WHO: Verbindung mRNA-Impfung und Myokarditis möglich

Die WHO äußerte sich zu Impfungen, bei denen ein mRNA-Vakzin herangezogen wird.
Die WHO äußerte sich zu Impfungen, bei denen ein mRNA-Vakzin herangezogen wird. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Einen "wahrscheinlichen Zusammenhang" ortet die WHO im Hinblick auf Herzmuskelentzündungen und Corona-Impfungen, bei denen ein mRNA-Vakzin zum Einsatz kommt. Diese Entzündungen beschreibt sie allerdings als "sehr selten".
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Insgesamt überwiege der Nutzen der Impfung gegenüber den Risiken, erklärte der Ausschuss für Impfstoffsicherheit am Freitagabend in Genf.

Dieser hatte zuvor Daten zu Herzmuskelerkrankungen nach Impfungen mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer und Moderna geprüft, die vor allem aus den USA stammen.

Ausschuss über Myokarditis und Impfung

"Die berichteten Fälle traten typischerweise innerhalb einiger Tage nach der Impfung auf, etwas häufiger bei jungen Männern und öfter nach der zweiten Impfung mit einem mRNA-Vakzin", erklärte der Ausschuss. Die derzeitige Datenlage deute darauf hin, dass es einen "wahrscheinlichen Zusammenhang" gebe. Dessen ungeachtet "überwiegen die Vorteile einer mRNA-Corona-Impfung gegenüber den Risiken". Es würden Krankenhausaufenthalte und Todesfälle reduziert. Außerdem treten die Fälle den Angaben zufolge "sehr selten" auf.

Herzmuskelentzündungen kamen hundertfach vor

In den USA sind bereits hunderte Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Corona-Impfung mit einem mRNA-Vakzin aufgetreten. Es gibt den Verdacht, dass die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bei jungen Menschen vereinzelt eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder des Herzbeutels (Perikarditis) verursachen können. Als erstes Land hatte Israel einen möglichen Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen und der Impfung festgestellt. Nachgewiesen wurde ein Zusammenhang bisher nicht.

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(APA/Red)

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