Villarreal: Trainer Marcelino und sein Giftpfeil gegen Rapid

Von David Mayr
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Villarreal-Coach Marcelino García Toral will mit seiner Mannschaft den Gruppensieg.
Villarreal-Coach Marcelino García Toral will mit seiner Mannschaft den Gruppensieg. - © EPA/Domenech Castillo
Villarreal-Trainer Marcelino García Toral zeigt sich wenig begeistert von Rapids Leistung beim grün-weißen Sieg im Europa-League-Hinspiel, Christopher Dibon hat darauf die passende Antwort parat.

– aus Castellón de la Plana –

Mitte September brach Rapid zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase die Erfolgsserie von Villarreal. Das “gelbe U-Boot” war mit zwei Siegen und einem Remis in die Primera División gestartet, bevor man im Happel-Stadion überraschend mit 1:2 den Kürzeren zog.

Bis Anfang Oktober waren die Wiener die einzige Mannschaft, die imstande gewesen war, den spanischen Spitzenklub zu schlagen. Villarreal besiegte in der Folge auch die renommierten Gegner Athletic Bilbao (3:1) und Atlético Madrid (1:0).

Villarreal kämpft mit Verletzungspech

Doch dann ging das Team aus der 50.000-Einwohner-Stadt Vila-Real nahe Valencia auf eine sportliche Talfahrt. In den letzten sechs Runden der Primera División gab es nur einen einzigen Sieg, dennoch liegt die Truppe von Trainer Marcelino García Toral auf Platz vier der spanischen Meisterschaft – dem starken Saisonstart sei Dank.

Auf Verletzungspech will sich der Coach nicht ausreden, wie wohl er auf der Pressekonferenz vor dem Wiedersehen mit Rapid (Donnerstag, 21:05 Uhr, live auf Puls 4 und Sky) einräumte: “Wir haben kleine Probleme im Angriff gehabt, weil immer wieder ein Stürmer verletzt war. Die vielen englischen Wochen machen es da nicht leichter.”

Zuletzt musste Marcelino beim 1:1 gegen Eibar auf die Angreifer Leo Baptistão – Torschütze vor etwas mehr als zwei Monaten in Wien – und Adrián López verletzungsbedingt verzichten. Mit Roberto Soldado und Cédric Bakambu stünden allerdings zwei brandgefährliche Offensivkräfte bereit. Fix für Donnerstag ausfallen werden Torhüter Sergio Asenjo und Innenverteidiger Daniele Bonera.

Marcelino: “Hinspiel-Gegentore waren mehr unser Verdienst”

Dass die Spanier – wie in Wien – mit einer B-Elf antreten, dürfte im Heimspiel ausgeschlossen sein, zumal sie immer wieder betonten, wie wichtig ihnen der erste Gruppenplatz wäre. Um diesen erreichen zu können, benötigen sie gegen Rapid einen Sieg. “Für uns ist es wichtig, als Erster weiterzukommen, damit wir danach eine weniger schwierige Auslosung bekommen”, stellte Linksverteidiger Jaume Costa einmal mehr klar. Sein Coach erwartet gegen Rapid “ein Spiel, in dem wir dominieren werden, wo wir aber aufpassen müssen, dass wir ihnen keine Konter geben”. Dort sieht der 50-Jährige eine große Stärke der Wiener. Aber: “Wenn wir das Tempo gehen, das wir aus der spanischen Liga gewohnt sind, sollten wir auf jeden Fall einen Vorteil haben.”

Neben einigen freundlichen Sätzen über die Qualität der Grün-Weißen (“Rapid hat heuer jedem Gegner auf internationalem Niveau Probleme bereitet.”), lässt Marcelino jedoch auch durchklingen, dass er von der spielerischen Leistung des Gegners aus Österreich im Hinspiel nicht besonders angetan war: “Dass Rapid uns im Hinspiel zwei Tore aus Standards machte, war mehr unser Verdienst als ihrer. Wir müssen solche Aktionen besser verteidigen, das ist ein entscheidender Faktor.” Und der Mann aus Asturien ist von seiner Truppe überzeugt: “Ich glaube absolut an meine Mannschaft”, bekräftigte er.

Rapid-Verteidiger Christopher Dibon zeigte sich von diesen Aussagen unbeeindruckt: “Wenn er das so sieht, ist das in Ordnung. Es spricht ja auch für uns, dass die Standards gut geschossen waren”, sagte der 25-jährige Niederösterreicher trocken. “Mir ist eigentlich egal, was der Trainer von ihnen gesagt hat und ich glaube, so schlecht haben wir in Wien nicht gespielt, wenn es 2:1 für uns ausgegangen ist.”

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