Rapid-Verteidiger Dibon über Villarreal: “Die können richtig geil kicken”

Von David Mayr
Akt.:
Christopher Dibon will Favorit Villarreal stürzen.
Christopher Dibon will Favorit Villarreal stürzen. - © VIENNA.at/Johanna Mayer
Christopher Dibon outet sich vor dem Duell mit Villarreal als Fan des spanischen Fußballs, hat aber auch eine Idee, wie Rapid das “gelbe U-Boot” versenken könnte.

“Es erwartet uns eine europäische Spitzenmannschaft.” Zoran Barišić lässt keinen Zweifel daran, wie schwierig die Aufgabe am Donnerstag (19:00 Uhr, live auf Puls 4 und Sky) für Rapid wird. Ausgerechnet zum Start in die Europa League empfangen die Wiener den Gruppenfavoriten Villarreal aus Spanien.

Nicht nur die Statistik, auch die Vorzeichen des ersten Aufeinandertreffens der beiden Mannschaften in einem internationalen Wettbewerb sprechen eine eindeutige Sprache. Villarreal hat seine bisher drei Pflichtspiele dieser Saison ungeschlagen überstanden und liegt mit zwei Siegen und einem Remis zu Beginn der Spielzeit im Spitzenfeld der Primera División. Wobei festzuhalten ist, dass noch kein Kracher unter den Gegnern war.

Rapid hingegen wurde nach dem überaus erfolgreichen Saisonstart in den letzten Wochen auf den Boden der Realität zurückgeholt. Von den letzten fünf Pflichtspielen wurde nur eines – ein 3:0-Heimsieg über Grödig – gewonnen, zuletzt kassierte die Mannschaft von Barišić gegen Mattersburg (2:4) und Altach (0:2) zwei Bundesligapleiten in Folge.

Hofmann ersetzt den gesperrten Sonnleitner

Für den Trainer kein Grund zur Besorgnis. “Wir sind am Boden geblieben, als wir hochgelobt wurden und wir bleiben auch jetzt am Boden”, will Barišić die Ergebnisse unmittelbar vor und nach der Länderspielpause nicht überbewerten. “Das wird uns nicht aus der Balance bringen, dazu ist der Zusammenhalt zu groß.”

Zumindest für ein Spiel defensiv aus der Balance bringen könnte Rapid allerdings am Donnerstag der Gegner. “Sie verfügen über sehr viel individuelle Klasse”, weiß Barišić, Abwehrspieler Christopher Dibon drückt seine Expertise über Villarreal plakativer aus: “Ich schaue sehr gerne den spanischen Fußball und weiß daher, dass die richtig geil kicken können.”

In Abwesenheit des gesperrten Vizekapitäns Mario Sonnleitner wird Dibon zum Auftakt der EL-Gruppenphase den Abwehrchef geben, an seine Seite gesellt sich Maximilian Hofmann, der vor seinem Debüt in einer europäischen Gruppenphase steht. “Er ist ein sehr starker Innenverteidiger und wir harmonieren auf dem Platz sehr gut”, sieht Dibon darin kein Problem. Auch Thanos Petsos, das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive , fehlt. Der Deutsch-Grieche laboriert an einer Innenbandverletzung im linken Knie.

Dibon stellt Wiedergutmachung in Aussicht

Auch wenn die Favoritenrolle klar dem Gegner überlassen wird, stellt Barišić klar: “Das Ziel ist, auch dieses Spiel zu gewinnen.” Wie Rapids erster Sieg gegen eine spanische Mannschaft seit 47 Jahren (der bisher letzte war ein 1:0 gegen Real Madrid im Meistercup 1968/69) gelingen könnte, darüber hat sich auch Dibon Gedanken gemacht: “Wir müssen ihnen den Spaß am Kicken nehmen.”

Bis Mittwochmittag waren 30.700 Karten für die Partie am frühen Donnerstagabend an den Fan gebracht. Tickets sind am Spieltag ab 10:00 Uhr erhältlich, pro Stück wird ein Euro an die Flüchtlingshilfe gespendet. “Wir würden uns freuen, wenn wir auf 35.000 Zuschauer kommen”, appelliert Klubservice-Leiter Andy Marek an Kurzentschlossene. Dibon verspricht: “Wir wollen die beiden verlorenen Matches in der Bundesliga mit einem guten Spiel gegen Villarreal wettmachen.”

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen