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Wien-Donaustadt: Bub nach Bissattacke von Rottweiler gestorben

Das Kind verstarb nach dem Rottweiler-Biss im Krankenhaus.
Das Kind verstarb nach dem Rottweiler-Biss im Krankenhaus. ©pixabay.com (Sujet)
Der einjährige Bub, der am 10. September von einem Rottweiler in Wien-Donaustadt in den Kopf gebissen wurde, verstarb nun im Krankenhaus.
Hund wurde eingeschläfert
Bub weiter in Lebensgefahr
Besitzerin war betrunken
Einjähriger in Kopf gebissen

Der einjährige Bub, der vor mehr als zwei Wochen beim Spazierengehen mit seinen Großeltern in Wien-Donaustadt von einem Kampfhund attackiert worden ist, ist Donnerstagabend seinen Verletzungen erlegen. Das berichtete das Krankenhaus am Freitag der APA. Das Kind war von dem Rottweiler in den Kopf gebissen worden. Gegen die Tierhalterin wird ermittelt.

Wien: Bub hatte schwere Schädelverletzungen erlitten

Bisher wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, sagte Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien. Dass sich der Tatbestand ändert, stehe nun im Raum. Möglich wäre ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung oder grob fahrlässiger Tötung, was einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren bedeuten würde.

Die 48-Jährige wurde noch nicht einvernommen. Laut Polizeisprecherin Irina Steirer war sie einer Ladung nicht nachgekommen. Zum Zeitpunkt des Angriffs hatte die Frau 1,4 Promille Alkohol im Blut.

Der Bub war mit seinen Großeltern am 10. September in der Ziegelhofstraße unterwegs, als sich das Tier von seiner alkoholisierten Besitzerin losriss. Der Rottweiler packte das 17 Monate alte Kind am Kopf und biss zu. Der Bub erlitt schwere Schädelverletzungen.

Rottweiler wurde eingeschläfert

Unmittelbar während der Attacke soll die Tierhalterin nicht eingegriffen haben. Nachdem eine beherzte Zeugin dazwischengegangen war, sicherte die 48-Jährige ihren Hund mit der Leine an einem Baum.

Rottweiler stehen auf der Liste der gefährlichen Hunderassen, die Besitzer müssen den Hundeführschein machen, was die Tierhalterin im Jahr 2016 auch absolviert hat. Vor der Attacke hat es keine Vorfälle mit dem Tier gegeben. Der rund zwei Jahre alte Hund wurde allerdings inzwischen eingeschläfert, weil er sich auch im Tierquartier aggressiv verhielt und eine Weitervermittlung an einen neuen Halter nicht möglich gewesen wäre.

Nach dem Vorfall hat die Stadt Wien eine Verschärfung des Tierhaltegesetzes angekündigt. Die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) gab an, dass das Einführen eines Alko-Limits für Besitzer sogenannter Kampfhunde überlegt werde. Im Gespräch ist derzeit eine 0,5-Promille-Grenze, wie es sie auch für Autofahrer gibt.

(APA/Red)

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