USA-Reisen ab 8. November nach Corona-Impfung wieder möglich

Ab 8. November öffnen die USA wieder ihre Grenzen.
Ab 8. November öffnen die USA wieder ihre Grenzen. ©APA/AFP/DANIEL SLIM
Die USA öffnen nach mehr als eineinhalb Jahren ihre Land- und Luftgrenzen am 8. November wieder für internationale Besucher. Voraussetzung ist unter anderem eine nachgewiesene Impfung gegen das Coronavirus.

Akzeptiert würden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hätten, teilte das Weiße am Montag in Washington mit. Darunter fallen alle in Österreich zugelassenen Impfstoffe.

Diese Corona-Impfungen werden in den USA anerkannt

Konkret werden die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac akzeptiert. Reisende müssten ihren Impfstatus der jeweiligen Airline nachweisen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen, hieß es weiter. Voraussetzung sei eine komplette Impfung gegen das Coronavirus. Als vollständig geimpft gelten Menschen demnach mindestens zwei Wochen nach Erhalt ihrer letzten erforderlichen Spritze. Das Weiße Haus betonte, auch eine Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen werde hier akzeptiert - sofern die Präparate von der FDA oder der WHO zugelassen seien.

Es gelten nur wenige Ausnahmen von der Impfpflicht für internationale Reisende, zum Beispiel für Kinder oder Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. US-Bürger sind ohnehin von den Impfvorgaben für eine Einreise ausgenommen.

Auch negativer Coronatest muss vorgelegt werden

Reisende müssen laut US-Regierung generell zusätzlich zu ihrem Impf-Nachweis einen maximal drei Tage alten negativen Coronatest vorlegen. Bei Ungeimpften, die unter die zulässigen Ausnahmen fallen, darf der Test nicht älter als ein Tag sein. Die Fluggesellschaften müssten außerdem Kontaktinformationen von Passagieren aufbewahren, damit sie nach eventuellen Corona-Fällen benachrichtigt werden können, hieß es weiter.

Seit eineinhalb Jahren Einreisestopp für Europäer

Die Lockerungen kommen nach mehr als eineinhalb Jahren eines weitgehenden Einreisestopps für Menschen aus zahlreichen Ländern, darunter für Einwohner der EU und Großbritanniens. Der damalige US-Präsident Donald Trump hatte im März 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, einen Einreisestopp für Ausländer aus weiten Teilen Europas angeordnet. Die Einreise aus dem Schengen-Raum, Großbritannien und Irland wurde bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Auch für Ausländer aus Indien, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran verhängten die USA wegen der Pandemie weitreichende Einreisesperren und hielten diese über viele Monate rigoros aufrecht.

Die EU dagegen hatte ihre Mitgliedsstaaten bereits im Juni aufgefordert, Beschränkungen für Reisende aus den USA und mehreren anderen Ländern schrittweise aufzuheben. Ab Juni konnten somit Amerikaner wieder nach Österreich einreisen wenn sie eine Impfung, eine überstandene Covid-Erkrankung oder einen negativen Covid-Test nachweisen konnten. Die EU-Staaten hatten sich im Gegenzug von Washington ebenfalls eine Lockerung erhofft, mussten darauf jedoch lange warten. Das sorgte bei Europäern für einigen Frust. Die weitgehende Einreisesperre trennte bislang nicht nur Familien und Freunde. Sie plagte auch die Geschäftswelt und den Tourismus.

Im September hatte die US-Regierung schließlich in Aussicht gestellt, ab Anfang November wieder im großen Stil internationale Reisende ins Land zu lassen, sofern sie geimpft sind. Viele Details hatte das Weiße Haus aber zunächst offen gelassen. Die wurden nun nachgeliefert.

Keine Corona-Impfpflicht für Minderjährige bei Einreise in die USA

Kinder und Jugendliche sind von der Pflicht eines Corona-Impfnachweises bei Einreise in die USA ausgenommen. "Für Kinder unter 18 Jahren gibt es eine einheitliche Befreiung von der Impfpflicht", sagte ein hochrangiger US-Beamter am Montag, wenige Wochen vor der Öffnung der US-Grenzen für internationale Reisende. Er begründete das damit, dass in vielen Ländern kein Corona-Impfstoff für Minderjährige zugelassen oder verfügbar sei.

Auch Reisende aus Ländern mit einer Impfquote unter zehn Prozent sind demnach von der verpflichtenden Impfung ausgenommen. Das trifft unter anderem auf viele afrikanische Staaten zu. Allerdings müssen alle Reisenden unabhängig von ihrem Impfstatus einen negativen Coronavirus-Test nachweisen. Bei Geimpften kann der Test innerhalb von drei Tagen nach Einreise vorgenommen werden, bei Ungeimpften muss er innerhalb eines Tages erfolgen.

(APA/Red)

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