Drei Tore in zehn Minuten: Rapid dreht den EL-Auftakt gegen Genk

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Rapid bejubelt den Sieg zum Auftakt der Europa League gegen den KRC Genk.
Rapid bejubelt den Sieg zum Auftakt der Europa League gegen den KRC Genk. - © APA/Herbert Pfarrhofer
Rapid dreht am ersten Spieltag der Europa League zu Hause gegen den KRC Genk nach der Pause auf und einen 0:1-Rückstand in einen am Ende verdienten Sieg.

Rapid hat einen erfolgreichen Start in die Gruppenphase der Europa League hingelegt. Die Hütteldorfer gewannen am Donnerstag zum Auftakt der Gruppe F vor eigenem Publikum gegen KRC Genk mit 3:2 (0:1), schafften damit den ersten Pflichtspielsieg nach vier erfolglosen Versuchen und machten einen ersten kleinen Schritt in Richtung Aufstieg ins Sechzehntelfinale.

Die drei Punkte waren der Lohn eines starken Auftritts in der zweiten Hälfte, in der die Treffer von Stefan Schwab (51.), Joelinton (59.) und Omar Colley (60./Eigentor) den Ausschlag zugunsten der Gastgeber in der mit 21.800 Zuschauern gefüllten Allianz-Arena gaben. Davor waren die Belgier durch Leon Bailey (29.) in Führung gegangen. Dessen Elfmetertor in der 90. Minute kam für die Belgier zu spät.

Rapid verschläft die erste Hälfte

Vor der Pause hatte noch wenig auf einen Rapid-Erfolg hingedeutet. Wirklich gefährlich wurde es im Genk-Strafraum zunächst nur, als Louis Schaub in der 24. Minute nach Vorlage von Stefan Schwab aus rund vier Metern freistehend über das Tor köpfelte. Ansonsten gab es lediglich Halbchancen für Joelinton (8./Kopfball über das Tor) und Schaub (11./Kopfball auf Genk-Goalie Marco Bizot).

Genk kam der Führung in der 22. Minute erstmals nahe, doch Thomas Buffel scheiterte nach einem Konter an Schlussmann Richard Strebinger. Sieben Minuten später jedoch nahm Bailey aus rund 20 Metern Maß und schlenzte den Ball genau ins Kreuzeck. Der auf einen Marktwert von 7,5 Millionen Euro taxierte Jamaikaner hatte 2011 als 14-Jähriger ein Probetraining bei Rapid absolviert und kickte danach fast zwei Jahre in Anif.

In der 43. Minute hätte der Offensivspieler beinahe seinen fünften Europacuptreffer in dieser Saison absolviert, fand jedoch aus spitzem Winkel in Strebinger seinen Meister.

Rapid dreht das Match innerhalb von zehn Minuten

Erst nach dem Seitenwechsel agierte Rapid viel zielstrebiger Richtung gegnerisches Tor, was sich erstmals in der 51. Minute bezahlt machte. Schaub legte ab für Schwab, der mit einem satten Distanzschuss auf 1:1 stellte. Die Hütteldorfer drückten weiter aufs Tempo und gingen schon acht Minuten später durch Joelinton in Führung – der Brasilianer schloss eine Energieleistung mit einem Schuss ins lange Eck ab.

Wenige Sekunden später stand es schon 3:1 für Rapid: Omar Colley spielte einen Rückpass auf Bizot, der Ball sprang äußerst unglücklich auf und der Goalie schlug ein Luftloch, woraufhin der Ball ins Tor kullerte.

Danach hatte Rapid die Partie im Griff – allerdings nur bis zur 90. Minute. Mario Pavelić beging im Strafraum ein unnötiges Foul an Jere Uronen, den dafür verhängten Elfmeter verwertete Bailey sicher. Die abschließende Drangphase überstanden die Hütteldorfer allerdings unbeschadet, womit sie mit drei Punkten zum Auswärtsspiel in zwei Wochen gegen Athletic Bilbao reisen. Der Gruppenfavorit kassierte auswärts gegen Sassuolo eine überraschende 0:3-Niederlage.

(APA, Red.)

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