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Wiener Linien verwehren Fahrgästen ohne Masken Mitfahrt

Wiener Linien: Tragen von Mund-Nasen-Schutz wurde in Beförderungsbedingungen aufgenommen.
Wiener Linien: Tragen von Mund-Nasen-Schutz wurde in Beförderungsbedingungen aufgenommen. ©APA/HANS PUNZ
Seit 14. April gilt in allen Öffis Maskenpflicht. Die Wiener Linien haben nun einen Schritt gesetzt, Verstöße auch selbst exekutieren zu können. Konkret wurde die Bestimmung in die Beförderungsbedingungen aufgenommen.
Maskenpflicht in den Öffis
Wiener Linien mit Einhaltung zufrieden

Hält sich ein Fahrgast nicht daran, kann ihm künftig die Mitfahrt verwehrt werden, sagte Geschäftsführerin Alexandra Reinagl der "Presse" (Mittwochausgabe).

Ohne Maske keine Fahrt in den Wiener Linien

Ein Wiener-Linien-Sprecher bestätigte der APA die Maßnahme. Ist jemand ohne entsprechenden Schutz unterwegs, dann sei das "ein Ausschlussgrund für die Fahrt".

Und auch Reinagl argumentierte im "Presse"-Interview: "Dann können wir nicht-kooperative Gäste auch von der Fahrt ausschließen." Derzeit müsste man in so einem Fall warten, bis die Polizei komme. Wobei sie auch hinzufügte, dass die Erfahrungen, was das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes unter den Mitfahrenden anbelangt, bis dato gut seien: "Die Fahrgäste halten sich bis auf ganz wenige Ausnahmen daran."

Abstandsregel in den Wiener Öffis beachten

Diese Maßnahme sei deswegen wichtig, da die Wiener Linien davon ausgehen, dass mit den Lockerungen auch die Zahl der Öffi-Nutzer wieder steigen wird. Dann sei der empfohlene Abstand zwischen den einzelnen Menschen in den Fahrzeugen nicht mehr einzuhalten: "Spätestens, wenn die Schulen wieder aufmachen, gibt es ein Problem. Das ist dann einfach nicht durchführbar. Man hat keinen Meter Abstand, wenn man im Bus oder in der U-Bahn in der Rush-Hour fährt." Deswegen sei das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes so wichtig. Gültig ist die Regelung übrigens in der U-Bahn-Station ab dem Entwerter.

Kritik an der Bundesregierung

Kritik übte die Geschäftsführerin im Interview am Vorgehen der Bundesregierung - wobei alles "mitgetragen" wurde, wie sie betonte. Aber: "Schwierig war es manchmal, weil wir manches aus der Pressekonferenz erfahren haben." Beim "Wiederhochfahren" wünscht sie sich, "dass wir rechtzeitig Sicherheit bekommen". Es würde sieben bis 13 Tage dauern, bis bei den Verkehrsbetrieben alles wieder auf 100 Prozent hochgefahren sei.

Rush Hour soll abgeflacht werden

Weiters hofft sie, dass es eine Möglichkeit gibt, die Rush-Hour, also den Peak am Morgen, etwas abzuflachen. Dies illustrierte sie mit einem Beispiel: "Wenn fünf Schulen entlang einer Buslinie um 8.00 Uhr anfangen, können wir gar nicht so viele Verstärker fahren, dass das halbwegs komfortabel geht. Da würden uns schon Fünf- bis Zehn-Minuten-Abstände helfen, wo man mit dem Schulbeginn reagieren kann. Das fordern wir eh schon lange, aber jetzt ist ein Zeitfenster, wo man dafür vielleicht noch mehr Verständnis bekommt."

Bis dato scheinbar wenig Einfluss scheint die Coronakrise auf den (Aus-)Bau der U-Bahnlinien U2/U5 zu haben. Die Vergabeverfahren seien weiter gelaufen und auch auf den Baustellen sei weiter gearbeitet worden. Aus derzeitiger Sicht rechnet Reinagl "nur mit minimalen Verzögerungen".

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(APA/Red)

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