia-Balkon neu regeln

13.05.2022 Zur besseren Regelung der Touristenströme will die Gemeinde Verona jenes Gebäude aus dem 13. Jahrhundert enteignen, in dem laut Legende Julia gelebt haben soll. Das Gebäude mit einem Hof im Zentrum der Stadt Verona wird seit jeher von Pärchen besucht, die sich vor dem wohl berühmtesten Balkon der Weltliteratur ablichten. Pläne der Gemeinde, den Zugang zu regeln, um Ansammlungen zu vermeiden, scheiterten bisher vor Gericht.

Günther: "Liebenswerte Charaktere sind das Langweiligste"

13.05.2022 Bastian Günther ist ein Grenzgänger zwischen TV-Arbeiten ("Tatort") und Kinoproduktionen ("Houston"), zwischen Berlin und Texas. Nun legt der 47-Jährige mit "One of these days" eine berührend menschliche Parabel auf die Ausbeutergesellschaft vor. Die APA sprach aus diesem Anlass mit Bastian Günther, der sich in Austin/Texas einen alten Wohnwagen zum Büro umgebaut hat, über eine mitleidslose Gesellschaft, langweilige gute Charaktere und ein Leben als Außenseiter.

Buch von Burgtheaterdirektor Martin Ku?ej: "Hinter mir weiß"

13.05.2022 Burgtheaterdirektor Martin Kušej hat ein Buch geschrieben. In "Hinter mir weiß" erklärt der Regisseur und Theaterleiter auf knapp 200 Seiten, was ihm wichtig ist im Leben und am Theater, und geht auf einzelne seiner Inszenierungen näher ein, von "Tosca" bis zu "Fidelio" und von "Hamlet" bis "Maria Stuart". Es ist ein ernster (Selbst-)Erklärungsversuch, frei von Theatertratsch und Plauderei. Am Samstag, just zu Kušejs 61. Geburtstag, kommt das Buch in den Handel.