Rapid-Stürmer Tomi: “Meisterschaft entschieden? Schau’ mal nach Spanien”

Von David Mayr
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Rapids Tomi hatte am Sonntag allen Grund zur Freude.
Rapids Tomi hatte am Sonntag allen Grund zur Freude. - © APA/Hans Punz
Tomi Correa, Rapids Mann der Stunde, freut sich gegenüber VIENNA.at über einen “Nachmittag, von dem ich lange geträumt habe” und schreibt die Meisterschaft für die Grün-Weißen noch nicht ab.

Er war ein gefragter Mann in der Mixed Zone des Ernst-Happel-Stadions am späten Sonntagnachmittag. Im ersten Wiener Derby, in dem Tomi Correa von Beginn an die Chance bekam, schoss er Rapid mit seinem Goldtor zum 1:0-Sieg über die Austria.

Geduldig beantwortete der Spanier danach die Fragen nach dem Befinden, bevor er seiner Freude gegenüber VIENNA.at in seiner Muttersprache freien Lauf ließ: “Einfach unglaublich! Ein Nachmittag, von dem ich lange geträumt habe”, jubelte der 31-jährige Ex-Grödiger über einen “unvergesslichen Tag”.

Tomi: Meister der Effizienz

Tomi ist zwar in nur sieben von bisher 31 Bundesligaspielen in dieser Saison zum Einsatz gekommen ist, doch während man ihn im Derby von der Tribüne aus beobachtete, beschlich einen das Gefühl, dass der schlaksige Linksfuß spät, aber doch bei den Grün-Weißen angekommen ist.

Seine Quote kann sich sowieso sehen lassen: Vier Treffer in acht Pflichtspieleinsätzen, alle 90,5 Minuten ein Tor. Damit verfügt Tomi über den besten Durchschnittswert aller Spieler im Kader Zoran Barišić‘. Dennoch, der Mann von der Ferieninsel Teneriffa bleibt bescheiden: “Ich trainiere jeden Tag, um der Mannschaft helfen zu können, wenn sie mich braucht. Dann entscheidet der Trainer, ob ich spiele oder nicht.”

Zoran Barišić: “Jelić ist momentan vom Pech verfolgt”

Das tat er zuletzt zweimal. Gegen den WAC vor einer Woche und nun gegen die Austria zahlte Tomi das in ihn gesetzte Vertrauen mit je einem Tor zurück. Die sechs Wochen zuvor, in denen er zwischen Ersatzbank und Tribüne gependelt und nicht zum Einsatz gekommen war, sind Vergangenheit. “Ich habe immer an mich geglaubt, habe gewusst, dass meine Chance irgendwann kommen würde. Und Gott sei Dank kann ich sie nutzen.”

Trainer Barišić erklärte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, weshalb er sich erneut für Tomi im Sturmzentrum entschieden hatte: “Jelić ist momentan etwas vom Pech verfolgt. Tomi hat gute Trainingsleistungen gezeigt und derzeit das Glück auf seiner Seite. Er hat bewiesen, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist.”

Tomi will die Meisterschaft noch nicht abschreiben

Durch den Erfolg im Derby hat Rapid den Negativlauf von fünf Spielen ohne Sieg beendet und den Rückstand auf Titelverteidiger und Tabellenführer Red Bull Salzburg bei sechs Punkten gehalten. “Diese Truppe ist beeindruckend! Wir hatten einige Probleme während des Jahres und sie ist immer wieder aufgestanden. Das heute war somit keine Überraschung”, lobte Tomi seine Kollegen.

Auch wenn sich die Experten bei nur noch fünf ausstehenden Runden weitgehend einig sind, dass das Meisterrennen bereits zugunsten der Mozartstädter entschieden ist, will Tomi den Titelkampf noch nicht aufgeben.

“Man weiß nie. Schau’ mal nach Spanien! Vor vier Runden war Barcelona acht Punkte vor Atlético und zwölf vor Real Madrid. Jetzt ist es jeweils nur noch einer. Wir müssen Salzburg wissen lassen, dass sie nicht stolpern dürfen, weil wir dann da sein werden.”

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