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Anschober: Covid-Impfstoff bringt "Wende im Kampf gegen Pandemie"

Anschober sieht in der Zulassung des Corona-Impfstoffs die Wende im Kampf gegen die Pandemie.
Anschober sieht in der Zulassung des Corona-Impfstoffs die Wende im Kampf gegen die Pandemie. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Angesichts der bevorstehenden Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer sprach Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag von einer "Wende im Kampf gegen die Pandemie".
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Nachdem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) am Montag grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer gegeben hat, hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung von einer "Wende im Kampf gegen die Pandemie" gesprochen.

Zwei Dosen für Impfschutz nötig

Schon bald könne man in Österreich mit den ersten Impfdosen rechnen. Damit "beginnen wir dann, in den Alten- und Pflegeheimen zu impfen", sagte Anschober.

Insgesamt wird im 1. Quartal von Bionzech eine Lieferung von einer Million Dosen, davon im Laufe der ersten vier Wochen von ca. 230.000, kommen. "Danach rechnen wir noch auf die Marktzulassung von Moderna Anfang Jänner, und daraufhin mit einer Lieferung dieses Impfstoffs von 200.000 Dosen im ersten Quartal. Und danach mit einer Marktzulassung des Impfstoffs von AstraZeneca im Februar. Davon werden im ersten Quartal 1,2 Mio. Dosen geliefert werden", hieß es vom Gesundheitsminister. Für einen Impfschutz sind zwei Dosen erforderlich.

EMA gab grünes Licht für Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer

Das EMA-Komitee für Humanarzneimittel (CHMP) hat seine strenge Bewertung des Impfstoffs "Comirnaty" abgeschlossen und kam zu dem Schluss gekommen, dass jetzt ausreichend belastbare Daten zur Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs verfügbar sind, um eine formelle bedingte Genehmigung für das Inverkehrbringen zu empfehlen. Dies wird einen kontrollierten und soliden Rahmen bieten, um EU-weite Impfkampagnen zu unterstützen und die EU-Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Grundlage der Entscheidung ist eine klinische Studie, an der insgesamt rund 44.000 Menschen beteiligt waren. Die Hälfte erhielt den Impfstoff und die andere Hälfte erhielt Placebo. Die Menschen wussten nicht, ob sie den Impfstoff oder die Scheininjektion erhielten.

Leichte Nebenwirkungen: Sicherheit wird weiter überwacht

Die Wirksamkeit wurde bei über 36.000 Personen ab 16 Jahren (einschließlich Personen über 75 Jahren) berechnet, die keine Anzeichen einer früheren Infektion hatten. Die Studie zeigte eine 95 prozentige Verringerung der Anzahl symptomatischer Covid-19-Fälle bei den Personen, die den Impfstoff erhielten (acht von 18.198 Fällen hatten Covid-19-Symptome), im Vergleich zu Personen, die eine Scheininjektion erhielten (162 von 18.325 Fällen zeigten Covid-19 Symptome). Dies bedeutet, dass der Impfstoff in der klinischen Studie eine Wirksamkeit von 95 Prozent zeigte.

Der Impfstoff wird als zwei Injektionen in den Arm im Abstand von mindestens 21 Tagen verabreicht. Die häufigsten Nebenwirkungen bei "Comirnaty" waren normalerweise leicht oder mäßig und besserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Dazu gehörten Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. Die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs wird weiterhin überwacht, da er in den Mitgliedstaaten durch das EU-Pharmakovigilanzsystem und zusätzliche Studien des Unternehmens und der europäischen Behörden verwendet wird.

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(APA/Red)

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