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Warnung: Betrüger nutzen Boom bei Online-Shopping aus

Fake-Shops locken mit medizinischen Produkten.
Fake-Shops locken mit medizinischen Produkten. ©pixabay.com (Sujet)
Die Corona-Krise sorgt für einen Anstieg bei Online-Betrügereien. Der Internet-Ombudsmann warnt vor Fake-Shops und gefälschten E-Mails.
Warnung vor neuen Betrugsmaschen
Betrüger nutzen Corona-Krise aus

Seit Beginn der Maßnahmen gegen das Coronavirus boomt der Handel im Internet - und das ruft zahlreiche Betrüger auf den Plan.

Internet-Ombudsmann warnt vor Online-Betrug in Corona-Krise

Virtuelle Fake-Shops locken vor allem mit medizinischen Produkten wie Atemschutzmasken, Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung, dazu kommen gefälschte E-Mails von vorgeblichen Paketdienstleistern oder Mobilfunkanbietern, warnt der Internet-Ombudsmann.

Am Dienstag legte die staatlich anerkannte Streitschlichtungsstelle ihren Jahresbericht 2019 vor. 4.762 Beschwerden (gut plus 30 Prozent) und 5.584 Anfragen (fast plus 88 Prozent) wurden bearbeitet, die gemeldete Schadenshöhe aller Beschwerden betrug 1.710.947 Euro. Die Zunahme zeige vor allem, dass immer mehr Menschen das kostenfreie Angebot nützen, sagte Projektleiter Karl Gladt.

Abo-Fallen bei Streaming-Plattformen und Kreditkarten

58 Prozent der Beschwerden 2019 betrafen Betrugsfälle. Das häufigste Ärgernis waren Abo-Fallen im Netz mit einem Anteil von 38 Prozent. Zu einem großen Teil geht es hier um betrügerische Film-Streaming-Plattformen: Auf der Suche nach kostenlosen Blockbustern registrieren sich Konsumenten, wenige Tage später kommt die Rechnung für eine angeblich abgeschlossene kostenpflichtige Mitgliedschaft.

Auch die Beschwerden zu Abo-Fallen mit Kreditkartenabbuchungen haben zugenommen. Hier wird Nutzern via SMS, Spam oder Werbung vorgegaukelt, sie hätten bei einem Gewinnspiel gewonnen. Geben sie ihre Kreditkartendaten preis, buchen die Betrüger monatlich Beträge ab. Ein wirksamer Vertrag kommt bei solchen Maschen nicht zustande und die gestellten Rechnungen müssen nicht bezahlt werden, betonten die Experten.

Beschwerden über Fake-Shops und Handel mit gefälschter Ware

Fake-Shops mit einem Anteil von 16 Prozent an den Beschwerden täuschen einen Online-Shop vor. Spitzenreiter in dieser Kategorie war 2019 "Cragoo", so die Konsumentenschützer. Ein weiteres Ärgernis sind unseriöse Online-Händler, die minderwertige bzw. gefälschte Produkte verkaufen.

Weitere Beschwerdegründe betrafen klassische Probleme im E-Commerce wie Unklarheiten beim Vertragsabschluss (acht Prozent), Lieferverzug bzw. keine Lieferung (sieben Prozent), Streitigkeiten um das gesetzliche Rücktrittsrecht (fünf Prozent), die Wirksamkeit einer Kündigung bzw. die Laufzeit eines Vertrags sowie Beschwerden zum Thema Datenschutz (jeweils vier Prozent).

(APA/Red)

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