Kellerleichen-Prozess in Wien: Zeugenbefragungen werden fortgesetzt

Kellerleichen-Prozess mit Zeugenbefragungen fortgesetzt
Kellerleichen-Prozess mit Zeugenbefragungen fortgesetzt - © APA
Am vierten und letzten Verhandlungstag im Kellerleichen-Prozess erwartet Estibaliz C. das Urteil. Zuvor werden noch einige Zeugen befragt, darunter die ehemalige Geliebte eines der Opfer.

Mit der zeugenschaftlichen Befragung einer Bekannten von ManfredH.  , den Estibaliz C. im November 2010 im Schlaf erschossen, zerstückelt und im Keller ihres Eissalons “Schleckeria” in Wien-Meidling einbetoniert haben soll, ist am Donnerstag, den 22. November im Straflandesgericht der sogenannte Kellerleichen-Prozess fortgesetzt worden. Das Urteil soll noch heute fallen. Zuerst werden aber noch einige Zeugen befragt.

Affäre von Manfred H. vor Gericht in Wien

Die 48 Jahre alte Zeugin erzählte, sie habe zu dem Opfer Manfred H. eine “gute Freundschaft” unterhalten und sich schließlich auf “eine kleine Affäre” eingelassen. Den Eismaschinen-Vertreter beschrieb sie als “sehr sympathisch, nett, hilfsbereit, offen, sehr redegewandt”. Unmittelbar vor seinem Verschwinden hatte die 48-Jährige noch eine Nacht bei H. verbracht. Er sei “wie immer” gewesen.

Zu Beginn ihres intimen Verhältnisses habe der Mann gleichzeitig eine Affäre mit einer Dame aus Guntramsdorf unterhalten, berichtete die Zeugin. Als diese zu Ende ging, habe sich H. in Estibaliz C. verliebt, wobei er ihr die spanisch-mexikanische Doppelstaatsbürgerin folgendermaßen beschrieben haben soll: “Ich hab’ mir eine Arbeit gekauft und die Besitzerin gleich dazu.”

Urteil im Kellerleichen-Prozess soll heute folgen

Die Zeugin wusste, dass Manfred H. in den Eissalon von Estibaliz C. 150.000 Euro investiert hatte. Es sei ausgemacht gewesen, dass Estibaliz C. das Geld zurückgeben müsse, sollte die Beziehung in die Brüche gehen. In der zweiten Jahreshälfte 2010 habe der Mann ihr verraten, “Esti” sei zwar lieb und nett, reize ihn sexuell aber nicht mehr. Wenig später war Manfred H. von der Bildfläche verschwunden. Erst im Juni 2011 tauchten seine zerstückelten sterblichen Überreste auf.

Zuvor hatten vier Justizwachebeamtinnen dem Schwurgericht offenbart, dass die seit eineinhalb Jahren in der Justizanstalt Wien-Josefstadt befindliche U-Haft Angeklagte eine unkomplizierte Gefangene sei, die bisher keinerlei Sonderwünsche geäußert habe.

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(Red./APA)

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