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Strache-Videos: "Kronen Zeitung" wehrt sich gegen "Attacke"

"FPÖ am Ende" titelt die Kronen Zeitung am Samstag.
"FPÖ am Ende" titelt die Kronen Zeitung am Samstag. ©APA/HANS PUNZ
Die"Kronen Zeitung" fasst die sie betreffenden Aussagen von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in dem Ibiza-Video als "Attacke" auf. So titelte sie am Freitagabend in ihrer Online-Ausgabe.
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Und “Aurelius” reagierte prompt mit einem Kommentar.  Hinter diesem Pseudonym wird Herausgeber Christoph Dichand vermutet, hatte es doch schon sein Vater Hans, Gründer der “Krone” verwendet. “Wegen ihres Einflusses ist sie ständig bedroht, denn so mancher würde sich gerne die Krone aufsetzen”, schrieb “Aurelius” nun am Freitag über seine Zeitung.

“Kronen Zeitung” ist “einzig ihren Lesern verpflichtet”

Die “Unabhängigkeit der Redaktion ist das Objekt der Begierde, mit der sich mächtige Interessensgruppen oder milliardenschwere Finanzgruppen gerne schmücken würden”. Doch “mit Mut, Haltung und ihrer kritischen Einstellung gegenüber den Mächtigen hat sie seit jeher alle Einflüsse abgewehrt und Erfolgsgeschichte geschrieben. Einzig ihren Lesern verpflichtet wird sie das auch weiterhin tun – allen Gewalten zum Trotz!”, schloss der Text. Dichands Frau Eva, Herausgeberin der Gratiszeitung “Heute”, twitterte am Freitagabend anlässlich des Videos: “Deshalb ist es eben NICHT egal, wem die grossen österreichischen Medien gehören UND welche pol. Und privaten Interessen diese Eigentümer verfolgen. ”

Strache verbreitete Möglichkeit die “Krone” übernehmen zu können

In dem Video verbreitete sich Strache über die Möglichkeit, dass die angebliche russische Oligarchin die “Krone” übernehmen könnte. “Wenn das Medium zwei, drei Wochen vor der Wahl, dieses Medium, auf einmal uns pusht…dann hast Du Recht…dann machen wir nicht 27, dann machen wir 34 (Prozent, Anm.)”, ist zu hören.

Dass das in der Muthgasse, dem Sitz der “Kronen Zeitung”, nicht gut ankommt, verwundert wenig. Schließlich sieht sich Österreichs größte Tageszeitung schon seit Monaten in einem Kampf um ihre Unabhängigkeit, dem sie im März auch einen Kommentar in eigener Sache widmete. Hintergrund sind der lang andauernde und zuletzt weiter eskalierte Konflikt mit Hälfte-Eigentümer Funke und der Einstieg von Investor Rene Benko bei der “Krone” via Funke im Vorjahr. Benkos Signa Holding hält nun ein knappes Viertel an der “Zeitung”, die Verträge sollen eine Komplettübernahme der Funke-Anteile vorsehen. Dass Benko von Strache als verdeckter Parteispender genannt wird – was der Investor dementierte – wird “Aurelius” angesichts einer solchen Perspektive nicht gerade beruhigen.

Richard Schmitt, Chefredakteur der Online-“Krone” und eifriger Twitterer, teilte am Freitag den Aurelius-Kommentar auf Twitter. Auf das Lob Straches, der ihn als einen “der besten Leute, die es gibt”, bezeichnete, ging er nicht ein.

(APA/Red)

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