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Aufregung um Vergleich von "Operation Luxor" mit "Kristallnacht"

Im Rahmen der "Operation Luxor" kam es zu zahlreichen Hausdurchsuchungen.
Im Rahmen der "Operation Luxor" kam es zu zahlreichen Hausdurchsuchungen. ©APA/BMI
Jener Salzburger Politologe, der im Rahmen der "Operation Luxor" gegen die Muslimbrüder ins Visier der Behörden geraten ist, hat die Razzien nun in Zusammenhang mit den Novemberpogromen gestellt.
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Er kritisiert in einem Online-Beitrag für eine Initiative der Georgetown University, dass die Razzien ausgerechnet am Jahrestag der sogenannten "Kristallnacht" stattgefunden hätten.

Kultusministerin Susanne Raab und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) kritisierten die Äußerungen.

Razzia gegen Muslimbrüder: Politologe zog Pogrom-Vergleich

Für den Politikwissenschafter geht die österreichische Regierung bereits in eine totalitäre Richtung, wie er auf der Seite der Islamophobie-Initiative schrieb - nicht nur durch die Kriminalisierung des Islam, sondern auch durch den Versuch, die Meinungsfreiheit zu verbieten. Der Vorstoß, den politischen Islam zu einer Straftat zu machen, untergrabe die Glaubwürdigkeit der Gedenkfeiern zur "Kristallnacht", schreibt der Wissenschafter.

Vergleich für Raab "ungeheuerlich" - Nehammer: "völlig geschmacklos"

"Dieser ungeheuerliche Vergleich verharmlost die schrecklichen Verbrechen des Nationalsozialismus und setzt sie dem legitimen und notwendigen Kampf gegen den Extremismus gleich", meinte Raab in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Für Nehammer ist die Gleichstellung des Novemberpogroms "mit dem legitimen und entschlossenen Auftreten gegen den radikalen politischen Islam" nicht nur völlig geschmacklos, "sondern vielmehr Ausdruck einer antidemokratischen Haltung".

Auch der muslimische Theologe Mouhanad Khorchide zeigte sich im "Neuen Volksblatt" entsetzt: "Wie kann man den Beginn der Ermordung von Millionen Juden mit einer Razzia gleichsetzen?"

Politologe will keinen Pogrom-Vergleich gezogen haben

Der von der Razzia gegen die Muslimbrüder betroffene Salzburger Politologe Farid Hafez wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe das Vorgehen der Polizei mit den NS-Novemberpogromen verglichen. Es handle sich um keine Gleichsetzung, beteuerte Hafez am Montag im Ö1-"Mittagsjournal".

"Ich finde es auch nicht richtig, so etwa gleichzusetzen, das würde ich so auch nicht tun", reagierte Hafez auf Empörung über seine Aussagen am Wochenende. Gleichzeitig erneuerte der in Salzburg tätige Politikwissenschafter aber seine Kritik am Vorgehen der Polizei und der Politik. Denn weder der "politische Islam", noch die Zugehörigkeit zur Muslimbruderschaft sei in Österreich ein Straftatbestand.

(APA/Red)

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