Doppelschlag nach der Pause erlöst Rapid gegen Mattersburg

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Louis Schaub schoss Rapid gegen Mattersburg in Führung.
Louis Schaub schoss Rapid gegen Mattersburg in Führung. - © APA/Georg Hochmuth
Rapid profitiert zu Hause gegen den SV Mattersburg erst von Schiedsrichter-Fehlentscheidungen, dann bringt ein Doppelschlag die Vorentscheidung.

Der SK Rapid ist zum Abschluss der achten Runde in der Bundesliga zu seinem vierten Saisonsieg gekommen. Die Wiener setzten sich am Sonntagabend im Allianz-Stadion gegen den SV Mattersburg mit 3:0 durch. Der Erfolg war letztlich verdient, kam aber auch ein wenig glücklich zustande: Die Vastić-Elf haderte mit einem aberkannten Treffer und einem ausgebliebenen Elfmeterpfiff.

Drei Tage nach dem 3:2-Heimsieg in der Europa-League gelang es Rapid nur phasenweise wieder auf Bundesliga “zu switchen”, wie es Trainer Mike Büskens gefordert hatte. Am Ende reichte aber eine erhöhte Schlagzahl in der zweiten Hälfte und ein günstiger Spielverlauf zum ersten Bundesligasieg nach zuletzt drei Remis in Folge.

Louis Schaub (62.), Tamás Szántó (65.) und Mario Pavelić (84.) besorgten den am Ende klaren Sieg. Zuvor stand allerdings Schiedsrichter Manuel Schüttengruber mit strittigen Entscheidungen gegen die Burgenländer im Fokus. Während sich Rapid auf den dritten Platz vorschob, finden sich die in der Fremde noch punktelosen Mattersburger am Tabellenende wieder.

Mattersburg mit geschickter Defensivtaktik vor der Pause

Rapid präsentierte sich im Vergleich zur Partie gegen Genk an drei Positionen verändert. Maximilian Hofmann verteidigte statt Christopher Dibon (muskuläre Probleme) in der Innenverteidigung, Thomas Murg ersetzte den kurzfristig erkrankten Arnór Traustason am linken Flügel und Srđan Grahovac versuchte das Mittelfeld statt Ivan Močinić zu ordnen.

Die 19.500 Zuschauer im Allianz-Stadion sahen zunächst das erwartete Spiel. Mattersburg zog sich von Beginn an in die eigene Hälfte zurück, ließ Rapid kommen und beantwortete die Angriffsversuche mit solider Defensivarbeit. Weil Rapid auch die zündenden Ideen und die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlten, blieben gefährliche Strafraumszenen in der ersten Hälfte aus. Das löste bei Büskens bereits leichtes Kopfschütteln aus.

Entgegen dem Spielverlauf jubelten plötzlich die Mattersburger (35.). Patrick Farkas flankte auf Thorsten Röcher und der bezwang mit seinem perfekt gesetzten Kopfball Rapid-Goalie Richard Strebinger. Schiedsrichter Schüttengruber verwehrte dem Tor aber fälschlicherweise die Anerkennung, der Unparteiische wollte ein Foul von Röcher im Luftkampf mit Szántó ausgemacht haben.

Zwei Rapid-Bundesligadebüts in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rapid das Tempo: Fernschüsse von Murg (48./Freistoß) und Schaub (51.) verfehlten das Ziel knapp. In der 58. Minute blieb nach einem harten Tackling von Maximilian Hofmann an Farkas ein möglicher Elfmeterpfiff aus. Fast im Gegenzug schloss Schaub einen schnell vorgetragenen Konter nach Murg-Vorarbeit zur Führung ab (62.). Drei Minuten später legte Joelinton zurück, und Szántó besorgte die Entscheidung (65.).

In der Folge nahm Rapid die sich bietenden Räume dankend an. Schößwendter (67.) und Murg (79.) ließen anders als Pavelić die Chance noch aus. Der Rechtsverteidiger erzielte nach Schwabs schöner Spielverlagerung sein erstes Saisontor (84.). In der Schlussphase kamen Giorgi Kvilitaia und der 17-jährige Kelvin Arase noch zu ihren Bundesligadebüts im Rapid-Dress.

(APA, Red.)

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