"Extrem ernst": Das ist die WHO-Reaktion auf Omikron

Tedros Adhanom Ghebreyesus informierte darüber, dass die WHO die Omikron-Variante "extrem ernst" nehme.
Tedros Adhanom Ghebreyesus informierte darüber, dass die WHO die Omikron-Variante "extrem ernst" nehme. ©APA/AFP/FABRICE COFFRINI (Symbolbild)
Neuigkeiten zur Reaktion der WHO auf Omikron: Deren Chef, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat unterstrichen, dass die WHO die neue Variante des Coronavirus "extrem ernst" nimmt.
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Er wandte sich an Minister und Diplomaten der 194 Mitgliedsländer, die an einer WHO-Sondersitzung über einen möglichen weltweiten Pandemievertrag teilnahmen. Die WHO teilte ihre bisherigen Erkenntnisse über Omikron anschließend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Grund für fehlendes Ende der Corona-Pandemie

Solange die Welt es zulasse, dass die Pandemie sich hinziehe, seien Entwicklungen wie die Herausbildung einer neuen Virusvariante nicht überraschend, sagte Tedros. Dass die Pandemie bisher nicht beendet worden sei, liege unter anderem daran, dass die Impfstoffe unfair verteilt seien und dass Schutzmaßnahmen nicht überall konsequent umgesetzt würden.

Der Großteil der Impfstoffe wurde bisher in reichen Ländern verabreicht, während mehrere Dutzend ärmere Länder mangels Impfstoff nach wie vor erst einen Bruchteil ihrer Bevölkerungen impfen konnten.

Südafrika und Botswana waren auf Omikron-Variante gestoßen

Tedros lobte Südafrika und Botswana, die die neue Variante entdeckt und sequenziert und die Informationen darüber schnell geteilt hatten. Er kritisierte Reisebeschränkungen gegen die Länder im südlichen Afrika. "Ich finde es sehr bedenklich, dass diese Länder jetzt von anderen dafür bestraft werden, dass sie das Richtige getan haben", sagte er. Für solche flächendeckenden Maßnahmen gebe es keine Grundlage. "Die globale Reaktion muss ruhig, koordiniert und kohärent sein", sagte Tedros.

(APA/Red)

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