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Feuerwehrleute bei Einsatz in NÖ wüst beschimpft

Ein Mann attackierte die Mitglieder der FF Wiener Neustadt verbal.
Ein Mann attackierte die Mitglieder der FF Wiener Neustadt verbal. ©Presseteam d. FF Wr. Neustadt
Meistens sind die Menschen dankbar für die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr. Es gibt aber auch Fälle, wo sich schaulustige Zaungäste über den Einsatz beschweren und sogar ausfallend werden - so geschehen den Mitgliedern der FF Wiener Neustadt.

Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt wurde am 9. Februar zu einer Pkw-Bergung gerufen. Nach einem Verkehrsunfall musste ein fahruntaugliches Fahrzeug zur Seite gestellt werden. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf und die FF-Mitglieder begannen mit den Sicherungsarbeiten an der Unfallstelle.

"Wos tuat's n' do so g'schi**n umadum": Ärger über Beschimpfung bei FF-Einsatz

Ein Mann näherte sich den Einsatzkräften und begann ein zunächst normalscheinendes Gespräch. Plötzlich kippte bei dem Mann jedoch die Stimmung und er erklärte, dass er ein Fahrzeug habe, welches stark genug sei, und das Fahrzeug selber hätte wegstellen können. "Des zah i owe, und die Stroßn is frei", so der Mann. "Wos tuat's n' do so g'schi**n umadum", echauffierte sich der Mann weiter. Man müsse sich "nicht so wichtig" machen. "Neben "ees Wichtig'n" vielen auch härtere Schimpfworte.

Die Feuerwehrkameraden waren verdutzt, der Einsatzleiter wandte sich mit den eingesetzten Kräften der Arbeit am Einsatzort zu. "Es kommt immer wieder zu kleineren Querelen, weil ein Passant nicht vorbeigehen kann oder ein Autofahrer eine Umleitung in Kauf nehmen muss, daran haben wir uns schon gewöhnt", so der Leiter des Presseteams ABI Richard Berger. "Wenn aber unsere Leute beschimpft werden, dann hört sich der Spaß auf", ist der Feuerwehrkommandant und Wiener Neustadts Branddirektor Christian Pfeiffer sichtlich erbost über den Vorfall.

FF-Mitglieder enttäuscht und verwundert über verbale Attacke

"Wenn Unbeteiligte sich unseren ehrenamtlichen Kräften nähern und diese in ihrer Arbeit beschimpfen, dann lässt uns das nicht nur verwundert, sondern vor allem enttäuscht zurück. Wir opfern unsere Freizeit für die Sicherheit aller. Auch wenn es 'nur' um Blechschaden geht: eine Unfallstelle birgt das Risiko von Folgeunfällen, Flüssigkeiten treten aus, zumindest eine Sicherung der Unfallstelle muss professionell aufgebaut werden. Es geht auch um die Sicherheit unserer freiwilligen Feuerwehrmitglieder", erklärt Pfeiffer den Aufwand einer "einfachen Bergung".

(Red)

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