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24. Wiener Regenbogenparade startete am Ring

Um 12 Uhr startet die Regenbogenparade am Wiener Ring.
Um 12 Uhr startet die Regenbogenparade am Wiener Ring. ©APA/Herbert Neubaue
Heute, Samstag, findet die Regenbogenparade in Wien statt. Rund 500.000 Teilnehmer werden erwartet. Um 12 Uhr startete die Parade beim Burgtheater. Bei der Abschlusskundgebung werden zahlreiche prominente Gäste eine Ansprache halten.
500.000 Menschen erwartet
Ring 11 Stunden lang gesperrt
Wiener Linien führen Regenbogenparade an
Programm der EuroPride
Regenbogen-Zebrastreifen vor dem Burgtheater
Programm der Hauptuni Wien
"We ride with pride"
Umleitungen und Öffi-Einschränkungen

Die Wiener Regenbogenparade wird heute, Samstag, zum 24. Mal über die Ringstraße ziehen. Der Veranstalter, die Homosexuelle Initiative Wien (HOSI), erwartet bis zu 500.000 Teilnehmer, die gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen demonstrieren werden. Das wäre ein neuer Rekord. Ein "Allzeit"-Hoch gibt es auch bei den Beiträgen. Es sind gut 60 Prozent mehr als 2018.

Start ist um 12.00 Uhr beim Burgtheater, dann setzt sich der Zug in Bewegung - auch dieses Mal wieder gegen die Fahrtrichtung über den Ring. Für die Abschlusskundgebung sind Statements von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst angekündigt. Vor der Parade wird Van der Bellens Vorgänger Heinz Fischer einige Worte an die Teilnehmer richten.

Die letzten Vorbereitungen für die Wiener Regenbogenparade

Die Route führt entgegen der Fahrtrichtung über die Ringstraße. Die ersten Teilnehmer - heuer gibt es mit 107 gemeldeten Beiträgen einen neuen Rekord - sammelten sich bereits am Vormittag, um letzte Vorbereitungen an ihren Wägen und Outfits zu erledigen.

Schon am Vormittag herrschte im Areal beim Burgtheater reger Zulauf. Menschen in Regenbogenoutfits - von Socken über T-Shirts bis zum Hut - strömten auf den zum PrideVillage umfunktionierten Rathausplatz, der neben Gastroangeboten auch zahlreiche Infozelte von Parteien und Gruppierungen beherbergte. Aus den Lautsprechern schallte bereits Partymusik.

500.000 Menschen bei der Regenbogenparade in Wien erwartet

Am Ring selbst positionierten sich bereits die ersten Gruppen und Wägen. Es wurde gehämmert, getackert, letzte Plakate wurden angebracht. Manch ein Teilnehmer saß am Grasstreifen neben dem Ring und feilte noch am Outfit - die Regenbogenparade ist bekannt für das schrill-bunte Styling der Teilnehmer. Eine Frauengruppe, ebenfalls in Regenbogenoutfits und Paillettenhüten unterwegs, brachte die Stimmung auf den Punkt: "Jetzt ist es noch ruhig hier. Die Ruhe vor dem Sturm quasi."

Damit mögen sie wohl Recht haben. Denn es gibt heuer so viele Beiträge - dabei handelt es sich um Wägen und um Fußgruppen - wie noch nie. Die Zahl wurde von zuletzt 106 noch auf 107 nach oben korrigiert. Die Veranstalter, die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI), rechnet mit bis zu 500.000 Menschen, die sich der Parade anschließen und mit um den Ring ziehen werden. Das wäre ebenfalls ein neuer Rekord.

Prominente Teilnehmer haben sich angekündigt

Auch einige prominente Teilnehmer haben sich angekündigt: Hermes Phettberg soll wieder dabei sein, Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst und viel Polit-Prominenz - vorrangig von roter, grüner und pinker Couleur. Dazu zählen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, die Wiener Stadträte Jürgen Czernohorszky, Peter Hacker und Kathrin Gaal (alle SPÖ), die ehemalige grüne Spitzenkandidatin und EU-Mandatarin Ulrike Lunacek sowie NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger.

Trotz all der Partystimmung ist den Veranstaltern wichtig, zu betonten, dass es sich dabei in erster Linie um eine Demonstration für die Gleichberechtigung von LGBTIQ-Menschen - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen handelt.

Am Wiener Ballhausplatz wurde bereits demonstriert

Während im Areal um das Burgtheater noch die letzten Vorkehrungen für den großen Umzug zu Mittag getroffen wurden, wurde nicht weit davon entfernt am Vormittag tatsächlich schon demonstriert: Am Ballhausplatz riefen die KZ Verbände Wiens und Niederösterreichs, die Grünen Andersrum, Soho Wien und die Sozialistische Jugend zur "Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet wurden".

"Ziel ist, das Leben zu feiern und die NS-Opfer nicht zu vergessen", erklärte Organisatorin Dagmar Schindler vom KZ Verband Wien der APA. Im Zuge dessen wurde das dort befindliche Deserteursdenkmal u.a. mit Nelken, Kerzen und Erinnerungen an Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung ins Konzentrationslager mussten, geschmückt. Ebenso platzierten die Teilnehmer Plakate mit Sprüchen wie "Süden macht Spaß" samt Paar in eindeutiger Pose oder "Jesus hat alle geliebt".

Wohl Hintergrund dieser Botschaften: Der Ballhausplatz wird ab 14.00 Uhr auch Schauplatz einer weiteren Kundgebung. Dann sammeln sich Strenggläubige für den mittlerweile am Regenbogenparadentag fast schon traditionellen "Marsch für die Familie", zu dem die "Plattform Familie" aufrief. Schindler versicherte auf APA-Nachfrage - trotz eindeutiger Botschaften - die Teilnehmer des Familienmarsches mit der Denkmal-Dekoration nicht provozieren zu wollen. Dann geht es in Begleitung einer Blasmusikkapelle zum Stephansplatz, wo ab 16.00 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet. Als bekannteste Rednerin ist die nicht amtsführende Stadträtin Ursula Stenzel angekündigt.

Groß in Berührung werden die Teilnehmer dieser Veranstaltung mit den Teilnehmern der Regenbogenparade wohl nicht kommen. Denn: Die Regenbogenparade führt gegen die Fahrtrichtung über den Ring. Es geht vorbei an Parlament, Heldenplatz und Staatsoper. Anschließend führt die Strecke über den Stubenring zum Schwedenplatz und auf den Franz-Josefs-Kai. Schließlich vorbei an der Börse und an der Universität zurück zum Rathausplatz, wo die Spitze des Zuges gegen 17.30 Uhr erwartet wird.

Abschlusskundgebung in Wien mit prominenten Rednern

Im Anschluss findet eine Abschlusskundgebung mit einer durchaus prominenten Rednerliste statt: Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird sprechen, ebenso EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst. Angekündigt wurde außerdem, dass vor dem Start der Parade Van der Bellens Vorgänger Heinz Fischer eine kurze Rede am Rathausplatz halten werde.

Öffi-Einschränkungen in Wien

Die Parade hat auch Auswirkungen auf die Fortbewegungsmöglichkeiten von Nicht-Paradeteilnehmern: Die Autofahrerclubs raten, den Ring und den Franz-Josefs-Kai ebenso wie die "2er-Linie" möglichst zu meiden und großräumig zu umfahren. Wer in die Innenstadt wolle, solle auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Wobei es auf den Bim-Ringlinien sowie auf den Autobuslinien in der Innenstadt zu Kurzführungen und Umleitungen kommt. Mit den Öffi-Einschränkungen ist ab 8.00 Uhr zu rechnen. Die Linie 3A sowie die Vienna Ring Tram fahren überdies den ganzen Tag nicht.

Zwei Kilometer langer Zug entlang des Wiener Rings

Sommerhitze, Menschenmassen und viel Party: Mit einer halben Stunde Verspätung ist die Wiener Regenbogenparade schließlich gestartet. Der Zug war heuer rund zwei Kilometer lang. In Summe nahmen 107 Wägen und Fußgruppen an der Parade teil - so viele wie noch nie. Überdies rechneten die Veranstalter, die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI), mit bis zu 500.000 Besuchern. Das wäre ein Rekord.

Kurz vor dem Start hielt Ex-Bundespräsident Heinz Fischer unter viel Gejohle und Applaus eine kurze Ansprache. Dabei mahnte er Zusammenhalt ein: "Gemeinsam können wir sehr, sehr, sehr viel erreichen." Ebenfalls kurze Reden hielten u.a. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, der grüne Bundessprecher Werner Kogler, SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky und NEOS-Klubobmann Christoph Wiederkehr. Sie alle unterstrichen, sich für die Rechte von LGBTIQ-Menschen - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen - einzusetzen.

Die sommerlich heißen Temperaturen taten dem Zustrom zur Parade keinen Abbruch: Menschenmassen säumten den Ring, um mit den Teilnehmern zu feiern. Heuer gab es 107 Beiträge, also Wägen und Fußgruppen, die die Parade bildeten. Das sind laut Organisatoren um 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei der Dekoration wurde teils viel Aufwand betrieben. Ebenso beim Styling: So gab es Engel, Bräute, Paare im Partnerlook, die Regenbogenfarben waren omnipräsent. Ebenfalls mit dabei waren Trommler- und Dudelsack-, oder Biker-Gruppen. Wummernde Bässe, mit denen die Trucks bestückt wurden, sorgten auf der Route für Stimmung.

(APA/Red)

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