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Wählen mit Wahlkarte: Die fünf schlimmsten Fehler bei der Briefwahl

Wer mit Wahlkarte wählt, kann leider einige Fehler begehen - tappen Sie nicht in die Falle!
Wer mit Wahlkarte wählt, kann leider einige Fehler begehen - tappen Sie nicht in die Falle! ©APA/ROLAND SCHLAGER
Wer bei der Wien-Wahl 2020 mit Wahlkarte abstimmt, hat einen Weg des Urnengangs gewählt, der bei aller Bequemlichkeit auch gefährliche Stolperfallen beinhaltet, wodurch im "Worst Case" Ihre abgegebene Stimme ungültig wird. VIENNA.at stellt die fünf schlimmsten Fehler vor.
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Coronabedingt wird bei der Wahl am 11. Oktober 2020 ein neuer Rekord in Sachen Briefwahl erwartet: So viele Wienerinnen und Wiener wie noch nie wählen per Wahlkarte, rund 500.000 Wahlkarten wurden im Vorfeld der Wahl angefordert.

Briefwahl: Einfaches Prozedere - Stolperfallen inklusive

Eigentlich ist die Briefwahl ja ganz einfach - man fordert eine Wahlkarte an, die dann per eingeschriebenem Brief nach Hause gesendet wird, und kann auf diese Art an der Wien-Wahl 2020 teilnehmen, auch wenn man wegen Abwesenheit am Wahltag, physischer Einschränkung oder Ähnlichem am 11. Oktober 2020 kein Wahllokal aufsuchen kann. Doch ganz so "deppensicher" ist die Sache nicht! Wir stellen fünf Stolpersteine vor, die für den "Worst Case" sorgen können - eine zwar abgegebene, aber leider ungültige Stimme.

Achtung Wahlkartenpanne! Fünf schlimmste Fehler bei der Briefwahl

Fehler 1: Die Wahlkarte nicht zeitgerecht absenden

Es sollte ja inzwischen hinlänglich bekannt sein: Die Wien-Wahl findet am kommenden Sonntag statt. Wer nicht sein zuständiges Wahllokal aufsucht, sondern per Briefwahl wählen möchte, sollte demnach längst seine Wahlkarte in Händen halten. Woran es jetzt aber bitte nicht scheitern sollte, ist der zeitgerechte Versand: Ihre Wahlkarte muss bis spätestens 11. Oktober, 17.00 Uhr in der zuständigen Bezirkswahlbehörde eintreffen (per Post, Bote, persönliche Abgabe). Der Einwurf einer Wahlkarte in den Briefkasten ist am Wahlsonntag bis spätestens 09:00 Uhr möglich. Eine nicht zeitgerecht eingelangte Wahlkarte kann klarerweise auch nicht ausgewertet werden.

Alternativ gibt es auch mit einer nicht zeitgerecht eingesendeten Wahlkarte noch die Möglichkeit, im Wahllokal zu wählen - wenn Sie Fehler 5 nicht begehen (siehe unten) .

Fehler 2: Die Unterschrift auf der Wahlkarte vergessen

Wer das trotz aller medialer Präsenz nicht mitbekommen hat – sogar Spitzenkandidaten wie Gernot Blümel (ÖVP), die selbst via Wahlkarte wählen, haben darauf hingewiesen –, muss wirklich unter einem großen Stein leben: Mit den beiden Kreuzerln (für den Gemeinderat und die Bezirksvertretung) am Wahlzettel ist es nicht getan - die zugeklebte Wahlkarte muss im letzten Schritt unbedingt außen im dafür vorgesehenen Feld unterschrieben werden!

Diese unerlässliche Unterschrift dient als eidesstattliche Erklärung dafür, dass man persönlich und unbeeinflusst seinen Stimmzettel ausgefüllt hat. Ist diese nicht erfolgt, gilt die abgegebene Stimme leider als ungültig.

Fehler 3: Das "kleine Kuvert" nicht ins "große Kuvert" stecken

Was während der letzten Wochen medial leider weit weniger präsent war als die bitte nicht zu vergessende Unterschrift außen auf der Wahlkarte (siehe Punkt 2) ist der Umstand, dass es bei einer erfolgreichen Briefwahl nicht damit getan ist, dass man seine zwei Kreuzerln auf die beiden Stimmzettel macht, diese in die Wahlkarte steckt, diese zuklebt und unterschreibt. Nein! Eine solche Stimme ist ungültig!

Und zwar deshalb, weil man nicht übersehen sollte, dass die beiden Stimmzettel gefaltet und in das beiliegende kleine Kuvert (!) gesteckt werden müssen, bevor man dann dieses (und nicht nur die Stimmzettel!) in das große Kuvert (=die Wahlkarte) hineinsteckt, diese zuklebt und - eh scho wissen! - außen unterschreibt. Ein Wiederaufreißen und neuerliches - kaum sauber mögliches - Zukleben des Wahlzettels, um Vergessenes nachzureichen, sorgt nämlich dafür, dass die Wahlkarte für die Wahlbehörde manipuliert aussehen könnte - und die Stimme ungültig ist (siehe auch Fehler 4).

Hierfür gibt es keine Chance der Wiedergutmachung - ein Duplikat für Wahlkarten wird unter keinen Umständen ausgestellt, um jeglichen Missbrauch zu vermeiden.

Fehler 4: Die Wahlkarte nicht ordentlich zukleben

Wie viele von uns sicher noch allzu gut in Erinnerung haben, gab es bei vergangenen Wahlen jede Menge Ärger rund um nicht gut klebenden Kleber auf Wahlkarten, wodurch diese nicht gut verschlossen werden konnten, was im Fall der Bundespräsidentenwahl letztlich sogar dazu führte, dass die Wahl wiederholt werden musste.

Nun, hier wurde nachgebessert - die aktuell für die Wien-Wahl ausgesendeten Wahlkarten sind per selbstklebender Klebefläche fest und sicher verschließbar. So weit, so einfach. Was man aber auf keinen Fall machen sollte, ist ein Nicht-Vertrauen in den Kleber und "Nachbessern" irgendeiner Art - ein mit Klebeband oder Klebstoff zusätzliches Zupicken oder sonstwie Manipulieren der Klebefläche könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Wahlkarte von der Wahlbehörde als ungültig betrachtet wird.

Fehler 5: Mit einer schon benutzten Wahlkarte ins Wahllokal gehen

Wer es anders als geplant dann doch nicht geschafft hat, seine Wahlkarte zeitgerecht in den nächsten Briefkasten zu werfen (siehe Fehler 1), dem steht ja immer noch die Option offen, seine Wahlkarte in ein beliebiges Wahllokal zu tragen und sie dort abzugeben. Ein Fehler, den man hierbei aber nicht machen sollte, ist dass man schon zuhause die beiden Kreuzerl auf den Stimmzettel macht, diesen ins kleine Kuvert steckt (siehe Fehler 3) und die Wahlkarte zuklebt (siehe Fehler 4) und unterschreibt (siehe Fehler 2). Denn dann - traurig, aber wahr - ist die Stimme ungültig und kann so nicht mehr abgegeben werden!

Die Vorgabe lautet hier nämlich, dass die Wahl via Wahlkarte zur Gänze im Wahllokal nach einem speziellen Prozedere (eigene Wahlkabine für die Briefwahl, etc.) abgewickelt wird. Gehen Sie in einem solchen Fall einfach mit sämtlichen Wahlunterlagen, die sie mit ihrer Wahlkarte bekommen haben, in ein beliebiges Wahllokal und folgen Sie dort den Anweisungen - und beginnen Sie keinesfalls, schon daheim im Alleingang irgendetwas auszufüllen oder zuzukleben! Dann klappt's auch mit der gültigen Stimme.

VIENNA.at wünscht gutes Gelingen bei der korrekten Abgabe ihrer Wahlkarte für die Wien-Wahl 2020!

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