EM-Song: Toni Polster und Heinz besingen “Das neue Wunderteam”

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Toni Polster und Heinz besingen die EURO und das österreichische Nationalteam.
Toni Polster und Heinz besingen die EURO und das österreichische Nationalteam. - © APA/Hans Punz
Für den Song anlässlich der Fußball-EM in Frankreich hat sich die Wiener Band Heinz mit Rekordtorschütze Toni Polster prominente Verstärkung ins Boot geholt.

Auf das “Wunder von Wien” folgt “Das neue Wunderteam”: Die Band Heinz aus Wien hat die anstehende Fußballeuropameisterschaft zum Anlass genommen, ihren acht Jahre alten Fan-Song einem Relaunch zu unterziehen. Für die Aktion von Eskimo hat man sich mit Toni Polster zudem namhafte Unterstützung geholt, greift die Stürmer-Legende doch selbst zum Mikrofon. Am Dienstag wurde der Song präsentiert.

“Es war ursprünglich nichts mehr geplant in diese Richtung”, hielt Polster gegenüber der APA hinsichtlich seiner musikalischen Ambitionen fest. “Ich habe gesagt, es ist gut nach drei schönen Alben-Erfolgen. Aber Eskimo hat mich überredet, mit der Gruppe Heinz einen Song und ein Video zu machen. Insofern wurde ich quasi genötigt, dieses Lied machen zu dürfen”, lachte die Fußballlegende. “Wir hatten viel Spaß, aber es war auch anstrengend, das Video zu drehen. Es war harte Arbeit, aber das Produkt ist sehr schön und lustig geworden.”

“Toni spielt da sofort mit”

Im Clip steht dabei eigentlich die Band im Fokus. “Toni ist einfach der Typ, der da sofort mitspielt. Und dass, obwohl er nicht die tragende Rolle spielt, die haben wir – wie es uns zusteht”, lachte Bassist Conny Dix. “Ich finde es großartig, dass er bei so etwas immer sofort dabei ist. Da gibt es kein Reinreklamieren von irgendwelchen Sachen.” Auch im Studio sei es für die Band, die von Sänger Michi Gaissmaier, Gitarrist Markus Gartner und Schlagzeuger Bernd Jungmair komplettiert wird, mit dem ungewohnten Gast durchaus unterhaltsam gewesen. “Wir haben ja eigentlich Tom Waits angefragt, aber Toni hat das deutlich besser gemacht”, scherzte Jungmair.

Mit dem Rekordtorschützen der österreichischen Nationalmannschaft haben Heinz schon zuvor einige Projekte gemacht. “Wir sind schon lange befreundet, das hat nicht nur mit der Musik zu tun”, meinte Dix. “Und als er dann mit dem Doppellutscher vor der Tür stand, konnten wir nicht Nein sagen.” Für die Aktion griff die Gruppe auf den Song “Das Wunder von Wien”, entstanden für die gleichnamige Fake-Doku von David Schalko anlässlich der Heim-EM 2008, zurück. “Der Song ist damals nicht so richtig erschienen. Es war uns schade darum”, unterstrich Jungmair. “Die EM war dann vorbei und Österreich schnell draußen. Jetzt wird das aber sicher anders – ich sage einmal: Halbfinale! Und somit ist die Zeit gekommen für dieses Lied. Spät, aber doch.”

Reichlich Optimismus für die EM

Mit reichlich “Schalala” heißt es somit in bester Indie-Rock-Manier, die Nationalmannschaft anzufeuern. Und auch Polster traut dem Team bei der EM in Frankreich einiges zu: “Wir haben eine richtig gute Mannschaft, wenn alle fit und in Form sind.” Zwar sitze der “zweite Anzug” noch nicht perfekt, aber da gebe es durchaus noch Potenzial. Die Gruppenphase könne man “auf jeden Fall” überstehen. “Dann kann Frankreich, Spanien oder Deutschland kommen – die würde ich über uns stellen. Von den anderen, selbst den Engländern, hätte ich jetzt keine Angst. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt und braucht sich nicht zu fürchten.”

Auch die Heinz-Mitglieder rechnen sich einiges aus für Österreich – von Achtelfinale bis zum Finale reichen die Tipps. “Da ist jetzt so viel Kraft dahinter. Wenn nicht jetzt, wann dann?”, legte Dix für Alaba und Co die Latte hoch. “Nicht nur wir machen Druck”, glaubte der Musiker. Und wenn wirklich das Finale rausschauen könnte, dann natürlich “am liebsten gegen Deutschland”, ergänzte Jungmair. Grund zum Feiern gibt es für Heinz heuer auch abseits des runden Leders: Ein neues Album ist beinahe fertig. “Wir haben mittlerweile eine totale Metamorphose durchgemacht”, betonte Dix. Mit dem Sound von “Wunderteam” habe das neue Material folglich weniger zu tun. Davor heißt es aber, um mit Toni Polster zu sprechen: “Bonjour Frankreich.”

(APA, Red.)

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