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Ungeklärte Todesfälle: Angeklagte hatte Pflege-Diplom gefälscht

Todesfälle: Die mutmaßlichen Opfer der falschen Krankenschwester wurden bereits exhumiert
Todesfälle: Die mutmaßlichen Opfer der falschen Krankenschwester wurden bereits exhumiert ©APA/ANDREAS PESSENLEHNER
Neue kompromittierende Details im Fall um jene 51-jährige Frau, die zwei Männer mit Arsen bzw. einem Pflanzengift vergiftet haben soll: Die Tatverdächtige war gar keine Krankenschwester. Zudem hatte die Frau, der die Todesfälle zur Last gelegt werden, anders als sie behauptete, Familie in Polen.
Ermittlungen gegen Sohn
Drittes Opfer möglich
Polizei ermittelt auf Hochtouren
Exhumierung in Gumpoldskirchen
Verdächtige bestreitet alles
Zweites Opfer exhumiert

Das Diplom der 51-jährigen Bogumila W., die für zwei oder sogar drei mysteriöse Todesfälle verantwortlich sein soll, ist gefälscht. Das Dokument, das sich als Fälschung erwies sollte ihren erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Krankenschwester belegen – über den sie jedoch nicht verfügt.

Schwestern-Ausbildung nur begonnen, nicht abgeschlossen

Dieser Umstand, über den in der ORF-Sendung „Ein Fall für Resetarits“ am Freitag berichtet wird, wirft ein völlig neues Licht auf die Todesfälle. W. soll zwar die Ausbildung zur Krankenschwester in Polen begonnen, diese jedoch nach gerade einmal zwei Monaten abgebrochen und in weiterer Folge als Sozialarbeiter-Aspirantin gearbeitet haben. Während der Jahre, in denen sie diese Tätigkeit ausübte, für die keine spezielle Ausbildung nötig ist, wurde ihr seitens ihrer Vorgesetzten nahegelegt, sich weiterbilden zu lassen, was die 51-Jährige jedoch nicht tat.

Doch das gefälschte Diplom soll nicht der einzige Punkt sein, in dem die Tatverdächtige nicht die Wahrheit gesagt hat. Dass sie gegenüber der Polizei angab, geschieden zu sein, dürfte ebenfalls nicht stimmen. Medienberichten zufolge lebte W. noch bis vor wenigen Jahren mit Ehemann und Sohn in Polen, und das scheinbar völlig unbescholten.

Wusste der Sohn etwas über die Todesfälle?

Gegen den Sohn der Tatverdächtigen wird ebenfalls ermittelt, jedoch nicht wegen Beihilfe, sondern in Zusammenhang mit den Vermögenswerten, welche seine Mutter im Zuge der Todesfälle erhalten bzw. geerbt hat. Bislang bestreitet er sämtliche Vorwürfe einer möglichen Bereicherung.

Die 51-Jährige, der die mysteriösen Tode der beiden Männer zur Last gelegt werden, befindet sich nach wie vor in Krems in U-Haft und erhält psychiatrische Behandlung. Die Ergebnisse von Exhumierung und toxikologischer Untersuchung der beiden Männerleichen sollen mehr Klarheit über die ungeklärten Todesfälle bringen.

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