Televoting beim ESC-Vorentscheid in Mazedonien manipuliert?

Daniel Kajmakoski hat in Mazedonien den ESC-Vorentscheid gewonnen.
Daniel Kajmakoski hat in Mazedonien den ESC-Vorentscheid gewonnen. ©AP
In Mazedonien soll das Televoting für den ESC-Vorentscheid angeblich manipuliert worden sein. Die Polizei ist eingeschaltet worden, die Ermittlungen laufen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird  Daniel Kajmakoski disqualifiziert und darf sein Land 2015 nicht beim Wettbewerb in Wien vertreten.
Ex-Starmania-Kandidat beim ESC '15
Übersicht aller Teilnehmer

Mit großem Vorsprung hat Daniel Kajmakoski in Mazedonien den Vorentscheid für den Eurovision Song Contest in Mazedonien gewonnen. Doch dieser Sieg könnte nicht auf legalem Wege zustande gekommen sein, wie jetzt herausgekommen ist. Manipulierte Prepaidkarten sollen verwendet und so das Ergebnis des Televotings verfälscht worden sein.

Der Vorentscheid in Mazedonien

Mazedonien hat seinen ESC-Vertreter heuer durch eine Kombination aus Jury- und Publikumsvoting bestimmt. Als Favoritin galt Tamara Todevska, die von der Jury auch tatsächlich auf Platz 1 gewählt wurde, landete beim Anruf- und SMS-Voting des Publikums nur auf Platz 3. Daniel Kajmakoski belegte den 2. Platz und wurde, da auch die Jury ihn auf den zweiten Platz gevotet hatte, schließlich zum Sieger erklärt.
Wie es von der Polizei heißt, wurden rund 2.000 gezinkte SIM-Karten verwendet, um das Televoting zu beeinflussen. In den Betrug sollen ein Komponist, ein Produzent und zwei Angestellte des Unternehmens, das das Televoting organisiert hatte, verwickelt worden sein – anscheinend ohne dass Daniel Kajmakoski davon wusste. Sollte er disqualifiziert werden, muss Mazedonien einen anderen Kandidaten zum 60. Song Contest nach Wien schicken.

Manipulationen beim Song Contest 2014

Immer wieder gibt es Probleme veim Voting und Manipulationsvorwürfe rund um den Eurovision Song Contest. 2014 konnte in Albanien und San Marino ausschließlich die Jury-Wertung berücksichtigt werden, da es beim Publikums-Voting technische Probleme gab. Die Jury-Wertung aus Georgien wurde aufgrund eines Betrugsverdachts für ungültig erklärt. Eine Übersicht der Punkteverteilung 2014 finden Sie hier. Unter besonderer Beobachtung steht Aserbaidschan, da es bereits vor Jahren Versuche gab, das Televotingsystem so zu manipulieren, dass Aserbaidschan mehr Stimmen kommt. Nachgewiesen werden konnte das allerdings nicht, dass Land wurde von der EBU verwarnt.

Alle Infos zum ESC 2015 finden Sie in unserem Special.
(SVA)

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