Dibon über seinen Ex-Klub: “Freue mich für die Admira, aber …”

Von David Mayr
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Christopher Dibon freut sich über eine erfolgreiche Woche mit Rapid.
Christopher Dibon freut sich über eine erfolgreiche Woche mit Rapid. - © APA/Herbert Neubauer
Rapid löst das Sensationsteam der Admira durch einen Sieg im direkten Duell wieder an der Spitze der Bundesligatabelle ab. Deren Ex-Kapitän Christopher Dibon, seit über zwei Jahren in Diensten der Grün-Weißen, traut den Südstädtern noch einiges zu.

Normalerweise kommt erst die Pflicht und dann die Kür, bei Rapid war die Reihenfolge vergangene Woche umgekehrt. Auf den, von manchem vielleicht etwas übertrieben als sensationell bezeichneten, aber gewiss überraschenden Sieg zum Europa-League-Auftakt über Villarreal folgte Sonntagnachmittag in der Bundesliga ein wenig gefährdetes 2:0 gegen die Admira.

Auch wenn man mit den Südstädtern – zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer – das Sensationsteam des ersten Meisterschaftsviertels zu Gast hatte, war es für Rapid nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie an der Zeit, wieder im heimischen Ligabetrieb anzuschreiben. “Ich bin sehr zufrieden, was den Gesamtauftritt der Mannschaft angeht. Es gibt in einer Meisterschaft immer Phasen, in denen es nicht so gut läuft. Wichtig ist, dass man seine Lehren zieht und gestärkt daraus hervorgeht”, freute sich Trainer Zoran Barišić über eine, aus grün-weißer Sicht mehr als zufriedenstellende, Woche.

“Haben viel in die Standards investiert”

Für den Sieg hauptverantwortlich zeichneten am Sonntag ausgerechnet zwei Ex-Admiraner. Stefan Schwab köpfte nach Freistoß-Flanke von Kapitän Steffen Hofmann kurz vor der Pause die Führung (“Das Tor vor der Halbzeit hat uns Sicherheit gegeben.”), der zu Hochform aufgelaufene Christopher Dibon sorgte in der 66. Minute, ebenfalls per Kopf, für die Vorentscheidung.

Auffällig: Wie schon gegen Villarreal fielen beide Treffer aus Standardsituationen. Kein Zufall, wie Schwab gegenüber Sky verriet: “Wir haben in den letzten Wochen im Training sehr viel in die Standards investiert – zur Zeit klappt das ganz gut. Wenn man einmal spielerisch nicht so zur Geltung kommt, ist es schön, auch so zum Torerfolg zu kommen. Das war in den letzten beiden Spielen für uns entscheidend”, so der Zentrumsspieler, der aber nichts von einer Abhängigkeit von den ruhenden Bällen wissen will: “Wir hatten auch Chancen, um Tore aus dem Spiel zu erzielen und höher zu gewinnen. Aber es ist egal wie, die drei Punkte stehen auf unserer Seite, und das ist das Entscheidende.”

Dibon: “Wünsche der Admira nur das Beste”

Durch den Heimsieg liegt Rapid nach neun von 36 Runden wieder an der Spitze der tipico-Bundesliga, zwei Zähler vor der Admira. Deren ehemaliger Kapitän Dibon traut seinem Ex-Klub in dieser Saison einiges zu: “Wenn sie so weiterspielen und ihre Punkte sammeln, werden sie sicher gefährlich sein. Ich wünsche ihnen nur das Beste”, sagte der 24-jährige Niederösterreicher, der mit einem Lächeln allerdings eine Einschränkung hinzufügte: “Ich freue mich für die Admira, aber sie sollen immer einen Platz hinter uns sein.”

Am Mittwoch (18:00 Uhr, live auf ATV) geht es für Rapid in Amstetten weiter, wo die Wiener beim dortigen Regionalligisten in der zweiten Runde des ÖFB-Cups gastieren. Die Admira spielt im Pokalbewerb ebenfalls auswärts, bereits am Dienstag (19:00 Uhr) in Wallern.

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