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Umsatzersatz könnte viele Hotelbetriebe retten

Viele Betriebe könnten durch den Umsatzersatz gerettet werden.
Viele Betriebe könnten durch den Umsatzersatz gerettet werden. ©APA/BARBARA GINDL
Der Umsatzersatz wird vielen Betrieben im Tourismus das Überleben sichern. Dabei waren sich Robert Seeber und Michaela Reitterer am Freitag einig.
Umsatzersatz kann beantragt werden

Der Umsatzersatz für die wegen Corona geschlossenen Betriebe wird vielen Unternehmen im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft das Überleben sichern, meint der zuständige Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Robert Seeber. Die Überweisung des Geldes noch im November "wird viele Betriebe retten", sagte auch die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Michaela Reitterer, in einer Mitteilung.

Mitarbeiter könnten in Beschäftigung gehalten werden

Durch die von der Regierung auf den Weg gebrachten Hilfen könnten Mitarbeiter in Beschäftigung gehalten werden, die beim Aufsperren der Betriebe wieder dringend benötigt würden, sagte Seeber. In einem nächsten Schritt müssten nun auch die indirekt von der Schließung und den Reisewarnungen betroffenen Betriebe ebenfalls rasch und unbürokratisch entschädigt werden. "Deshalb begrüßen wir die Ankündigung von Finanzminister Blümel, dass der Fixkostenzuschuss II noch im November beantragt werden kann."

"Nach mehr als einem halben Jahr fast ohne Einnahmen, aber laufenden Fixkosten, dem Finanzierungsanteil für die Kurzarbeit und nicht zuletzt dem anstehenden doppelten Gehalt brauchen viele Arbeitgeber im Tourismus den angekündigten Umsatzersatz wie einen Bissen Brot", erklärte Reitterer.

Viele Betriebe durch Lockdown auch indirekt hart getroffen

Der verordnete Lockdown von Gastronomie, Hotellerie, Event- und Veranstaltungsbranche treffe aber auch indirekt viele Betriebe hart, beklagte die Obfrau der WKÖ-Sparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster. Viele Zulieferer und Dienstleister für die direkt betroffenen Branchen müssten zwar nicht selbst zusperren, ihr Geschäft komme im November aber de facto zum Erliegen und die Umsatzausfälle seien "dramatisch und bisweilen existenzgefährdend". "Ich denke hier zum Beispiel speziell an Textilreiniger, Gebäudereiniger, Bäckereien oder Fleischereibetriebe, aber auch an die Veranstaltungstechniker und die Musikinstrumentenhersteller", sagt Scheichelbauer-Schuster. Auch für sie müsse es gleichwertige Entschädigungen geben. Massiv betroffen seien auch Dienstleister wie Friseure, Fußpfleger, Kosmetiker oder Masseure und viele andere Branchen. "Hier braucht es adäquate Hilfe, noch im November", so die Spartenobfrau. "Der Fixkostenzuschuss II muss endlich fließen."

Die Unterstützung für Gastronomie und Hotellerie sei wichtig, sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik, doch auch für ihn greifen diese Hilfen ohne den Handel zu kurz. "Wir sind im Handel gerade in den Einkaufsstraßen und in den Einkaufszentren gemeinsam unterwegs", so Trefelik, "wir sind symbiotisch aufeinander angewiesen." Nicht alle Bereiche des Handels seien gleichermaßen betroffen, aber es müsse gemessen an den Umsatzrückgängen auch für den Handel einen Ersatz für die Ausfälle geben.

Umsatzersatz sei essenziell für die Branchen

Hotellerie-Sprecherin Susanne Kraus-Winkler und Gastronomie-Sprecher Mario Pulker sehen den von der Regierung präsentierten Umsatzersatz als essenziell für ihre Branchen an. Erfreut zeigte sich Pulker darüber, dass der Umsatz aus Liefer- und Abholservices bei dem Zuschuss nicht angerechnet wird. Problematisch sei jedoch, dass man die Bedingungen für den Zuschuss erst seit heute kenne: "Denn erst heute, am 6.11., wurde verkündet, dass Hilfen nur ausbezahlt werden, wenn ab 3.11. keine Kündigungen mehr ausgesprochen wurden."

Opposition dennoch mit Kritik

Die Opposition sieht sich in den neuen Hilfe zum Teil bestätigt, findet aber auch Grund für Kritik. Bei den Hilfen habe die Regierung die Forderungen der SPÖ aufgegriffen, sagte etwa SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter. Mit seinem Vorschlag für den Fixkostenzuschuss II (FKZ II) sei Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) jedoch gescheitert.

FPÖ-Budgetsprecher Hubert Fuchs begrüßt den Umsatzersatz, meint aber, dass man den Betrieben das Geld auch ohne Antrag einfach überweisen sollte, da die Höhe ohnehin automatisch berechnet werde und davon auszugehen sei, "dass jeder Betrieb den Umsatzersatz beantragen wird".

NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn sieht vor allem eine Frage noch unbeantwortet: "Was wird mit jenen jungen Unternehmen passieren, die ihr Unternehmen erst vor weniger als einem Jahr gegründet haben?", fragte er.

(APA/Red)

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