Steiermark-Wahl: Nikolaus Swatek (NEOS) im Porträt

Nikolaus Swatek ist der steirische Spitzenkandidat der NEOS.
Nikolaus Swatek ist der steirische Spitzenkandidat der NEOS. ©APA/ERWIN SCHERIAU
Der Grazer Gemeinderat Niko Swatek geht bei der Steiermark-Wahl für die NEOS als Spitzenkandidat ins Rennen. Er setzt auf die Themen Bildung und Transparenz.
Die Spitzenkandidaten bei der Steiermark-Wahl

Nikolaus "Niko" Swatek ist der jüngste Spitzenkandidat bei der Steiermark-Wahl am 24. November und will mit NEOS erstmals in den steirischen Landtag einziehen. Der Grazer Gemeinderat ist seit 2017 im Stadtparlament und trumpft mit seiner Jugend. Bei NEOS stieg der 28-Jährige nach der Eroberung des Gemeinderates zum Landessprecher auf, profiliert hat er sich in der Österreichischen Hochschülerschaft.

Swatek erbte die Funktion des Landessprechers von Uwe Trummer, der 2015 den Einzug in den Landtag verpasste und nun Gemeinderat in Feldbach ist. Der junge Grazer dagegen hat im zweiten Anlauf gute Chancen.

Niko Swatek: Informationen über den jüngsten Spitzenkandidaten

Swatek wurde am 5. Jänner 1991 in Graz geboren und hat bis 2009 das BORG Monsberger besucht. Nach dem Grundwehrdienst begann er 2010 das Studium der technischen Physik an der TU Graz. Nach seinem Bachelor-Abschluss beendete er - wegen der Politik-Karriere - sein Studentendasein.

Swatek arbeitete eigenen Angaben zufolge drei Jahre lang in einem technischen Büro als Programmierer und beschäftigte sich beispielsweise auch mit Simulationen über physikalische Modelle - etwa bei Batterien für Elektrofahrzeuge. Politisch war er ab 2011 bei der Österreichischen Hochschülerschaft aktiv. 2015 hat er als bundesweiter Spitzenkandidat der JUNOS-Studierenden bei den ÖH-Wahlen kandidiert und 11,18 Prozent der Stimmen erhalten.

Swatek setzt auf Steckenpferd Bildung und Transparenz

Im Februar 2017 eroberte Swatek für die Pinken den Grazer Gemeinderat, dort setzte er sich seither für sein Steckenpferd Bildung sowie Transparenz ein. So forderte er eine Transparenzdatenbank, in der die Stadt Graz die Zusammenarbeit mit externen Beratern und Agenturen offenlegt. Er sitzt außerdem im Kontrollausschuss, seine Debattenbeiträge im Sitzungssaal sind bei anderen Parteien nicht immer wohlgelitten, aber von Frische.

Für den Landtag wünscht er sich ebenfalls Transparenz etwa bei den Parteifinanzen. Sein Gemeinderatsmandat will Swatek bei einem Einzug in die Landstube einem Parteikollegen überlassen. Klappt es mit dem Landtag nicht, will er im Gemeinderat bleiben und sich über etwas mehr Freizeit freuen. Apropos: Die spärlichen Freizeit, die neben dem Wahlkampf bleibt, verbringt er gerne mit Spazierengehen mit seiner Freundin in den Auen der Mur nahe Liebenau, wo er auch wohnt. Ansonsten schwingt er gerne den Tennisschläger bei einer Partie mit Freunden.

Meinl-Reisinger vergleicht Swatek mit Andreas Gabalier

Um den NEOS-Landessprecher gab es bisher noch keinen Wirbel: Harte Ecken und Kanten muss man an Swatek noch finden. Geht es nach seiner Partei-Chefin in Wien, Beate Meinl-Reisinger, hat er zumindest eine ähnliche Frisur wie ein anderer Steirer, der schon häufig mit Kanten aufgefallen ist: "Du schaust aus wie der Andreas Gabalier", meinte sie über Swatek beim Wahlkampfauftakt Anfang November. Dass er ihr für den Vergleich am Abend des 24. November "a Liad singt", ist eher ausgeschlossen, denn über Gesangstalent verfügt er nach eigenen Angaben nicht. Den Vergleich fasste er jedenfalls als Kompliment auf.

(APA/Red)

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