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Tausende kamen nach Wiener Opernball in Staatsoper

Die Staatsoper blieb auch am Tag nach dem Wiener Opernball nicht ohne Besucher.
Die Staatsoper blieb auch am Tag nach dem Wiener Opernball nicht ohne Besucher. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Der Staatsoper wird momentan vermutlich nicht langweilig. Nach dem Wiener Opernball gab es die "Zauberflöte für Kinder".
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Nach dem Wiener Opernball war die Staatsoper am Freitag wieder fest in Kinderhand: Rund 7.000 junge Besucherinnen und Besucher kamen in das Haus, um bei der 20. "Zauberflöte für Kinder" die musikalischen Abenteuer von Papageno mitzuerleben. Staatsoperndirektor Bogdan Roščić widmete die beiden Aufführungen dem verstorbenen Dirigenten und langjährigen Musikdirektor Seiji Ozawa, auf dessen Initiative die einzigartige Aufführung entstanden ist.

Der Direktor begrüßte seine jungen Gäste persönlich. Es gäbe Personen, die behaupten würden, dass das Beste am Opernball ist, "dass wir für Euch die Zauberflöte spielen können", sagte Roščić. Tatsächlich ist die "Zauberflöte für Kinder" wohl ebenso einen Besuch wert wie der Opernball. Den jungen Besucherinnen und Besuchern wird dabei von Papageno aus dem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart die Welt der Oper kindgerecht und lustig näher gebracht. Nebenbei bekommt das Publikum vom Dirigenten, am Freitag war das Musikdirektor Philippe Jordan, auch noch eine Instrumentenkunde.

Saenz nach Wiener Opernball erneut im Einsatz

Die Arie der Königin der Nacht sang heuer die junge Ausnahmesängerin Serena Saenz, die am Donnerstag auch den Wiener Opernball mit einem gemeinsamen Duett mit Elīna Garanča eröffnet hat. Der von den Kindern sehr umjubelte Auftritt bei der "Zauberflöte der Kinder" sei aber "der härtere" gewesen, wie sie der APA sagte. Dies könnte auch daran gelegen haben, dass Saenz den Ball erst um 5.00 Uhr verlassen hatte. Allerdings herrsche bei einem jungen Publikum eine ganz eigene Energie, die dann auch wieder Kraft gibt.

Idee der "Zauberflöte für Kinder"

Die Idee der "Zauberflöte für Kinder" kam von dem Dirigenten Ozawa, dessen Todesmeldung am Freitag die Musikwelt erschütterte. Ozawa trat mit seinem Ansinnen an den damaligen Direktor Ioan Holender heran, der sich sofort für das Vorhaben begeisterte. 2002 folgte die erste Aufführung, bei der Ozawa, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu bekommen, mit einer umgehängten Trommel in den Saal einmarschierte. Holender wurde die Rolle des "Baumes" angeboten, an dem sich der liebeskranke Papageno während der Vorstellung erhängen will. Der Direktor nahm an und blieb der Rolle während seiner ganzen Laufbahn treu.

Für die Aufführungen werden Kinder der vierten und fünften Schulstufen aus allen Bundesländern mit Bussen nach Wien gebracht. Bei den rund 20 Vorstellungen hat die Staatsoper somit rund 140.000 junge Gäste empfangen.

(APA/Red)

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