App der Woche: “Feedly”

Von Christoph Stachowetz
Der RSS-Reader "Feedly" gilt als legitimer Nachfolger des Google Readers
Der RSS-Reader "Feedly" gilt als legitimer Nachfolger des Google Readers - © Feedly/Vienna.at
Das Problem: Zu viele favorisierte Webseiten, Podcasts und Youtube-Kanäle aber kaum die Zeit, den Überblick über alle zu bewahren und die Interessantesten rauszufiltern. Die Abhilfe: RSS-Feeds bzw. die Feedreader-App “Feedly”.

Als der heiß geliebte “Google Reader” von dem Unternehmen im Jahr 2013 eingestellt wurde, war die Verzweiflung der vielen User doch größer als die Wut über diese Tatsache. Glücklicherweise reagierte das Team von “Feedly” prompt und bot eine passende Alternative für den Reader an.

Die Funktionsweise eines RSS-Readers

Zunächst eine kleine Erklärung, worum es bei einem RSS-Reader geht. RSS steht für “Rich Site Syndication”, “Rich Site Summary” bzw. “Really Simple Syndication”, je nach technischer Spezifikation. Grundlegend ist jedenfalls, dass es sich dabei um Dateiformate für Web-Feeds handelt, die Änderungen auf News-Seiten, Blogs und dergleichen anzeigen. So erhält man über einen sogenannten RSS-Channel kurze Informationen, sollte sich etwas Neues auf einer Webseite ereignen. Eine Benachrichtigung erhält dann in der Regel ein Bild des Artikel, die Schlagzeile bzw. Überschrift samt einem kurzen Textanriss der ersten Zeilen.

“Feedly”: Der praktische Feedreader

Hier kommt ein Feedreader ins Spiel: Man nehme sich seine Lieblingsseiten, Youtube-Channels, Podcasts oder dergleichen und fügt bzw. abonniere diese dann – im einfachsten Fall gleich via Feedreader, sonst händisch über die jeweilige Seite – hinzu. Dabei sind der Anzahl natürlich keine Grenzen gesetzt, die Gestaltung der Feeds obliegt der eigenen Präferenzen. “Feedly” bietet hier mit der aktuellen Version (33.0.0.) als App ein gleichermaßen sinnvolles Design-Interface wie auch ansprechendes Design, um schnell die gewünschten Feeds zu finden und hinzuzufügen.

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Dabei bietet “Feedly” jedoch mehr, als man auf auf den ersten Blick erwarten würde: Feeds können (sollten) für zielgerichtete Informationsbeschaffung in selbst benannte und befüllte Kategorien sortiert werden (etwa: Filmseiten, News, Technik, Webcomics etc), mittels einblendbaren Seitenmenü aber auch direkt angewählt werden. Ist man unschlüssig oder auf der Suche nach neuem Content, können beliebte Kategorien wie High-Tech, Gastronomie oder Fotoblogs angezeigt werden, die nach nochmaliger Auswahl dann die meistgelesensten Seiten präsentieren. Praktisch.

Viele Darstellungsmöglichkeiten und Nutzeranpassungen

Hat man sich dann seine Feeds zusammengestellt bzw. abonniert, kann die benutzerdefinierte Anpassung beginnen: Puristen mit unzähligen Inhalten lassen sich die Feeds nur per Schlagzeile und Textanriss in einer Liste anzeigen, wer nicht ohne Bilder leben kann wählt aus einer Listenansicht mit Mini-Bild oder gleich einer Display-füllenden Kartenansicht aus. Das die Ansicht je nach Kategorie geändert werden kann, versteht sich von selbst. Gelesene Artikel können automatisch ausgegraut oder mit einem längeren Fingerdruck für späteres Lesen gespeichert werden (oder beides). Auch nett: Textgröße und Schriftart können ebenfalls angepasst werden, ein “Nacht”-Thema gestaltet “Feedly” in dunkler Farbgebung (etwa zur Schonung der Auge abends). Auch die Animationen, die zwischen den Artikel genutzt werden, können eingestellt werden: “stapeln”, “wischen”, “scrollen”. Apropos scrollen: An Nutzer von größeren Smartphones oder Tablets wurde in Hinsicht auf die Handhabung mit der Integration von Blättern via Lautstärkentasten ebenfalls gedacht.

“Feedly” mit potenten Sharing-Möglichkeiten

Auch die diversen Zusatzoptionen in Sachen sozialen Medien stellen eine Bereicherung der App dar: Per Knopfdruck können Artikel schnell und einfach auf Facebook, via Facebook Messenger, Twitter, per Mail oder einfach als Link geteilt werden, eine Einbindung von Evernote und Pocket gefällt. Favorisierte Buttons für Speicher- und Sharing-Tools lassen sich ebenfalls anlegen. “Feedly” ist dabei auch über den Webbrowser zu erreichen, mit einem schnell eingerichteten, kostenfreien Konto werden dann auch die Daten zwischen allen Geräten – PC, Tablet, Smartphone – synchronisiert. Auch wenn RSS selbst schon seit Jahren totgesagt wird, so stellt die Technologie immer noch einen schnellen, überaus leicht personalisierbaren Weg dar, sein eigenes Leseverhalten zu gestalten. Die “Feedly”-App ist gratis für Android- und iOS-Geräte in den jeweiligen Stores verfügbar und mindestens einen kurzen Test für Informations-Junkies oder solche, die es werden wollen, wert.

“Feedly” runterladen:

>> “Feedly” im Google Play-Store

>> “Feedly” im Apple App-Store

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Die bisherigen Vienna.at App-Tipps:

>> App-Tipp: “WOTSOPEN”

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>> App-Tipp: “Hopper”

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>> App-Tipp: “Today Kalender”

(Red.)

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