Richard Lugner: Alle Fakten zum unabhängigen Baumeister

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Bauunternehmer Lugner im Fokus
Bauunternehmer Lugner im Fokus - © APA/GEORG HOCHMUTH
Als Baumeister, Societylöwe und Betreiber seines selbstbetitelten Einkaufscenters konnte Richard Lugner bisher Aufsehen erregen, nun zieht es den unabhängigen Kandidaten erneut in Richtung Hofburg. Weiter Informationen zum streitbaren Bauunternehmer finden Sie hier.

Richard Lugner – Sein beruflicher Werdegang

Richard Lugner wurde am 11. Oktober 1932 in Wien geboren und wuchs auch dort auf. Nach der Matura im Bereich Hochbau an der Bundesgewerbsschule Wien-Schellinggasse 1953 arbeitete Lugner in einer Wiener Baufirma, wechselte danach in die Bauabteilung der Mineralölfirma Mobil Oil Austria. 1962 erhiet er die Konzession zum Baumeister und spezialisierte sich in seinem neu gegründeten Unternehmen alsbald auf Altbau-Renovierungen sowie die Errichtung von Tankstellen. Mit Aufträgen wie dem Bau des Islamischen Zentrum im 21. Wiener Gemeindebezirks sowie der Renovierung des Stadttempel der jüdischen Kultusgemeinde im ersten Bezirk erlang Lugner viel Aufsehen. Im Jahr 1990 eröffnete er schließlich sein Lugner City-betiteltes, damals siebentgrößte Einkaufszentrum, welches im September 2005 mit der elf Sälen umfassenden Lugner Kino City erweitert wurde. 1997 übertrug Lugner die Baufirma aufgrund seines politischen Engagements seinen Söhnen.

Das Politische- und das Society-Parkett

Lugners bisherige politische Karriere war durchwachsen, nach seinem Antritt bei der Bundespräsidentenwahl 1998 und 9,9 Prozent der Wählerstimmen gründete er für die Nationalratswahl im Jahr darauf die Partei “Die Unabhängigen”, scheiterte aber mit nur 1,02 Prozent der Stimmen. Als Unternehmer und am Society-Parkett lief es besser. Von seinem Einkaufszentrum aus dirigiert Lugner mittlerweile seit Jahrzehnten sein öffentliches Leben, sei es sein Kampf für die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten, Wahlkampf-Auftritte aller Parteien und auch seine vielfältigen Society-Aktivitäten. Mittlerweile seit Jahrzehnten lädt der Baumeister Stars und Sternchen aus aller Welt in seine Loge am Opernball, stets begleitet von jeder Menge medialem Getöse.

Richard Lugners Chance als Bundespräsident

In Hinsicht auf die bevorstehende Bundespräsidentenwahl geben Experten dem Societylöwen nur wenig Chancen, dass er sein Ergebnis von 1998 von 9,9 Prozent der Stimmen übertrifft. Meinungsforscher Werner Beutelmeyer traut ihm fünf bis sechs Prozent zu, Politikberater Thomas Hofer geht zumindest davon aus, dass die Hofburg-Bewerber rechts der politischen Mitte unter Lugner Kandidatur leiden. Bei einem knappen Rennen könnte “Mörtel” indirekt beeinflussen, wer es in die Stichwahl schafft, so Hofer. Bei seinem Antritt hatte Lugner vor allem freiheitliche Wähler angezogen. Hofer glaubt, dass Lugner nur wegen das Publicity antritt, und nicht “damit er sich bei der Loge am Opernball was spart”. Hofer: “Das ist gar nicht böse gemeint, aber die Vermarktung war immer Lugners Triebfeder”.

Lugner ist bereits zum fünften Mal verheiratet und vierfacher Vater, seine Frau Cathy ist ein ehemaliges Playboy-Model aus Deutschland.

Weitere Infos zur Bundespräsidentenwahl 2016

> Porträt zu Norbert Hofer

> Porträt zu Irmgard Griss

> Porträt zu Alexander Van der Bellen

> Porträt zu Rudolf Hundstorfer

> Porträt zu Andreas Khol

(APA/Red)

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