Silke Kobald im Interview: “Hietzing als ‘Dorf in der Stadt’ soll erhalten bleiben”

Silke Kobald sprach mit VIENNA.at über ihre Arbeit als Bezirkschefin in Wien-Hietzing.
Silke Kobald sprach mit VIENNA.at über ihre Arbeit als Bezirkschefin in Wien-Hietzing. - © Udo Titz
Vor der Wien-Wahl bittet VIENNA.at die Bezirksvorsteher der 23 Wiener Bezirke zum Interview. Silke Kobald (ÖVP) sprach über Hietzing als “Dorf in der Stadt”, den Hörndlwald, die Parkplatznot und Bildungspläne.

Seit 2013 ist Silke Kobald (ÖVP) Bezirksvorsteherin in Wien-Hietzing und will auch bei der diesjährigen Bezirksvertretungswahl mit ihrem Team an der Spitze bleiben. Mit VIENNA.at sprach sie über die Lebensqualität im Bezirk, Bildungspläne, die Parkplatznot und kommende Projekte.

Silke Kobald über Hietzing im Interview

Was macht Ihren Bezirk aus?

Es gibt so viel Gutes und Bewahrenswertes bei uns in Hietzing und wir schätzen hier die besondere Qualität des Alltags. Wir können hier Natur und Grünräume genießen und haben trotzdem alles in nächster Nähe verfügbar. Wir haben eine hervorragende Gesundheitsversorgung, engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, Geschäftsleute sowie Schulen, um die uns viele beneiden.

Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem Wahlprogramm zur Wien-Wahl? Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden?

Aus meiner Sicht sind folgende Vorhaben für Hietzing besonders dringend und konsequent umzusetzen:

  • Ich werde mit allen Mitteln für den Erhalt des Hörndlwalds kämpfen. Die Stadt Wien muss einen Alternativ-Standort für die geplante Reha-Klinik finden.
  • Ich will Hietzing so grün erhalten und setze mich daher offensiv für die Bewahrung der Grünflächen, die Unantastbarkeit der Landschaftsschutzgebiete sowie für eine rasche Nachpflanzung von Bäumen ein.
  • Ich fühle mich vor allem auch für jene Gebiete in Hietzing verantwortlich, die an Parkplatznot leiden. Ich fordere daher von der kommenden Stadtregierung eine verträgliche Lösung für Hietzing.
  • Für die Sicherheit in Hietzing werde ich die intensive Zusammenarbeit mit der Polizei und proNachbar fortsetzen. Die neue Polizeistation in Lainz wird ein weithin sichtbares Zeichen dafür.
  • Hietzing als „Dorf in der Stadt“ zu erhalten ist uns allen ein Anliegen. Dazu gehört es zB auch, den Ober St. Veiter Wochenmarkt fix in der Marktordnung zu verankern, so wie es beim Markt in der Altgasse gelungen ist.
  • Ich werde Bildung weiter groß schreiben und zB den Hietzinger Bildungsgipfel fortsetzen. Ich setze mich für den Erhalt und den Ausbau der Hietzinger Gymnasien ein und ich will dafür sorgen, dass unsere öffentlichen Kindergärten und Pflichtschulen weiterhin ein guter Platz zum Lernen bleiben.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Parteien im Bezirk?

Wir arbeiten sehr konstruktiv zusammen, was mir persönlich besonders wichtig ist. Denn es sind die Anliegen der Hietzingerinnen und Hietzinger, um die es geht.

Rückblick: Was wurde in der letzten Legislaturperiode in Ihrem Bezirk umgesetzt? Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz?

Wir haben uns als einer der ersten Bezirke Wiens für die Schulsanierung stark gemacht, damit wir möglichst rasch beste Bedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler bieten können. Auch konnten neue Kindergarten- und Hortplätze geschaffen werden, zB am Hietzinger Kai. Auch in Sachen Umweltschutz sind wir weiter gekommen, was zB die Photovoltaikanlage für die Volksschule Dr. Schober- Straße beweist. Besonders erfreulich finde ich unsere neuen Freizeitmöglichkeiten, die wir eingerichtet haben, zB die Calisthenics-Anlage am Roten Berg und den Yolates-Pfad im Maxingpark. Ein schöner Erfolg war es auch, dass wir die Postfiliale in Unter St. Veit vor der Schließung bewahrt haben.

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2015?

Mein Team und ich wollen mit Engagement, Erfahrung und Verständnis für die Anliegen der Hietzingerinnen und Hietzinger den Bezirk weiterhin federführend gestalten.

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