Hernals-Bezirkschefin Ilse Pfeffer: “Durchs Reden kommen die Leut z’am”

Ilse Pfeffer: Hernals lebt nach dem Motto "Durchs Reden kommen die Leut z'am".
Ilse Pfeffer: Hernals lebt nach dem Motto "Durchs Reden kommen die Leut z'am". - © SPÖ Hernals
Vor der Wien-Wahl bat VIENNA.at die Bezirksvorsteher zum Interview. Ilse Pfeffer (SPÖ) spricht über die wichtigsten Punkte ihres Wahlprogramms und sieht ihre Partei auch nach der Wien-Wahl weiterhin als stärkste Kraft im Bezirk.

Ilse Pfeffer ist bereits seit 2002 Bezirksvorsteherin im Bezirk Wien-Hernals und will das mit ihrem Team auch noch nach der Wien-Wahl bleiben. Im Interview mit VIENNA.at spricht sie über den innerstädtischen und zugleich natürlichen Charakter von Hernals, zukünftige Projekte und die SPÖ als soziale Bewegung.

Hernals-Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer im Interview

Was macht Ihren Bezirk aus?

Unser Hernals ist ein lebens- und liebenswerter Bezirk mit hoher Lebensqualität. Es gibt Richtung Gürtel hin dichte Verbauung und einen innerstädtischen Charakter, wohingegen wir Richtung Neuwaldegg immer mehr Natur- und Grünräume haben, die auch für Erholung und ausgedehnte Spaziergänge genutzt werden. Bei uns werden Traditionen gepflegt, gute Nachbarschaftsbeziehungen gepflegt und das Gemeinsame gelebt nach dem Motto “Durchs Reden kommen die Leut z’am”.

Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem Wahlprogramm zur Wien-Wahl? Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden?

Wir wollen Grünräume erhalten und schaffen, weiter in die Bildung investieren, den öffentlichen Verkehr weiter ausbauen mit der Planung der U-Bahnlinie U5 nach Hernals, leistbare Garagenplätze errichten, neue und sichere Radwege schaffen, die Kalvarienberggasse sanieren, zusätzliche Kinderbetreuungsplätze einrichten, die Ganztagesbetreuung an den Schulen ausbauen, vor der Chemiefachschule Rosensteingasse einen neuen Park schaffen, die gute Nachbarschaft weiter fördern und die Hernalser Hauptstraße aufwerten.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Parteien im Bezirk?

Es gibt eine sachliche konstruktive Zusammenarbeit und ich kann mit allen Fraktionen gut zusammenarbeiten. Aufgrund der Tatsache, dass keine Partei eine absolute Mehrheit hat, bei der sie alleine entscheiden könnte, sind für jedes einzelne Projekt stets Mehrheiten zu suchen. Hier wird in den Ausschüssen und Kommissionen der Bezirksvertretung gemeinsam an der positiven Entwicklung unseres Bezirks gearbeitet.

Rückblick: Was wurde in der letzten Legislaturperiode in Ihrem Bezirk umgesetzt? Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz?

Wir haben zahlreiche Initiativen erfolgreich umsetzen können: Neben der Neugestaltung der Ottakringer Straße sind die Neugestaltungen in Dornbach/Neuwaldegg, im Zentralraum Hernals rund um den Elterleinplatz, in der Gegend um die Schadinagasse und der neu gestaltete Vorplatz der S45-Station Hernals mit dem neuen Park und dem Mahnmal gegen Faschismus sicherlich herausragende Projekte. Alle diese Maßnahmen wurden übrigens mit direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürgern geplant. Stolz bin ich auch auf unseren Gemeinschaftsgarten, das Jugendbeteiligungsprojekt, 255 neue Kindertagesheimplätze, acht fertig gestellte Schulsanierungen, die Schaffung von sieben Citybike-Stationen und 330 neuen Radabstellplätzen.

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2015?

Die SPÖ steht in Wien für eine soziale Bewegung, die niemanden ausgrenzt und am Menschen orientierte Sachpolitik macht. Dafür wird sie von den Wählerinnen und Wählern in Wien den klaren Auftrag erhalten, als stärkste Kraft mit Bürgermeister Dr. Michael Häupl weiterhin die Geschicke dieser Stadt zu lenken. In Hernals erwarte ich die SPÖ ebenfalls in der Führungsposition und hoffe persönlich darauf, dass der Zulauf zu rechten Hetzern, die die Menschen nur gegeneinander ausspielen, aber keinerlei sachlichen Lösungen anstreben, sich in Grenzen hält und das positive Klima, das wir in unserem liebenswerten Bezirk haben, nicht vergiftet wird. Ich stehe jedenfalls als Bezirksvorsteherin mit meinem ganzen Team für eine konstruktive Zukunft des Miteinanders in unserem schönen Hernals.

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