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Steiermark-Wahl 2019: Die Spitzenkandidaten im Kurzporträt

Die Spitzenkandidaten der Steiermark-Wahl im Kurzporträt.
Die Spitzenkandidaten der Steiermark-Wahl im Kurzporträt. ©APA
Bei der steirischen Landtagswahl am 24. November treten sechs Parteien an. Hier sehen Sie die Spitzenkandidaten in der Steiermark im Kurzporträt.

Drei der Spitzenkandidaten, die bei der Landtagswahl in der Steiermark 2019 antreten - ÖVP-LH Hermann Schützenhöfer, FPÖ-Chef Mario Kunasek und KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler - traten schon 2015 an. Für SPÖ-LHStv. Michael Schickhofer wird es die erste große Bewährungsprobe - ebenso für Niko Swatek (NEOS) und Sandra Krautwaschl (Grüne).

Die Spitzenkandidaten bei der Steiermark-Wahl 2019

Hermann Schützenhöfer (ÖVP)

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Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (geb. am 29. Februar 1952) hat den Sessel als Chef der Regierung im Frühjahr 2015 überraschend von Alt-LH Franz Voves (SPÖ) geerbt, obwohl Schützenhöfer mit der ÖVP nur den zweiten Platz erobern konnte. Die damaligen "Reformpartner" Schützenhöfer und Voves hatten unter anderem die Gemeindefusionen zusammen durchgestanden. Als Voves selbst gesetzte 30-Prozent-Hürde nicht schaffte und seinen Sessel räumte, überließ er den LH-Posten seinem damaligen Freund Schützenhöfer, der mit SP-Chef-Nachfolger Michael Schickhofer als Juniorpartner die rot-schwarze Reformen weiterführen sollte. Schützenhöfer war bereits damals ein alter Hase im Polit-Geschäft. Er kam über die JVP in die Politik, 1971 wurde er Landessekretär und 1976 Landesobmann der steirischen JVP. 1978 bis 1981 war er Landessekretär beim ÖAAB, 1991 wurde er geschäftsführender Obmann und 1995 Landesobmann. Im Juni 1981 zog Schützenhöfer in den Landtag ein, 1993 wurde er Klubobmann. 2000 erhielt er den der SPÖ abgenommenen Regierungssitz mit Zuständigkeit für Personal, Jugend, Pflichtschulen und Wohnbau. 2003 bekam er Sport und Tourismus dazu und gab Jugend, Schulen und Wohnbau ab. Voves - der 2005 der ÖVP Platz 1 abnahm - schätzte Schützenhöfers "Handschlagqualität". Die nun gegen den Willen von SPÖ-LHStv. Schickhofer eingeleitete Neuwahl nach nur viereinhalb Jahren ließ diese aber aus SPÖ-Sicht vermissen. Voves beklagte das auch in einem offenen Brief und zeigte sich von seinem Freund enttäuscht. Schützenhöfer ist verheiratet mit Marianne und hat mit ihr zwei Kinder.

Michael Schickhofer (SPÖ)

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Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer (geb. am 20. Dezember 1979) hat nach der Matura 1998 ein Jahr lang Zivildienst geleistet und dann in Graz und Wien Betriebswirtschaft, Jus und Politikwissenschaft studiert. 1995 heuerte er bei Magna Presstec in Weiz an. 2005 wurde er Referent für Gemeinden- und Regionalentwicklung im Büro von Voves, eine Erfahrung, die ihm als Job als Landesrat für Regionalentwicklung zu Gute kam. 2010 bis 2013 saß er im Nationalrat, im Jänner 2013 kam er als Nachfolger von Elisabeth Grossmann in die Landesregierung und war für Bildung, Jugend und Familie zuständig. 2015 erbte er den Platz als steirischer Partei-Chef von Voves, allerdings nicht den Sessel des Landeshauptmanns, obwohl die SPÖ Wahlsieger bei der Landtagswahl war. Schickhofer musste sich als Juniorpartner dem erfahreneren Schützenhöfer unterordnen und konnte sich seit 2015 auch kaum aus dessen Schatten herausbewegen. Zusammen galt man als "Reformpartner", doch wurde das gemeinsame Boot zusehend löchriger - bis Schützenhöfer sich für die Neuwahl aussprach und praktisch mit seinem Juniorpartner brach. Schickhofer ist verheiratet, lebt in Anger (Bezirk Weiz) und hat drei Kinder.

Mario Kunasek (FPÖ)

Mario Kunasek (geb. am 29. Juni 1976) lebt in Gössendorf in Graz-Umgebung und hat nach seiner Lehre zum Kfz-Techniker eine Laufbahn beim Bundesheer bis zum Stabswachtmeister - derzeit karenziert - eingeschlagen. Er übernahm 2014 von Gerhard Kurzmann den Chef-Posten bei den steirischen Blauen und fuhr 2015 bei seiner ersten Landtagswahl mit 26,76 Prozent und einem Plus von 16,10 Prozentpunkten ein fulminantes Ergebnis ein. Nach der Nationalratswahl 2017 wurde der frühere Nationalratsabgeordnete als Verteidigungsminister in die türkis-blaue Bundesregierung berufen. Er folgte dem Ruf, blieb der Steiermark aber immer verbunden, weshalb sein zweites Antreten bei der Landtagswahl nie zur Debatte stand. Sein Ziel war nach dem ausgezeichneten Ergebnis 2015 eigentlich der Posten des Landeshauptmanns. Nach den Problemen der FPÖ auf Bundesebene - Stichwort Ibiza und Spesenaffäre - ist dieser allerdings wieder in die Ferne gerückt. Kunasek ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Sandra Krautwaschl (Grüne)

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Sandra Krautwaschl (geb. am 4. November 1971) arbeitet als ausgebildete Physiotherapeutin seit mehr als 20 Jahren in diesem Bereich in Graz und Umgebung. Sie ist für die Grünen seit 2010 im Gemeinderat von Eisbach bzw. nach der Fusion nun in Gratwein-Straßengel und im Landtagsklub unter anderem für die Bereiche Umwelt, Soziales und Gesundheit zuständig. Bekannt wurde sie durch ihr Buch "Plastikfreie Zone". Krautwaschl gilt als Umwelt-Vordenkerin und hat innerhalb der Partei überzeugt. Im Jänner 2019 kam es zur Rochade an der Spitze der steirischen Grünen: Lambert Schönleitner, der 2015 bei der Landtagswahl nur mäßigen Erfolg verbuchen konnte, übergab das Zepter an Krautwaschl, die nun den günstigen Windschatten der Nationalratswahl nützen soll. Die 47-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder, mit denen sie weitgehend plastikfrei lebt. Sie selbst bezeichnet sich als "radikale Optimistin" und gilt als "Öko-Aktivistin".

Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ)

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Claudia Klimt-Weithaler (geb. am 1. Februar 1971) ist gebürtige Obersteirerin. Sie kam als Nachfolgerin der steirischen KPÖ-Legende Ernest Kaltenegger und hat sich im Laufe der Jahre im Landtag gut etabliert. Sie genießt aufgrund von Engagement und Sachkenntnis auch bei Menschen, die nicht gerade mit dem Kommunismus sympathisieren, einen guten Ruf. Die ausgebildete Kindergartenpädagogin, seit 2000 bei der KPÖ, gilt als Spezialistin in Sozialfragen. Bei der Wahl 2010, wo sie erstmals Listenerste war, musste sich Klimt-Weithaler zwar mit einem weit schwächeren Ergebnis zufriedengeben als zuvor Kaltenegger, aber immerhin hielt sich die KPÖ - was österreichweit einzigartig ist - im Landtag. 2015 gelang es der KPÖ wieder knapp im Landtag zu bleiben, man verlor aber abermals ein wenig Stimmenanteil. Klimt-Weithaler ist geschieden und Mutter zweier Töchter.

Niko Swatek (NEOS)

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Nikolaus "Niko" Swatek (geb. am 5. Jänner 1991) lebt in Graz und ist Student der Physik an der Technischen Universität in Graz. Politisch war Swatek ab 2011 bei der Österreichischen Hochschülerschaft aktiv. 2015 hat er als bundesweiter Spitzenkandidat der JUNOS-Studierenden bei den ÖH-Wahlen kandidiert und reüssiert. Im Februar 2017 schaffte Swatek mit den Pinken den Einzug in den Grazer Gemeinderat und nahm dort sein Mandat an. 2017 folgte er Uwe Trummer als Landessprecher der NEOS. Nun tritt er erstmals landesweit als Spitzenkandidat für die Pinken an und will sie erstmals in die Landstube führen.

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