Ringen um freies Reisen innerhalb der EU

Reisen in der EU: Verständnis für Italien und Hoffen auf einheitliche Lösung.
Reisen in der EU: Verständnis für Italien und Hoffen auf einheitliche Lösung. ©AP Photo/Alessandra Tarantino
Angesichts der neuen Coronavirus-Variante Omikron ringt die EU um freies Reisen in Europa.
Italien führt Testpflicht ein

Mehrere Spitzenpolitiker äußerten am Donnerstag beim EU-Gipfel in Brüssel im Hinblick auf zusätzliche Pflichten wie einen PCR-Test vor der Einreise auch für Geimpfte Skepsis. Der belgische Premierminister Alexander de Croo sagte, er sehe die Lösung im Boostern, betonte aber auch: "Ich verstehe, dass einige Länder versuchen, Impfungen mit Tests zu verbinden."

Reisebeschränkungen innerhalb der EU sollen "nicht die Lösung sein"

BLuxemburgs Premier Xavier Bettel sagte, dass Reisebeschränkungen nicht die Lösung seien. "Wir sollen auch auf die mentale Gesundheit der Leute gut aufpassen", so Bettel. Zudem sollten zusätzliche PCR-Tests keine Impfung ersetzen. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) findet die Entscheidung Italiens "zulässig". Es sei wichtig, dass jeder Staat das für sich entscheide, betonte er. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz ging vor Journalisten nicht auf die Frage ein, wie er zu zusätzlichen Einschränkungen stehe.

Gemeinsamer Ansatz wird gesucht

"Ich hoffe, dass wir einen koordinierten Ansatz verfolgen werden", sagte Sloweniens Regierungschef Janez Jansa. Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda betonte auf die Frage nach möglichen Beschränkungen, dass es klare Leitlinien brauche. Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sagte, er sehe die Lösung vor allem in Auffrischungsimpfungen. Neue Maßnahmen sollten nur für die Weihnachtszeit gelten, um genügend Zeit für Booster-Impfungen zu gewinnen.

Testpflicht trotz Impfung

Einige Staaten wie Italien, Griechenland und Irland haben wegen Omikron zuletzt neue Pflichten für Reisende eingeführt beziehungsweise angekündigt.

(APA/Red)

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