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Ungewisse Zukunft der AUA macht Mitarbeitern Angst

Die Rettung der AUA kann noch an einigen Punkten scheitern.
Die Rettung der AUA kann noch an einigen Punkten scheitern. ©APA (Sujet)
Das Gezerre um die AUA-Staatshilfe und das verschärfte Sparprogramm macht den Beschäftigten bei der österreichischen Lufthansa-Tochter große Sorgen.
AUA streicht 1.100 Stellen
Insolvenz nicht ausgeschlossen
Kurz: Ziele haben sich nicht verändert

Am Nachmittag gibt der Vorstand in einer Mitarbeiter-Informationsveranstaltung ein Update zur Lage. Zurzeit werden diese live im Web übertragenen Infos fast einmal pro Woche anberaumt.

"Druck auf Mitarbeiter steigt": Entscheidungen am 20. Mai

Heute wird es wohl um Infos vor allem auch nach dem Aufsichtsrat gestern Abend gehen. "Wir stehen am Boden. Jeder schaut in welcher Form es weiter geht. Der Druck auf die Mitarbeiter steigt", sagte AUA-Bordbetriebsratschef Rainer Stratberger am Donnerstag zur APA. Das insgesamt passende Rezept müsse erst gefunden werden. Stratberger hofft in den laufenden Verhandlungen auch für die erhoffte Staatsunterstützung möglichst bald auf ein klares Bild. "Ewig haben wir nicht Zeit."

Entscheidungen waren für die Sitzung der Aufsichtsräte gestern Abend nicht erwartet worden. Entscheidende Weichen werden hingegen im Aufsichtsrat am 20. Mai gestellt. Da muss klar sein, wie es für das Unternehmen weitergeht.

AUA-Rettung noch nicht fix

Scheitern kann eine Rettung für die AUA noch an einigen Stellen, sagen Beobachter. Für Betriebsrat Stratberger ist es "in dieser Situation allein ein Wahnsinn, dass viele mit dem Wort Insolvenz herumschmeißen".

In seinen Augen birgt dies eine große Verunsicherung für Urlauber, Geschäftsreisende und Reisebüros, die sich abwartend verhielten. Besonders dass Politiker so freizügig mit Kommentaren zu Insolvenzszenarien umgingen, verschärfe die Situation enorm. Das sieht der Arbeitnehmervertreter als eine der großen Gefahren. Wie sich die Airline für ihre Gagenkürzungspläne des Kollektivvertrags entledigen will, ist dem Arbeitnehmervertreter zudem nicht nachvollziehbar.

Regierung müsse Bedingungen stellen

"Die Regierung ist jetzt am Zug", stellte heute Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, fest. Die Regierung müsse als Bedingung für die im Raum stehende Staatshilfe in dreistelliger Millionenhöhe Garantien einfordern, dass so viele Arbeitsplätzen wie nur möglich erhalten werden müssen.

Er will die AUA-Rettung auch nicht isoliert betrachtet wissen. Dass die Coronakrise dem Standort dauerhafte Veränderungen abverlange, werde sich nicht von der Hand weisen lassen. Er urgierte einen Branchenkollektivvertrag für die Luftfahrt, der für alle Airlines mit Standort Flughafen Wien faire Spielregeln im Wettbewerb bringen würde. Die Wirtschaftskammer dürfe sich hierbei nicht länger querstellen.

Austrian-Personal bietet Sparbeitrag an

Die AUA-Belegschaftsvertreter bieten Sanierungsbeiträge der Beschäftigten an und haben diese am Donnerstag erstmals vorläufig beziffert. Bis zum Jahr 2023 wären bis zu 300 Millionen Euro als Personalbeitrag möglich. Dies wäre aber nur ein Puzzlestein bei der Rettung der Austrian Airlines, wurde hinzugefügt.

Die Belegschaftsvertretung sieht Spielraum, personalseitig mit bis zu 300 Mio. Euro zur Überwindung der Corona-Krise bei der AUA beitragen zu können, teilte der Betriebsrat mit. Davon entfielen bis zu 200 Mio. Euro auf das fliegende Personal.

Ein Einkommensverzicht durch Fortsetzung der Kurzarbeit sei dabei ein zentrales Element, weitere Angebote wollte Bordbetriebsratschef Rainer Stratberger wegen der Verhandlungen nicht nennen.

"Die Kurzarbeit drängt schon jetzt viele an den Rand ihrer Existenz. Die soziale Verträglichkeit ist deshalb oberste Prämisse", betonte der Arbeitnehmervertreter in einer Aussendung am Nachmittag. "Die Kurzarbeit führt bei einem durchschnittlichen Flugbegleiter momentan zu einem Einkommensverlust von bis zu 35 Prozent." Sie müsse daher anders gestaffelt werden.

Fortbestand der AUA von vielen Faktoren abhängig

Die Corona-Krise bringe die AUA in eine Position, aus der sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskomme. Der Fortbestand der AUA hängt dabei von vielen Faktoren ab. "Ein Kapitaleinschuss von außen, durch den Eigentümer oder gegebenenfalls auch durch den Staat, ist dabei unumgänglich", sagte Stratberger.

Das Personal könne das allein nicht leisten. Sparbeiträge, die Gehälter an und unter der Armutsschwelle nach sich zögen, könnten nicht Sinn der Sache sein. Deshalb sei das tatsächliche Volumen des Personalpakets an den Kontext aller Maßnahmen und Beiträge der Stakeholder gebunden. Drohgebärden des Vorstands wurden von der Belegschaftsvertretung als kontraproduktiv zurückgewiesen.

Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

(APA/Red)

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