Kleines Museum für Filmhit “Sound of Music” in Salzburg

Einer der weltweit bekanntesten Filme hat ab Freitag im Zentrum Salzburgs ein eigenes, kleines Museum: Am Ende der Getreidegasse eröffnet die “Sound of Music World”, die zum einen Touristen die “echte” Geschichte der Familie Trapp, zum anderen aber auch Einheimischen den Film selbst näher bringen will. Interesse an einem Ableger des Museums gibt es inzwischen aus China.

Die Verfilmung des Musicals “The Sound of Music” aus dem Jahr 1965 gehört weltweit zu den erfolgreichsten Kinoprojekten. Während die Geschichte der singenden Familie Trapp in Österreich nie einschlug, hat sie in vielen Teilen der Welt Kultstatus erreicht. Schauplatz des Filmes ist Salzburg, wo er auch gedreht wurde, und noch heute ist er großes Touristenmagnet.

Laut Tourismusdirektor Bert Brugger sind jährlich über 600.000 Nächtigungen auf Gäste zurückzuführen, die sich auf die Spuren der Original(Dreh)-Orte begeben. Pläne der Politik für ein eigenes Museum sind seit über einem Jahrzehnt über die Standortsuche nicht wirklich hinausgekommen.

Die “Sound of Music World” ist eine reine Privatinitiative, federführend war Marianne Dorfer, die seit zehn Jahren in der Original-Villa der Familie Trapp eine Pension betreibt. “Wir wollten ja ursprünglich auch dort eine Ausstellung, aber das wurde nicht genehmigt. Da haben wir gesagt, wir müssen woanders hin”, sagte sie heute bei der Medienpräsentation. Angesiedelt hat sie es nun dort, wo Touristen praktisch “hineinfallen” oder mehr oder weniger hineingeschoben werden, nämlich in der Getreidegasse.

Gezeigt werden einige Originale, Fotos und die historische Darstellung der Familiengeschichte, die von der Filmstory doch stark abweicht. Wegen der Rechte der Filmfirma sind aber den Betreibern strenge Grenzen gesetzt, bei weitem nicht alles aus dem Fundus kann gezeigt werden. Dorfer hofft, dass sich daher auch Menschen mit interessanten Stücken – etwa Filmplakaten oder Büchern – melden.

Und der Filmemacher Virgil Widrich, selbst einer der Gesellschafter, kann sich vorstellen, dass sich das Museum allmählich zu einem Kompetenzzentrum entwickelt. “Vielleicht dreht es sich ja um, und es will dann jemand gerne hier ausstellen.”

Die Bekanntheit der Schau scheint jedenfalls schnell zu wachsen, und zwar über erste Touristen, die sie schon vorab gesehen haben, und über soziale Medien, so Widrich. Am Standort Getreidegasse ist eine Erweiterung aber aus räumlichen Gründen nicht möglich. Wachsen kann und soll die Ausstellung aber dennoch, sagte Dorfer. So habe sie beispielsweise schon eine Einladung aus China erhalten.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen