App der Woche: “Pokémon Go”

Von Christoph Stachowetz
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Vienna.at hat sich die gehypte Spiele-App "Pokémon Go" genau angesehen
Vienna.at hat sich die gehypte Spiele-App "Pokémon Go" genau angesehen - © Niantic/Nintendo/Vienna.at
Der weltweite Hype rund um “Pokémon Go” hat nun auch auf offiziellem Weg Österreich erreicht. Endlich kann die App über den Apple- wie auch dem Google Play-Store runtergeladen werden. Die große Frage bleibt: Worum geht es dabei und warum eigentlich die Aufregung rund um das Spiel? Vienna.at hat alle Anworten kurz und übersichtlich aufbereitet.

An medialem Rummel mangelt es “Pokémon Go” zurzeit nicht, Kurioses geht dabei mit bedenklichen Zwischenfällen Hand in Hand. Von Personen, die ihren Job für das Spiel gekündigt haben über Jugendliche, die auf Pokémon-Jagd Leichen finden hin zu ersten kriminiellen bzw. gewalttätigen Übergriffen auf unvorsichtige Spieler: Die App dominiert die Schlagzeilen.

Wenig verwunderlich, dass auch die Aktie von Hersteller Nintendo im Zuge des Erscheinens von “Pokémon Go” seinen Wert mehr als verdoppeln konnte und mittlerweile den konkurrierenden Elektronikkonzern Sony in Sachen Börsenwert überholen konnte.

Die große Frage bleibt für Uneingeweihte jedoch bestehen: Woher kommt der Hype? Und warum laufen aktuelle immer mehr Menschen aller Altersklassen zu jeder Uhrzeit wie hypnotisiert mit dem Smartphone im Blick scheinbar sorglos durch die Gegend?

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Die Geschichte der Pokémon

Seit 1996 besteht das Pokémon-Franchise, das über die Veröffentlichung von zahlreichen Videospielen, einem Sammelkartenspiel, Vergnügungsparks in Japan sowie Taiwan, einer immens erfolgreiche Anime-Serie im TV und 17 Kinofilmen einen ernomen Bekanntheitsgrad erreichen konnte. Das Franchise gilt als eines der beliebtesten und erfolgreichsten Spielereihen innerhalb der gesamten Branche.

Die Technik von “Pokémon Go”

“Pokémon Go” ist eine kostenlose App für die Betriebssysteme iOS und Android, die mithilfe einer erweiterte Realität (“AR”, Augmented Reality) die Spielumgebung schafft. Per GPS und Mobilfunkortung werden die Standortdaten des Spielers ermittelt sowie die Spielfigur auf einer Google-Maps-Karte angezeigt. Dabei werden dann Sehenswürdigkeiten oder Wahrzeichen in den Spielverlauf eingebunden.

Das Spielprinzip von “Pokémon Go”

Mit einem (rudimentär) erstellten Spielcharakter zieht man nun die die reale Welt hinaus, um die virtuellen Pokémon zu sammen, zu trainieren und in virtuellen Auseinandersetzungen gegen andere zu entsenden. Ein Pokémon ist übrigens ein kleines Monster, der Name selbst leitet sich vom japanischen “Poketto Monsutā” (“Taschenmonster” bzw. “Pocket Monster”) her. Diese tragen Namen wie “Bisaflor”, “Glurak”, “Taubsi” und “Pikachu”, sind dabei oftmals an für sie passenden Stellen zu finden, also etwa ein Wasser-Pokémon in der Nähe eines Sees, Teichs oder Meeres. Der Sammelaspekt steht bei der Spieleserie im Vordergrund.

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So funktioniert die App “Pokémon Go”

Nach einer ersten Registrierung und der Erstellung der eigenen Spielfigur (der “Avatar”, in diesem Fall ein “Pokémon-Trainer”) streift man durch die nähere Umgebung auf der Suche nach zufällig generierten, über hundert unterschiedlichen Pokémon, zahlreiche Arenen und den sogenannten “Pokéstops”. Findet sich auf der Übersichtskarte eines der Ziele, bewegt man sich auf dieses zu und benutzt die jeweilig notwendige Interaktion.

Pokémon im Augmented-Reality-Modus fangen

Findet man nun ein Pokémon, wechselt der Bildschirm (je nach Einstellung) in den Augmented-Reality-Modus (AR) und nutzt dabei die Kamera des Smartphones, um das kleine Monster in die Umgebung einzubetten. So findet man etwas auf dem Bürotisch, auf der Parkbank oder am Balkongeländer ein Pokémon, welches dann mithilfe eines kleinen, virtuellen “Pokéballs” gefangen werden sollte. Diese Bälle müssen mit einer Wischbewegung auf dem Touchscreen in die exakte Richtung geworfen werden. Hat man diese “wilden” Pokémon an sich gebracht, wird man mit “Bonbons” und “Sternenstaub” belohnt, mit denen man die kleinen Taschenmonster verbessern kann.

Pokéstops und Pokébälle

Um den Vorrat an Pokébällen (oder anderen nützliche Gegenständen) aufzufüllen, sucht man übrigens die erwähnten Pokéstops auf. Hierbei kann es sich um historische Gebilde, Museen, Statuen oder dergleichen handeln – ein Foto mit Beschreibung zeigt an, worum es sich genau handelt. Mit einem Drehen des Pokéstop-Bildes erscheinen Pokébälle, die im Anschluss gesammelt werden.

Beitritt in unterschiedliche Spielteams

Mit zunehmender Interaktion erhält der Spieler Erfahrungspunkte (EP) und steigt damit Ränge auf, die weitere Spielfunktionen freischalten. So kann etwa ab dem fünften Level die Teilnahme an Kämpfen ermöglicht werden, nachdem man einem von drei Teams beitritt. “Intuition” (gelb), “Wagemut” (rot) und “Weisheit” (blau) steht dabei zur Auswahl, Teamzugehörigkeit ist dann bei Arenakämpfen entscheidend.

Arenakämpfe mit Pokémon

Tritt man in einen Arenakampf, gilt es zu entscheiden, ob man gegen Freunde (der eigenen Fraktion) in einem Trainingskampf oder Gegner antritt. Beim Kampf gegen Freund wird der “Promo-Wert” der Wettkampfarena gesteigert, hierbei handelt es sich um eine Art von Verteidigungswert (jeder Spieler kann einer Arena nur einen Pokémon zuweisen, Kooperation ist daher sinnvoll). Im Kampf gegen “tatsächliche” Gegner werden bis zu sechs Pokémon gewählt, die dann gegen die in der Arena stationierten Monster antreten. Je nach Pokémon sind dabei zwei Werte für den Sieg entscheidend: die Wettkampfpunkte (WP) und die Kraftpunkte (KP). Ersteres steht für die Stärke des Monsters, je höher desto besser. Letzterer Wert steht für die Energie, die, sollte sie auf Null fallen (mit “Beleber” oder “Trank” kann aufgefrischt werden), das Pokémon kampfunfähig werden lässt.

Das Kampfsystem von “Pokémon Go”

Wie schon bei den diversen anderen Ablegern des Pokémon-Franchises ist auch der Kampf ein wesentliches Element von “Pokémon Go”. Leider findet sich hier kein rundenbasiertes Kampfsystem wie bei den diversen Handheld-Versionen wieder, sondern lediglich eine recht vereinfachte Ausgabe davon. Die Pokémon haben grundsätzlich zwei Attacken, mit einer Wischbewegung nach links oder rechts kann den Angriffen ausgewichen werden. Taktik wird angesichts der geringen Spieltiefe in den Hintergrund gestellt, Schnelligkeit und Reaktion wird leider oftmals auch von träger Performance des eigenen Smartphones zunichte gemacht.

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Wie Nintendo von der App profitiert

Das Hersteller Nintendo nicht rein aus Nächstenliebe “Pokémon Go” auf die Öffentlichkeit losgelassen hat, versteht sich von selbst. Daher ist die App auch als “Free-to-play” mit In-App-Käufen ausgezeichnet. Mehr Items, Power-Ups, Pokébälle und dergleichen sind via virtueller Währung namens “PokéMünzen” im Shop der App erhältlich, wobei als finanzieller Spitzenreiter ganze 99,99 Euro für 14.500 Münzen ausgegeben werden können.

Wenig Informationen sind noch zum Wearable “Pokémon Go Plus” verfügbar: Hierbei soll es sich um ein kleines Zusatzgerät handeln, das via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird und mit LED- und Vibrationssignalen signalisiert, ob etwa ein Pokémon in der Nähe ist. Mittels Knopfdruck kann dieses dann etwa eingefangen werden, auch andere Aktionen sollen über das Gerät ausführbar sein. Ende Juli soll “Pokémon Go Plus” erscheinen, ob auch hierzulande ist unklar.

“Pokémon Go” runterladen:

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Die bisherigen Vienna.at App-Tipps:

>> App-Tipp: “Feedly”

>> App-Tipp: “WOTSOPEN”

>> App-Tipp: “DiF16”

>> App-Tipp: “Hopper”

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>> App-Tipp: “Muzei Live Wallpaper”

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(Red.)

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