Letzter gegen Ersten in der 10. Bundesliga-Runde

In Graz hätte es für die Niederösterreicher fast geklappt
In Graz hätte es für die Niederösterreicher fast geklappt - © APA
Zum Duell des Tabellenletzten mit dem Führenden kommt es am Samstag im Rahmen der zehnten Runde der heimischen Fußball-Bundesliga. Der bisher sieglose SKN St. Pölten peilt dabei gegen Sturm Graz seinen ersten vollen Erfolg an, Anpfiff ist um 16.00 Uhr. Ab 18.30 stehen einander dann Mattersburg und Rapid sowie die Admira und der LASK gegenüber.

Am Sonntag folgen dann die Partien der in der Europa League beschäftigten Vereine. Die Austria empfängt ab 16.30 Uhr im TV-Livespiel Altach, ab 19.00 Uhr spielt Meister Salzburg gegen den WAC. Sowohl für die Wiener als auch für die Salzburger geht es dabei um das Dranbleiben an der Tabellenspitze, die “Bullen” könnten diese bei einem Punkteverlust von Sturm in St. Pölten sogar übernehmen.

Geht es nach dem Trainer der Niederösterreicher, dann sollten die Chancen der “Bullen” auch gegeben sein. Denn Oliver Lederer möchte, dass seine Mannschaft am Samstag auch gegen den Tabellenführer proaktiv auftritt und sich nicht versteckt. “Wir trauen es uns zu”, sagte der Nachfolger von Jochen Fallmann. “Ich habe einen Schritt gegen die Admira gesehen. Aber natürlich müssen wir auch einige Dinge noch besser machen”, meinte Lederer und sprach konkret das Verhalten im letzten Drittel und das Arbeiten gegen den Ball an.

Sturm-Coach Franco Foda stellte sich bereits auf ein intensives Spiel ein. “Der Tabellenletzte wird mit Haut und Haaren versuchen, sein erstes Spiel zu gewinnen”, meinte der Deutsche. Doch auch Sturm werde “alles versuchen”, versicherte der ehemalige Abwehrchef der Grazer. In Niederösterreichs Landeshauptstadt werde es nicht zuletzt auf kämpferische Tugenden ankommen.

Rapid peilt im Burgenland die Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends an. Vor dem Gastspiel beim SV Mattersburg ist der Rekordmeister seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen, und diese Serie soll nun im Pappelstadion verlängert werden. “Unser Ziel ist es, dass wir uns in der Tabelle weiter nach oben schieben, und daher wollen wir voll punkten”, erklärte Kapitän Stefan Schwab. Die Chancen dafür stehen zumindest laut Statistik nicht schlecht. Der Tabellenvierte Rapid ist seit acht Partien gegen Mattersburg ungeschlagen und gewann drei der jüngsten vier Partien im Pappelstadion.

Die neuntplatzierten Burgenländer wiederum holten aus den jüngsten sieben Runden nur zwei Punkte. Dennoch ist der Respekt bei Rapid-Trainer Goran Djuricin groß. “Trotz der schwachen Bilanz in den bisherigen Saisonheimspielen wissen wir, dass die Mattersburger gerade vor eigenem Publikum richtig stark auftreten können. Gegen uns werden sie zudem wie gewohnt körperlich sehr robust agieren. Aufpassen müssen wir ganz besonders auf ihre hohe Qualität bei den Standards”, wurde der Wiener in einer Club-Aussendung zitiert.

Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner kann mit Ausnahme von Florian Hart, Michael Novak und Manuel Seidl praktisch aus dem Vollen schöpfen. Wohl auch deshalb rechnet sich der Salzburger einiges aus. “Wir sind gut drauf, unsere Abwehr stabilisiert sich immer mehr. Außerdem haben wir zuletzt immer gute Leistungen gegen Rapid gebracht”, erinnerte Baumgartner etwa an das 2:2 nach 0:2-Rückstand zum Saisonauftakt im Allianz Stadion.

Admira Wacker geht mit einem Heimspiel gegen den LASK ins zweite Saisonviertel. In der ersten Runde setzte es in Pasching eine dem Resultat nach klare Niederlage. “Wir haben da etwas gut zu machen”, sagte Admira-Coach Ernst Baumeister mit Blick auf das damalige 0:3. Der LASK, der mit einem frisch gebackenen ÖFB-Teamkader-Mitglied in die Südstadt reist, wartet noch auf den ersten Auswärtssieg.

Vor dem Ausflug nach Niederösterreich gab sich LASK-Trainer Oliver Glasner jedenfalls zuversichtlich. “Wenn wir es auch gegen die Admira schaffen, unser Spiel durchzubringen und genug Chancen zu kreieren, sind wir guter Dinge, den ersten Auswärtssieg einfahren zu können”, sagte der 43-Jährige. Derzeit liegt der LASK auf dem fünften Platz, die Admira hat als Sechster so wie die Linzer 13 Punkte auf dem Konto.

(APA)

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