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Trotz Corona-Impfung: "Masken nicht an den Nagel hängen"

Schlüssige Resultate zur Wirksamkeit des Impfstoffs erwartet sich Kollaritsch "erst in einigen Monaten".
Schlüssige Resultate zur Wirksamkeit des Impfstoffs erwartet sich Kollaritsch "erst in einigen Monaten". ©ORF.at/ZIB Spezial
Solange man nicht wisse, ob der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer auch die Infektiosität von Immunisierten hemmt, sollten die Österreicher die Schutzmasken "nicht an den Nagel hängen", empfiehlt der Infektiologe Herwig Kollaritsch.
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Die Zulassung der Vakzine von Biontech/Pfizer in der EU lässt noch viele Fragen offen. Eine davon ist die Frage, ab welcher Durchimpfungsrate man von einer Herdenimmunität der Bevölkerung ausgehen kann, wie der Infektiologe Herwig Kollaritsch am Montagabend in eier ORF-"ZiB spezial" sagte. Diese Frage sei so lange offen, so lange man nicht wisse, ob der Impfstoff auch die Infektiosität des Immunisierten hemmt.

Herdenimmunität hängt mit Wirksamkeit zusammen

"Tatsächlich ist es so, dass wir die Masken nicht an den Nagel hängen dürfen", sagte Kollaritsch. Entscheidend sei, so der Experte, in jedem Fall die Impfbereitschaft. Ob Geimpfte nicht ansteckend sind, "das herauszufinden ist Aufgabe der nächsten Wochen", erläuterte der Experte. Schlüssige Resultate dazu erwarte er "sicher erst in einigen Monaten".

Ob Angehörige bestimmter Risikogruppen - etwa HIV-Infizierte oder Menschen mit Autoimmunerkrankungen - geimpft werden sollen oder nicht, sei eine "Einzelfallentscheidung", sagte Kollaritsch. Allerdings werde der Impfstoff sicher nicht vorsätzlich Schwangeren verabreicht, "denn da gibt es überhaupt keine Erfahrungswerte.

Infektiologe: Keine voreiligen Schlüsse zu Corona-Mutation ziehen

Zum Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus plädierte Kollaritsch, "ein bisschen die Kirche im Dorf zu lassen". Seit dem Auftreten von SARS-CoV-2 seien Hunderte Veränderungen registriert worden.

Im vorliegenden Fall würden die kommenden Wochen zeigen, was wirklich an der Mutation dran sei und "wie sehr müssen wir uns davor fürchten", erläuterte Kollaritsch.

(APA/Red)

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