Tomi nach Rapid-Eröffnung: “Das Allianz-Stadion verdient Titel”

Von David Mayr
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Die Eröffnung des Allianz-Stadions ist für Rapid rundum geglückt.
Die Eröffnung des Allianz-Stadions ist für Rapid rundum geglückt. - © APA/Hans Punz, VIENNA.at/David Mayr
Rapid Wien feiert mit dem 2:0-Sieg gegen Chelsea eine gelungene Premiere im Allianz-Stadion. Neuzugang Joelinton erzielt das erste Tor im neuen Heim, Tomi Correa trifft zum Schlusspunkt und ist im VIENNA.at-Gespräch überwältigt.

Alte Heimat, neues Zuhause – unter diesem Motto bat Rapid am Samstagnachmittag zum feierlichen Einzug ins brandneue Allianz-Stadion und über 28.000 Fans folgten dem Aufruf. Nach zwei Jahren im ungeliebten Happel-Oval spürt die Mannschaft endlich wieder hautnah die Unterstützung von den Rängen, vor allem der “Block West” auf der Südtribüne erscheint beeindruckend.

10.000 vom harten Kern standen dort durch die große Neigung des Ranges hoch aufgereiht, klatschten bewegt, als die 90-jährige Klublegende Alfred Körner im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten die alte Vereinshymne sang, pfiffen gnadenlos, als SPÖ-Stadträtin Renate Brauner über die 20-Millionen-Finanzspritze der Stadt Wien sprach, brüllten ihr Team von Anpfiff weg nach vorne und jubelten über die Tore von Joelinton und Tomi Correa, die den 2:0-Sieg im Test gegen den englischen Topklub Chelsea bedeuteten.

Rapid gegen Chelsea: Infight mit Diego Costa

Viel hat sich Rapid für die erste Saison in der neuen Arena, mit der man auf ökonomischer Ebene in neue Sphären vordringen will, vorgenommen. Die Basis für einen erfolgreichen Start in die Bundesliga am nächsten Wochenende (Samstag, 16:00 Uhr, live auf Sky und im VIENNA.at-Liveticker) an selbem Ort gegen Ried ist gelegt, auch wenn der Sieg gegen die “Blues” aus der Premier League nicht überbewertet wird: “Chelsea steckt mitten in der Vorbereitung, wir sind eine Woche vor Meisterschaftsbeginn”, erinnerte etwa Christopher Dibon in der Mixed Zone.

Der Innenverteidiger kam in der zweiten Hälfte zum Einsatz und lieferte sich das ein oder andere harte Duell mit Agent Provocateur Diego Costa. “Ein Spieler, der unbedingt gewinnen will, egal, ob es ein Vorbereitungsmatch ist oder nicht”, sagte der Niederösterreicher über den Hispano-Brasilianer.

Rapid-Torschütze Tomi: “Ein unvergesslicher Tag”

Im Gegensatz zu Costa, durfte der Spanier im Rapid-Kader am Samstag über einen Treffer jubeln. Tomi Correa staubte in der 82. Minute ab, nachdem Chelsea-Ersatzgoalie Asmir Begović einen Schuss von Thomas Murg suboptimal abgewehrt hatte. Rapids erstes Tor vor dem neuen “Block West”, der die grün-weiße Jubeltraube ohrenbetäubend feierte. “Das Ganze ist einfach unglaublich! In diesem Stadion gegen Chelsea zu spielen und dann auch noch ein Tor vor unserer Fan-Tribüne zu schießen – unfassbar, ein unvergesslicher Tag”, konnte Tomi sein Glück im Gespräch mit VIENNA.at kaum fassen.

Wie auch Kapitän Steffen Hofmann (“Ein perfekteres Stadion hätten sie hier nicht herbauen können”), zeigte sich auch der 31-jährige Stürmer von der neuen Heimstätte begeistert: “Das Stadion ist beeindruckend. Super modern, wir haben großartige Kabinen, einen tollen Rasen und fantastische Fans, die uns immer unterstützen. Mehr kann man sich nicht wünschen, jetzt kommt’s auf uns an.”

Was diese Fans schon lange herbeisehnen, weiß auch der Mann aus Teneriffa, der heuer in seine zweite Saison mit Rapid geht: “Dieses Stadion und diese Fans verdienen sich endlich einen Titel. Hoffentlich ist das heuer möglich.” Rapids bisher letzter Trophäengewinn ist bereits über acht Jahre her. Als die Hütteldorfer unter dem damaligen Trainer Peter Pacult 2008 die Meisterschaft holten, wechselte Tomi gerade vom spanischen Drittligisten Logroñés in die vierte Leistungsstufe zu Tegueste.

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