Austria und Rapid: Siegessehnsucht vor dem Derby

Von David Mayr
Akt.:
Die Austria und Rapid wollen endlich wieder siegen.
Die Austria und Rapid wollen endlich wieder siegen. - © APA/Hans Punz, APA/Herbert P. Oczeret
Die Wiener Großklubs Austria und Rapid treffen eine Woche vor dem 317. Derby auf die Bundesliga-Nachzügler Grödig und WAC.

Noch sieben Runden sind in der tipico-Bundesliga zu spielen, Meisterrennen und Abstiegskampf sind noch offen, auch wenn sich bei beiden Entscheidungen Tendenzen ablesen lassen.

Tabellenführer Red Bull Salzburg verteidigte vergangenen Sonntag mit dem für die Mozartstädter glücklichen 1:1 im Happel-Stadion den Vier-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Rapid, Schlusslicht Grödig fehlen nach dem 1:3 gegen Sturm Graz weiterhin sechs Zähler auf den neuntplatzierten Ried.

Austria lässt sich nicht nervös machen

Hinter Salzburg auf den Europa-League-Rängen liegen weiterhin die Wiener Großklubs Rapid und Austria, wobei die Admira – seit drei Runden ohne Punkteverlust und Gegentor – Druck auf die “Veilchen” macht. Nervös will man sich am Verteilerkreis davon aber nicht machen lassen. “Wir schauen auf uns. Wir blicken nicht, wer hinter uns ist, sondern konzentrieren uns auf unsere Spiele. Wenn wir die Spiele gewinnen, ist es egal, was hinter uns passiert”, sagt Defensivmann Tarkan Serbest vor dem Heimspiel gegen Grödig (Samstag, 18:30 Uhr, live auf Sky und im VIENNA.at-Liveticker).

Viele Highlights rund um unser morgiges Heimspiel gegen Grödig (18:30 Uhr):+ Ab 9:00 Uhr könnt Ihr Euch Prozente auf…

Posted by FK Austria Wien on Freitag, 8. April 2016

Der 21-jährige Eigenbauspieler hält heuer bei 15 Bundesligaeinsätzen. Dieses Wochenende dürfte er erstmals seit der 0:3-Heimpleite gegen Rapid am Valentinstag wieder von Beginn an spielen und zwar als Vertreter des gesperrten Richard Windbichler. Dessen Position in der Innenverteidigung übernahm Serbest auch schon nach Windbichlers Ausschluss beim 0:2 in Altach vorige Woche. Die Rolle im Abwehrzentrum ist für den eigentlichen Sechser nichts Neues, “bei den Amateuren unter Herbert Gager habe ich schon oft diese Position gespielt”, erklärt der Wiener.

Will die Austria den Europacupstartplatz bis zum Saisonende halten, müssen sich die Violetten im Vergleich zu den zuletzt gezeigten Leistungen steigern. Über einen Monat wartet die Austria bereits auf einen Sieg, magere zwei Punkte und nur ein erzielter Treffer sind die Ausbeute aus den letzten drei Spieltagen. Gegen den Tabellenletzten Grödig soll der Offensive in der heimischen Generali-Arena rechtzeitig vor dem Auswärtsderby (17. April, 16:30 Uhr, live auf ORF eins, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) der Knoten platzen. “Wir wollen die Fans glücklich machen, mit so vielen Toren wie möglich”, so Serbest, der weiß, ein Sieg wäre “sehr wichtig, weil wir dann mit breiter Brust ins Derby gehen könnten”.

Rapid in der ungeliebten Lavanttal-Arena unter Druck

Auch Rapid ist seit Wochen sieglos, die Grün-Weißen holten aus ihren letzten vier Spielen nur zwei Punkte. Durch das 1:1 gegen Salzburg wurde zwar die Gelegenheit verpasst, im direkten Duell an die “Bullen” heranzurücken, doch die auf dem Rasen gezeigte Leistung gibt Trainer Zoran Barišić und Sportdirektor Andreas Müller Hoffnung. Sogar die Meisterschaft will man bei den Hütteldorfern trotz bereits zehn Niederlagen noch nicht abschreiben.

Am Samstag muss in Wolfsberg (18:30 Uhr, live auf Sky und im VIENNA.at-Liveticker) ein Dreier her – einerseits, um im Titelrennen zu bleiben und andererseits, um nicht mit einer Serie von fünf sieglosen Spielen ins Derby zu gehen. Doch Rapid ist gewarnt: Von acht Duellen in der Lavanttal-Arena gewannen die Wiener nur eines, außerdem ist der WAC seit acht Bundesligarunden ungeschlagen.

Hofmann und Schwab vor Jubiläen

“Wir wissen, dass sie momentan in Hochform sind. Die Mannschaft ist sehr routiniert, in einem echten Hoch und hat sich vom Abstiegskampf verabschiedet”, sagt Barišić, der eine körperbetonte Partie erwartet. “Wir wissen allerdings auch, was auf uns zukommt und fahren dementsprechend vorbereitet nach Kärnten.”

Die Mittelfeldspieler Steffen Hofmann und Stefan Schwab stehen übrigens vor Jubiläen: Kapitän Hofmann könnte zu seinem 500. Pflichtspieleinsatz für Rapid kommen, Schwab zum insgesamt 150. Mal in der Bundesliga – zum 60. Mal für Rapid – auflaufen.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen