Stefan Schwab im Gespräch: Wie Rapid gegen Salzburg im Titelrennen bleiben will

Von David Mayr
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Rapids Stefan Schwab hat das Thema Meistertitel noch nicht abgeschrieben.
Rapids Stefan Schwab hat das Thema Meistertitel noch nicht abgeschrieben. - © APA/Georg Hochmuth
Rapids Dauerläufer Stefan Schwab über die Drucksituation vor dem Schlager gegen Salzburg, die leicht abgeänderte Spielanlage des Gegners und worauf es ankommen wird, damit man “bis zum Schluss im Titelrennen mitreden” kann.

Die tipico-Bundesliga biegt langsam in die Zielgerade ein, das letzte Meisterschaftsviertel ist im Gange. Nach der ersten Länderspielpause des Jahres, die für das ÖFB-Team den Startschuss zur Vorbereitung auf die EURO in Frankreich bedeutete, wartet der nationale Ligabetrieb mit dem unter Umständen vorentscheidenden Schlager auf.

Sollte Rapid am Sonntag (15:00 Uhr, live auf ORF eins, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) im Ernst-Happel-Stadion gegen Red Bull Salzburg verlieren, würde der Rückstand der Wiener auf den Titelverteidiger auf sieben Punkte anwachsen. Zwar wären danach immer noch sieben Runden zu spielen, doch angesichts der Form beider Mannschaften, käme dies wohl einem kaum einzuholenden Vorsprung der Salzburger gleich.

“Es ist ein absolut richtungsweisendes Spiel”, weiß deshalb auch Stefan Schwab. Der zentrale Mittelfeldspieler der Grün-Weißen nahm sich nach einer schweißtreibenden Einheit in der Kraftkammer des Prater-Ovals Zeit, um mit uns über den anstehenden Liga-Clash zu plaudern. “Am Sonntag wird sich zeigen, ob wir in dieser Saison noch einmal voll angreifen können und es ein geiles Finish wird, oder ob eine Vorentscheidung fällt.”

Stefan Schwab: “Länderspielpause war wichtig für uns”

Einen besseren Zeitpunkt für eine Liga-Unterbrechung hätte sich Rapid kaum aussuchen können. “In unserer Situation war die Pause schon sehr wichtig. Es ist für uns schon eine lange Saison mit vielen Spielen gewesen und jetzt kommt die entscheidende Phase. Wir haben noch acht Spiele, da war es wichtig, in der Länderspielpause gut zu arbeiten und Kraft zu tanken, damit wir noch einmal voll angreifen können”, sagte Schwab, mit 2.237 Einsatzminuten Rapids Marathon-Mann in der Bundesliga.

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Posted by SK Rapid Wien on Mittwoch, 30. März 2016

Drei sieglose Spiele in Serie – die letzten zwei davon verloren – haben die Stimmung bei den Wienern nach den beiden Debakel gegen Valencia kippen lassen, mittlerweile 273 Minuten ohne Torerfolg sind in der aktuellen Spielzeit grün-weißer Negativrekord. “Bis auf das Spiel gegen die Admira, wo wir einfach kollektiv versagt haben, sind wir klar an der Chancenauswertung gescheitert”, will sich der 25-jährige Salzburger darüber aber nicht allzu viel den Kopf zerbrechen.

Fehlendes Selbstvertrauen soll am Sonntag im Hit gegen jenen Verein, bei dem er ausgebildet wurde, nicht zum Hemmschuh werden: “Selbstvertrauen kann man sich über die Trainings holen, indem wir uns beweisen, dass wir trotzdem etwas draufhaben, auch wenn die Ergebnisse der letzten Wochen nicht gepasst haben.”

“Es treffen zwei ähnliche Welten aufeinander”

Für Rapid wird das letzte Duell mit Salzburg in dieser Saison das erste sein, bei dem beim Gegner der neue Coach Óscar García auf der Trainerbank sitzt. Videostudium hat es dazu beim Rekordmeister noch keines gegeben, “aber natürlich sehen wir Spieler deren Matches und beobachten unsere Gegner”, verriet Schwab. “Im Großen und Ganzen haben sie ihr Spiel nur leicht abgeändert. Sie wollen nach wie vor schnell nach vorne spielen, wobei sie jetzt versuchen, mit etwas mehr Ballbesitz zu agieren”, so seine Analyse. “Vom Spielsystem her treffen am Sonntag zwei ähnliche Welten aufeinander.”

Wobei es nicht auszuschließen ist, dass Rapid nach den hohen Niederlagen gegen Valencia und die Admira – Tordifferenz in diesen drei Spielen 0:14 – die Partie am Sonntag mit einer etwas anderen Ausrichtung als üblich angeht. Auf die Möglichkeiten des tieferen Verteidigens oder des verstärkten Überlassens des Ballbesitzes an den Gegner angesprochen, ließ sich Schwab nichts Konkretes entlocken: “Das ist Sache des Trainerteams, das uns darauf vorbereiten muss, welche Taktik wir dann im Match umsetzen sollen. Ich glaube aber schon, dass wir unsere Spielanlage auf Salzburg anpassen und schauen werden, wie wir sie am besten knacken und ihre Schwachstellen ausnutzen können.”

Gelingen soll das folgendermaßen: “Auf der Hut sein, Präsenz in den Zweikämpfen zeigen und kaltschnäuzig vor dem Tor agieren. Wir werden zu unseren Chancen kommen, die müssen wir dann auch nutzen.” Doch ist Schwab angesichts der Tabellensituation auch klar: “Der Druck liegt mehr bei uns. Aber wir spielen daheim, ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen und uns pushen. Wir werden alles versuchen, damit wir an Salzburg herankommen und bis zum Schluss im Titelrennen mitreden können.”

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