Totes Baby in NÖ: Keine Strafe für 18-jährige Mutter

Die Babyleiche wurde in einem Gebüsch entdeckt.
Die Babyleiche wurde in einem Gebüsch entdeckt. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Gegen jene 18-Jährige, die im November 2018 ihr Baby nach der Geburt in einem Gebüsch im Bezirk Gänserndorf vergrub, wurden die Ermittlungen wegen Mordverdachts eingestellt. Die Frau litt laut Gutachten an einer postnatalen Psychose.
18-Jährige laut Gutachten nicht zurechnungsfähig
Mutter aus U-Haft entlassen
18-Jährige festgenommen
Babyleiche in Gebüsch entdeckt

Nach dem Fund eines toten Babys vergangenen Dezember in Weikendorf (Bezirk Gänserndorf) hat die Staatsanwaltschaft Korneuburg das Ermittlungsverfahren gegen die 18-jährige Mutter eingestellt.

Als Grund nannte Sprecher Friedrich Köhl Zurechnungsunfähigkeit der jungen Frau und bestätigte einen “Österreich”-Bericht (Sonntag-Ausgabe). Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordverdachts ermittelt.

Totes Baby in NÖ: Ermittlungen gegen Mutter eingestellt

Die 18-Jährige habe laut einem psychiatrischen Gutachten an einer postnatalen Psychose gelitten, sagte Rechtsanwalt Wolfgang Blaschitz zur APA. Das Baby war nach Angaben der jungen Frau am 7. November 2018 zur Welt gekommen. Sie habe keine Lebenszeichen bei dem Säugling wahrgenommen und keine lebenserhaltenden Maßnahmen gesetzt.

Das tote Baby war am 6. Dezember von einem Gemeindemitarbeiter in einem Gebüsch entdeckt worden. Dem Obduktionsergebnis zufolge wäre der männliche Säugling lebensfähig gewesen. Die 18-Jährige wurde als Mutter ausgeforscht. Weil der Richter keine Haftgründe sah, wurde die junge Frau auf freien Fuß gesetzt.

(APA/Red)

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