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Harald Krassnitzer feiert 60er: "Ich habe nach wie vor eine unbändige Neugier"

Publikumsliebling mit Bestandsgarantie: "Tatort"-Schauspieler Harald Krassnitzer wird 60
Publikumsliebling mit Bestandsgarantie: "Tatort"-Schauspieler Harald Krassnitzer wird 60 ©APA/HERBERT NEUBAUER
Am 10. September begeht Publikumsliebling Harald Krassnitzer seinen 60. Geburtstag - was den Jubilar nach eigenen Angaben nicht uneingeschränkt freut. Der ORF feiert den TV-Liebling mit mehreren Sendungen.
"Tatort" mit Krassnitzer sorgt für Millionenquote
Krassnitzer auch politisch engagiert

Mit Harald Krassnitzer feiert einer der unbestrittenen Publikumslieblinge der heimischen Fernsehlandschaft runden Geburtstag: Der "Bergdoktor", "Winzerkönig" und vor allem "Tatort"-Kommissar wird am kommenden Donnerstag (10. September) 60 Jahre alt. Nicht viele Schauspieler sind derart präsent auf den Bildschirmen wie der gebürtige Salzburger - und derart etabliert in ihrer Position.

Lebensstationen eines Publikumslieblings

Geboren wurde Harald Krassnitzer am 10. September 1960 in Gröding bei Salzburg. Parallel zu einer Lehre zum Speditionskaufmann absolvierte er von 1984 bis 1988 eine Schauspielausbildung an der Elisabethbühne in Salzburg. Es folgten Engagements am Grazer Schauspielhaus, am Wiener Volkstheater und am Staatstheater Saarbrücken. Nach seiner Rückkehr an das Volkstheater, wo er von 1992 bis 1995 engagiert war, zog es den Salzburger dann aber bald in sein eigentliches Habitat: Das Fernsehen. Der Durchbruch gelang ihm hier 1997 als Nachfolger des bayerischen Schauspielers Gerhart Lippert als "Der Bergdoktor".

Bis 2005 war der zweifache Romy-Preisträger in der Rolle des Dr. Justus Hallstein zu sehen, danach folgte "Der Winzerkönig". 1999 wurde "Tatort", die seit 1970 produzierte Fernsehkrimiserie der ARD und des ORF, mit Krassnitzer als Chefinspektor Moritz Eisner um ein österreichisches Ermittlerteam erweitert, wobei seit nun mehr zehn Jahren mit Adele Neuhauser als Bibi Fellner eine kongeniale Partnerin an seiner Seite ist.

In den vergangenen 15 Jahren war der Schauspieler darüber hinaus neben einzelnen Theaterauftritten auch in Film- und Kinoproduktionen zu sehen, darunter als Schwiegermutter-Liebling in "Der Ferienarzt auf Korfu" (2003), in "Der Bär ist los" (2008) neben Erwin Steinhauer oder in "Hochzeit in Rom" (2017).

Harald Krassnitzer: Nicht nur Schauspieler

Das Schauspiel ist jedoch nicht das einzige künstlerische Betätigungsfeld des Vielarbeiters, der mit seiner Ehefrau, der deutschen Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer, teils in Deutschland, teils in Tirol lebt: Im Vorjahr veröffentlichte Krassnitzer mit dem Buch "Rauhnächte" (Residenz Verlag) eine Zusammenschau seiner liebsten Erzählungen rund um die Rauhnächte.

Neben seinen Film- und Fernsehengagements ist Krassnitzer Co-Eigentümer der Medienproduktionsfirma 'Blinklicht' und setzt sich auf verschiedensten Ebenen für wohltätige Zwecke ein. So ist der Star seit langem Unterstützer der Hilfsorganisation AMREF Austria (African Medical and Research Foundation), trat für die Opferschutzorganisation Weißer Ring in Aktion und engagierte sich 2015 bei den "Voices of Refugees" am Heldenplatz. Als bekennender Sozialdemokrat beteiligte sich Krassnitzer überdies immer wieder in SPÖ-Wahlkämpfen, Alfred Gusenbauer bezeichnete er stets als Freund. Und seit 2006 fungiert der Salzburger als Kuratoriumsvorsitzender der SPÖ-nahen Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik.

Krassnitzer im Interview: "Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt"

Nun feiert Harald Krassnitzer 60. Geburtstag - was einem der erfolgreichsten Fernsehschauspieler nicht nur uneingeschränkt Freude bereitet, wie er im APA-Interview gesteht: "Ich leide an zwei Daten im Jahr immer: Das ist der Geburtstag und das ist Weihnachten." Es gehe ihm dabei nicht um das Feiern an sich, aber er stehe einfach nicht gerne im Mittelpunkt.

"Jetzt gehen wir einmal davon aus, dass ich das Datum noch lebend erreichen werde", gibt sich der Schauspieler lachend vorsichtig - "denn es gibt keinen Anlass, davon nicht auszugehen" - sei aber natürlich eine Ehre, dass etwa der ORF in seinem Programm eine Würdigung vorgesehen hat, wie sie nur selten lebenden Künstlern zuteilwird. Unbeschadet davon hält der gebürtige Salzburger sein nach wie vor frappant hohes Arbeitstempo unvermindert bei. "Ich habe nach wie vor eine unbändige Neugier. Und das ist meine Antriebskraft und meine Motivation", erklärt sich der angehende Jubilar seine anhaltende Freude am Beruf.

"Tatort ist eigentlich nie so dominant in meiner Karriere gewesen"

Zur langen Karriere des Publikumslieblings gehört selbstredend nicht zuletzt die Rolle des Moritz Eisners, des heimischen "Tatort"-Ermittlers, dessen neuester Fall "Pumpen" - wieder gemeinsam mit Partnerin Adele Neuhauser als Bibi Fellner an seiner Seite - am Sonntag (6. September) in ORF 2 zu erleben ist. Dass mit Regisseur Andreas Kopriva und dem Autorenduo Robert Buchschwenter und Karin Lomot wieder "Tatort"-Debütanten mitverantwortlich zeichneten, sieht Krassnitzer als großen Vorteil.

"Das Wichtigste ist, nicht stehen zu bleiben, sondern immer einen frischen Blick auf die eigene Figur zu bekommen", steht für den Schauspieler fest. Zugleich habe der "Tatort" in seiner Laufbahn subjektiv weit weniger Präsenz als es vielfach von den Fans empfunden werde, auch wenn mittlerweile bereits der 50. Einsatz für Moritz Eisner abgedreht ist: "Für mich ist der 'Tatort' eigentlich nie so dominant in meiner Karriere gewesen, wie es manchmal von außen wirken mag. Ich drehe im Schnitt zwei Mal im Jahr eine Folge, mache aber auch viele andere Sachen dazwischen."

Zugleich sei die Schauspielerei in sich wenig planbar. "Der Beruf des Schauspielers ist letztlich einer, bei dem man immer mit der Unsicherheit leben muss. Egal, wie erfolgreich man ist, wacht man doch immer wieder nachts auf und fragt sich, ob das Ganze auch so weitergehen wird. Aber ich lebe mit dieser Situation nun schon seit vielen Jahrzehnten und habe damit zu leben gelernt."

Nachdenkliche Worte zur Corona-Pandemie

Eine Unsicherheit der anderen Art ergibt sich indes durch die gegenwärtige Corona-Pandemie: "Wir sind, um es mit Antonio Gramsci auszudrücken, in einer Phase, in der das Alte stirbt und das Neue noch nicht geboren werden kann." Das Fatale in seinen Augen sei dabei vor allem, dass das Zwischenmenschliche unterdrückt werden müsse, so Krassnitzer: "Das Schlimme ist, dass Corona die Vertrauensbasis zwischen den Menschen zerstört." Da frage man sich als Vater etwa, ob es jetzt gut war, den eigenen Sohn umarmt zu haben, wenn der vom Studienort auf Besuch komme.

Und zugleich biete die Coronakrise auch die Chance, vieles zu hinterfragen: "Wie wichtig sind uns Menschen in unserem Leben? Wie gehen wir mit der Umwelt um? Wie stellen wir unsere Wirtschaft auf?"

(Das Gespräch führte Martin Fichter-Wöß/APA)

Harald Krassnitzer wird 60: Der ORF feiert den TV-Liebling

Am 10. September feiert Harald Krassnitzer als eines der erfolgreichsten Fernsehgesichter des deutschen Sprachraums nun also seinen 60. Geburtstag - und der ORF feiert mit. So würdigt man das verlässliche Zugpferd mit einem wahren TV-Reigen. Bereits am Samstag (5. September) wird ab 9.05 Uhr in ORF 2 "Die Geschichte von Bruno" erzählt - einem Braunbären auf der Suche nach einem neuen Revier.

Es folgt um 11.20 Uhr die Krimikomödie "Trau niemals deiner Frau", in der Krassnitzer neben Kollegen wie Fritz Karl und Simon Schwarz zu erleben ist. Um eine unheimliche Angetraute geht es auch in "Meine fremde Frau" am 12. September um 20.15 Uhr in ORF 2, wobei Krassnitzer hier neben TV-Gattin Ursula Strauss mit Nicholas Ofczarek, Philipp Hochmair oder Cornelius Obonya weitere Stars neben sich weiß.

Eine bevorstehende "Hochzeit in Rom" führt Krassnitzer noch am 6. September ab 14.30 Uhr in ORF 2 in die italienische Hauptstadt, während es ihn in "Familie Wöhler auf Mallorca" (am 9. September ab 20.15 Uhr auf ORF 2) auf die Balearen verschlägt. Und natürlich ist Krassnitzer auch in seiner Paraderolle des "Tatort"-Kommissars Moritz Eisner zu erleben, wenn ebenfalls am Samstag (5. September) mit "Tod unter der Orgel" um 22.10 Uhr in ORF 2 einer der ersten Fälle des Ermittlers wiederholt wird, bevor tags darauf zur Hauptsendezeit mit "Pumpen" der neueste Fall des Duos Eisner/Fellner folgt.

Großer Filmschwerpunkt rund um Harald Krassnitzer

Parallel dazu startet auch ORF III einen großen Filmschwerpunkt zum Geburtstagskind. Auch in ORF III ist am 11. September um 20.15 Uhr die "Hochzeit in Rom" zu sehen, der sich "Trau niemals deiner Frau" (um 21.50 Uhr) anschließt. Am 12. September folgt ab 10.55 Uhr der Zweiteiler "Die Dickköpfe" mit Ottfried Fischer als Leinwandpendant für Krassnitzer. Hier schließen sich nahtlos die Fernsehfilmen "Der Wettbewerb" (14 Uhr) und "Gefährliche Gefühle" (15.30 Uhr) an. Am Sonntag (13. September) werden dann "Die Dickköpfe", die "Hochzeit in Rom" sowie "Trau niemals deiner Frau" in ORF III wiederholt.

Und auch abseits der Charakterrollen ist der Jubilar im Fernsehen präsent. So erkundet er am 6. September um 9.05 Uhr in ORF 2 gemeinsam mit Peter Schneeberger seine "Orte der Kindheit" im Salzburger Land. Und passend dazu zeigt "Salzburg heute" am 10. September ab 19 Uhr ein Porträt samt Interview mit Krassnitzer.

(APA/Red)

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