Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wien-Wahl-Rekord: Zwei zweistellige Veränderungen bei ÖVP und FPÖ

Die FPÖ mit Spitzenkandidat Dominik Nepp (r.) verzeichnete bei der Wien-Wahl zweistellige Verluste, die ÖVP unter Spitzenkandidat Gernot Blümel ein zweistelliges Plus
Die FPÖ mit Spitzenkandidat Dominik Nepp (r.) verzeichnete bei der Wien-Wahl zweistellige Verluste, die ÖVP unter Spitzenkandidat Gernot Blümel ein zweistelliges Plus ©APA/HELMUT FOHRINGER
Bei der Wiener Gemeinderatswahl vom Sonntag passierte etwas gleich zweimal, das sonst sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene selten ist: zweistellige Veränderungen bei Wahlen.
FPÖ verlor vier Fünftel der Wähler
ÖVP hoch erfreut über Ergebnis

Bei der Wiener Gemeinderatswahl vom Sonntag gab es gleich zwei zweistellige Veränderungen: Die ÖVP wuchs zweistellig, die FPÖ schrumpfte (massiv) zweistellig.

Rekord-Minus der FPÖ: Größter Einbruch, den es in Wien je gab

Ihr Minus von 23,68 Prozentpunkten ist der größte Einbruch im Stimmenanteil, den es in Wien je gab - und der zweitgrößte aller 148 Landtags-, 23 Nationalrats- und sechs EU-Wahlen seit 1945.

Auch das größte Minus der Zweiten Republik ging aufs Konto der FPÖ: 2013 wurde sie in Kärnten für Skandale und Affären mit 28,04 Prozentpunkten Verlust abgestraft - wobei die Ausgangslage dort noch wesentlich besser (nämlich 44,9 Prozent) war als jetzt in Wien mit 30,8 Prozent.

FPÖ erlebte steile Aufstiege und herbe Abstürze

Weil die FPÖ immer wieder steile Aufstiege (erst unter Jörg Haider, dann unter Heinz-Christian Strache) und herbe Abstürze (zuletzt den Ibiza-Crash) erlebt, findet sie sich häufig in der Liste der zweistelligen Zugewinne und Verluste: Das dritt- und viertgrößte Minus musste ebenfalls die FPÖ verkraften, und zwar beim Absturz als Teil der schwarz-blauen Bundesregierung - bei der EU-Wahl 2004 (17,1 Prozentpunkte) und bei der Nationalratswahl 2002 (16,9).

Umgekehrt lukrierte sie aber auch massive Zuwächse - zuletzt bei den Flüchtlingskrisen-Wahlen 2015: Plus 16,1 Prozentpunkte in der Steiermark und plus 15,1 in Oberösterreich im Jahr 2015 bedeuten Rang 2 und 3 in der Liste der größten Zugewinne.

ÖVP verzeichnete bei Wien-Wahl zweistellige Zugewinne

Ganz oben steht da aber die ÖVP, mit ihren 16,9 Prozentpunkten Plus bei der (für die FPÖ desaströsen) Nationalratswahl 2002, bei der die Volkspartei der SPÖ Platz 1 abnahm. Auch bei der jetzigen Wien-Wahl wuchs die ÖVP zweistellig, um 11,2 Prozentpunkte. Das ist aber "nur" das zehntgrößte Plus der Zweiten Republik.

Selbst auf Wiener Ebene war der Zugewinn der ÖVP - den sie heuer nach dem Absturz ins historische Tief 2015 lukrieren konnte - nicht ganz der Rekord. Das Plus der FPÖ im Jahr 1991 (12,8 Punkte) war noch etwas größer. Dafür ist die ÖVP mit ihren damals 10,4 Prozentpunkten Minus mit dem heurigen Debakel der FPÖ nicht mehr jene Partei, die in Wien am stärksten einbüßte.

Die größten Zugewinne und Wahlverluste der Zweiten Republik

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien-Wahl-Rekord: Zwei zweistellige Veränderungen bei ÖVP und FPÖ
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen