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Vertikalbegrünung fürs Klima: MA 48-Grünfassade feiert 10. Geburtstag

Bereits 10 Jahre lang gibt es die Grünfassade der MA 48 Zentrale in Wien-Margareten
Bereits 10 Jahre lang gibt es die Grünfassade der MA 48 Zentrale in Wien-Margareten ©C.Fürthner/MA 20
Sie fungiert als natürliche Klimaanlage, schont das Klima und spart 45 Klimageräte pro Jahr ein: Eine Grünfassade wie jene der MA 48-Zentrale am Gürtel in Wien Margareten bringt zahlreiche Benefits.
MA 48 Grünfassade war ausgetrocknet
City-Umspannwerk der Wiener Netze wird begrünt

Als Pionierin in Sachen Umwelt- und Klimaschutz hat die MA 48 schon vor 10 Jahren ihre Fassaden der Zentrale am Gürtel in Wien Margareten begrünt, anstatt sie konventionell zu sanieren.

Vertikalbegrünung boomt und wird in Wien mit 1 Mio. Euro gefördert

Mittlerweilen gibt es eine Vielzahl von Vertikalbegrünungen und die Stadt Wien fördert diese im Rahmen der Klimaschutz- und Cooling-Maßnahmen. "Das Pilotprojekt der MA 48 sorgte von Beginn an über die Grenzen Wiens und Österreichs hinaus für viel Beachtung und Interesse. Wir begrünen im Rahmen der Offensiven für die Klimamusterstadt jährlich 10 städtische Fassaden, wie etwa aktuell das U-Bahn-Gebäude Spittelau und fördern zugleich Grünfassaden für Private im großen Maßstab - denn natürliche Klimaanlagen sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und machen Grätzl auch bunter und artenreicher", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

Lavendel, Kräuter und Co: 17.000 Pflanzen für natürliche Abkühlung

Anstelle einer konventionellen Sanierung der in die Jahre gekommenen Fassade entschloss sich die 48er im Jahr 2009 für die Durchführung eines eigenen Pilot-Projekts zur Fassadenbegrünung im großen Maßstab. Die Umsetzung der in Österreich - und damals auch in Europa - größten Grünfassade erfolgte in Rekordzeit. Rund 2.850 Laufmeter Aluminiumschalen wurden auf einer vertikalen Fassadenfläche von rund 850 m2 mit Stauden, Grasnelken, Lavendel, Gräsern und Kräutern wie Thymian bepflanzt. Insgesamt wurden rund 17.000 Pflanzen eingesetzt. Die Fassade des Amtsgebäudes erweckt den eher untypischen Eindruck einer bunten "Kräuterwiese" mitten am Gürtel. Das hat nicht nur einen kühlenden Effekt, sondern wirkt sich auch positiv auf das persönliche Wohlbefinden von MitarbeiterInnen, NachbarInnen und PassantInnen aus. Grünfassaden beeinflussen auf natürliche Weise das Kleinklima durch Wasserverdunstung und wirken als lokale, natürliche Klimaanlage. Die 48er erbrachte mit dieser nachhaltigen, alternativen Fassadengestaltung den Beweis, dass auch großflächig angelegte Systeme auf Dauer funktionieren.

Positive Effekte der Grünfassade an der Zentrale der MA 48

* Mikroklima: Die Blätter erhöhen die Luftfeuchtigkeit und kühlen als natürliche Klimaanlage die Umgebung.
* Schutz der Bausubstanz vor direkter UV-Einstrahlung, Schlagregen und Schmutzablagerungen.
* Lärmschutz: Schallwellen werden geschluckt und wesentlich weniger reflektiert.
* Ästhetik: Die vertikale Blumenwiese am Gürtel in Wien.
* Behaglichkeit: Durch erhöhte Luftfeuchtigkeit sinkt auch die Temperatur. * Klimaschutz: 5.600 kg gebundenes CO2 pro Jahr
* Kühlleistung: 135 kW (entspricht 45 Klimageräten mit je 3.000 Watt + 8 Std. Betriebsdauer) pro Jahr

Weitere Begrünungen an 48er Gebäuden in Wien

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt hat die MA 48 noch weitere Gebäude begrünt:
* Behälterlogistikzentrum, 22., Percostr. 4, extensive Dachbegrünung ca. 500 m2
* Mistplatz Stammersdorf, 21., Nikolsburgergasse 12, extensive Dachbegrünung ca. 200 m2
* House of Mist, 22., Rautenweg 83, extensive Dachbegrünung ca. 310 m2 + Fassadenbegrünung ca. 150 m2

Für heuer sind noch weitere Projekte in Umsetzung:
* Mistplatz Favoriten, 10., Eva Zilchergasse 3, Grünfassade und extensiv begrüntes Flachdach
* Mistplatz Blumental, 23., Südrandstraße 2-4, Grünfassade und extensiv begrüntes Flachdach
* Mistplatz Hernals, 17., Richthausenstraße 2, extensive Begrünung auf bestehendem Flugdach

Stadt Wien fördert Grünfassaden- 1 Mio. bis 2023

Die Stadt Wien begrünt nicht nur städtische Gebäude, sondern fördert im Zuge der vielfältigen Maßnahmen gegen urbane Hitzeinseln Gebäudebegrünungen für Private. Über 100 Förderanträge wurden bereits umgesetzt. Gefördert werden Fassadenbegrünungen mit bis zu maximal 5.200 Euro, Dachbegrünungen mit maximal 20.200 Euro und Innenhofbegrünungen mit bis zu 3.200 Euro. Das Fördervolumen für Begrünungsmaßnahmen wurde durch die Stadt bis 2023 auf gesamt auf 1 Mio. Euro aufgestockt.

BeRTA lässt Fassaden ergrünen

Wer’s besonders einfach will, wählt für die geplante Gebäudebegrünung BeRTA. BeRTA steht für "Begrünung - Rankhilfe - Trog - All-in-one" und wurde von einem interdisziplinären Team aus Stadtverwaltung, Wissenschaft und Unternehmen entwickelt. Ein Modul umfasst ein Pflanzgefäß mit 300 Litern Fassungsvermögen, eine Rankhilfe (falls erforderlich), Substrat und zwei Kletterpflanzen, die für rund 8 m² Begrünung sorgen. Lieferung, Montage und Pflegeinformation sind ebenfalls inklusive. Diese innovative Lösung für straßenseitige Fassadenbegrünung lässt Hausfassaden rasch ergrünen. Unter [www.berta-modul.at] (http://www.berta-modul.at) sind alle Informationen zum Modul zusammengefasst.

Gebäudebegrünung: Hier gibt es Infos und Beratung

Wer an näheren Informationen interessiert ist: Die Stadt Wien - Umweltschutz bietet auf ihrer Website eine Vielzahl an Informationen rund um Gebäudebegrünung.

Die wichtigsten Fragen rund um Fassadenbegrünung sind eigens in einer Broschüre zusammengefasst worden, die hier zum Download verfügbar ist.

Im Auftrag der Stadt Wien - Umweltschutz führt DIE UMWELTBERATUNG kostenlos Beratungen zur Gebäudebegrünung durch. Situationsbedingt erfolgt die Beratung aktuell ausschließlich telefonisch. Sie umfasst Fragen zur Begrünungsart ebenso wie Unterstützung bei der Pflanzenauswahl. Ebenso werden behördliche Voraussetzungen geklärt und wird über die Fördermöglichkeiten durch die Stadt informiert. Beratungsgespräche finden nach Vereinbarung unter +43 1 803 3232 oder per E-Mail statt.

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