Gefeiertes Wiedersehen mit der Staatsopern-“Lulu”

Gefeiertes Hausdebüt für Angeta Eichenholz als Lulu
Gefeiertes Hausdebüt für Angeta Eichenholz als Lulu - © APA (WIENER STAATSOPER GMBH)
“Lulu” ist wieder da. Willy Deckers Inszenierung der Alban Berg-Oper aus dem Jahr 2000 ist am Sonntag an die Wiener Staatsoper zurückgekehrt – in der vollen, dreiaktigen Fassung. Ein gefeiertes Hausdebüt für Angeta Eichenholz, die im Zentrum einer starken Besetzung stand – und ihre unstete Existenz in dieser reduzierten wie wirkungsvollen Inszenierung in einer Zirkusmanege fristet.

Allerdings hatte die Schwedin mit dem makellosen und farbenfrohen, aber nicht allzu großen Sopran dabei nicht nur mit der Lautstärke des bombastisch musizierenden Orchesters unter Ingo Metzmacher zu hadern, sondern durchaus auch mit dem Hineinfinden in ihre Rolle – die zwischen Femme Fatale, scheuem Gewaltopfer und persönlichkeitsloser Männerprojektion nie richtig greifbar wird.

Dass die Oper nun in der dreiaktigen, von Friedrich Cerha fertig instrumentierten, Fassung und in einer gelinde weiterentwickelten Szene wieder auf dem Spielplan steht, kommt dabei einem organischen Wachstum gleich. Der dramatische dritte Akt bringt nicht nur den Plot konsistent zu seinem hässlichen Ende, sondern schenkt dabei auch einigen der Stimmen starke Momente – etwa Angela Denoke als Gräfosch Geschwitz oder Bo Skovhus als Jack the Ripper.

(APA)

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