Norbert Hofer: Alle Fakten zum FPÖ-Vizeparteiobmann

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FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Hofer im Fokus
FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Hofer im Fokus - © APA/HELMUT FOHRINGER
Als freiheitlicher Vizebundesparteiobmann und Dritter Präsident des Nationalrates hat Norbert Hofer bereits einiges in seiner politischen Laufbahn erreicht, nun folgt seine Kandidatur für die Hofburg. Hier finden Sie mehr zum Bundespräsidentschaftsanwärter der FPÖ.

Norbert Hofer – Sein beruflicher Werdegang

Hofer wurde am 2. März 1971 in der steirischen Gemeinde Vorau geboren, im burgenländischen Pinkafeld wuchs er auf. Nach dem Abschluss der Matura auf der HTL für Flugzeugtechnik arbeitete der Burgenländer drei Jahre als Systemingenieur für Triebwerke und Hilfsgasturbinen sowie Bordingenieur bei Lauda Air Engineering. Im Jahr 1994 stieg Norber Hofer in die Politik ein: Zunächst war er Stadtparteiobmann, Wahlkampfleiter und Organisationsreferent der FPÖ Burgenland in Eisenstadt. Danach stieg er zum Landesparteisekretär auf und arbeitete ab 1997 als Gemeinderat in Eisenstadt, drei Jahre später dann als Klubsekretär. Nach der Spaltung der FPÖ 2005 und der folgenden Übernahme der Parteiführung durch Strache holte dieser den Burgenländer als stellvertretenden Bundesparteiobmann in sein Team. Im Jahr darauf zog Nobert Hofer in den Nationalrat ein.

Inhaltlich gilt Hofer als einer der Chefideologen der FPÖ. Die Neuerstellung des Parteiprogrammes 2011 passierte unter seiner Verantwortung. Und auch beim 2013 in vierter Auflage erschienenen “Handbuch freiheitlicher Politik” war Hofer federführend tätig. Im Oktober desselben Jahr löste Hofer seinen Parteikollegen Martin Graf als dritter Nationalratspräsident ab.

Rückkehr in die Politik nach dem schweren Unfall

Im Sommer 2003 zog sich der vierfache Vater bei einem Paragleiter-Unfall in der Steiermark schwerste Verletzungen zu. Hofer stürzte aus mehreren Metern Höhe ab und verletzte sich dabei an der Wirbelsäule schwer. Nach dem Unfall blieben zunächst Lähmungserscheinungen zurück, die er in einer mehrmonatige Rehabilitation überwinden konnte. Heute hat er zwar teilweise noch Schwierigkeiten beim Gehen, seine Behinderung sieht man ihm aber nicht mehr auf den ersten Blick an. Im Februar 2004 kehrte er wieder in die burgenländische Politik zurück. In sein letztes Amt als Dritter Nationalratspräsident sollte Hofer laut Strache jedenfalls auch seine soziale Kompetenz mit einbringen.

Norbert Hofers Chance als Bundespräsident

Hofer bietet weniger Angriffsflächen für Kontroversen als viele seiner Parteikollegen. Er gilt zurückhaltend in der Diktion, wenngleich er in der Sache selbst die Linie klar mitträgt – so stellte er sich etwa gegen die Ausbezahlung von Pflegegeld an “Menschen, die sich erst seit kurzem in unserem Land aufhalten”. Für die inhaltliche Ausrichtung der Blauen ist Hofer federführend mitverantwortlich.

Norbert Hofer ist verheiratet, hat vier Kinder und hat seinen Hauptwohnsitz im Südburgenland.

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(APA/Red)

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