Steiermark-Wahl 2019: Das vorläufige Endergebnis ohne Briefwahlstimmen

Künftig werden sechs Parteien im steirischen Landtag vertreten sein.
Künftig werden sechs Parteien im steirischen Landtag vertreten sein. ©APA/Georg Hochmuth
Die Steiermark-Wahl 2019 ist geschlagen. Die ÖVP erlebt einen Sieg, die SPÖ einen Einbruch, die FPÖ einen Absturz.
Erste Hochrechnung zur Steiermark-Wahl
Steiermark-Wahl 2019 im Live-Ticker

Die ÖVP hat bei der Steiermark-Wahl mit großem Zugewinn den 1. Platz erobert. Laut dem vorläufigen Endergebnis kommt die Volkspartei auf 36,6 Prozent, ein Plus von rund 8 Prozentpunkten. Die SPÖ verlor deutlich, die FPÖ stürzte um fast neun Prozentpunkte ab. Stark zulegen konnten die Grünen. NEOS und KPÖ schafften den Landtagseinzug.

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Vorläufiges Endergebnis: Briefwahlstimmen noch nicht enthalten

Noch nicht enthalten sind im vorläufigen Endergebnis die rund 90.000 zu erwartenden Briefwahlstimmen. Sie werden erst am Montag ausgezählt, dürften die Stimmenanteile zwar nur minimal verändern - dafür aber noch Mandate verschieben.

Die SPÖ kam im Sonntag veröffentlichten Urnen-Ergebnis auf 22,9 Prozent und büßte gegenüber dem Endergebnis 2015 6,4 Prozentpunkte ein. Mit den ausständigen Briefwahlstimmen sehen die ARGE Wahlen-Hochrechner die SPÖ bei 23 Prozent.

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Briefwahlstimmen wird Minus bei ÖVP und FPÖ bringen

Das Ergebnis der ÖVP vom Sonntagabend bedeutet ein Plus von 8,2 Prozentpunkten gegenüber dem Endergebnis 2015. Mit den Briefwahlstimmen wird sich das ÖVP-Ergebnis nur leicht nach unten bewegen - auf 36,3 Prozent. Gegenüber der letzten Wahl legt die Volkspartei damit schlussendlich um 7,8 Prozentpunkte zu, so die ARGE Wahlen.

Die FPÖ stürzte in der Urnenwahl auf 17,9 Prozent ab - ein Minus von 8,8 Prozentpunkten gegenüber 2015. Die Briefwahlstimmen werden ein weiteres Abrutschen bringen, laut ARGE Wahlen auf 17,1 Prozent. Das Minus wird letztendlich 9,6 Prozentpunkte betragen.

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Grüne legen deutlich zu, NEOS und KPÖ ziehen in Landtag ein

Die Grünen legten deutlich zu - im vorläufigen Endergebnis kam die Öko-Partei auf 11,4 Prozent (+4,75 Prozentpunkte). Inklusive der Briefwähler werden die Grünen sogar 12,2 Prozent erreichen, was schlussendlich einen Zuwachs gegenüber 2015 um 5,5 Prozentpunkte bedeutet, so die ARGE-Schätzung.

Den Einzug in den Landtag geschafft haben KPÖ und NEOS. Die KPÖ kam im Urnen-Ergebnis auf 6,0 Prozent (+1,8). Inklusive Briefwahlstimmen dürften es 6,1 Prozent werden. Für NEOS wurden am Wahlsonntag 5,1 Prozent (+2,5) ausgewiesen. Mit allen Briefwahlstimmen wird das pinke Ergebnis dann bei 5,5 Prozent liegen, so die ARGE Wahlen-Prognose.

Keine ÖVP-Grüne Mehrheit

Mit dem vorläufigen Endergebnis Steiermark-Wahl wird sich künftig keine Mehrheit zwischen ÖVP und Grünen im Landtag ausgehen. Beide Parteien kommen gemeinsam auf 23 der 48 Mandate. Die ÖVP hält bei 18 Sitzen, was ein Plus von vier Mandaten gegenüber 2015 bedeutet. Die Grünen legen um zwei Sitze zu und entsenden künftig fünf Abgeordnete in den Landtag.

Die SPÖ kommt auf elf Mandate (minus 4 gegenüber 2015), die FPÖ verliert fünf Sitze und hält nun bei neun. Die NEOS ziehen mit zwei Abgeordneten in den Landtag ein. Die KPÖ legt um ein Mandat zu und hält bei drei.

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Damit gehen sich nur Zweier-Koalitionen zwischen ÖVP und SPÖ oder ÖVP und FPÖ aus. Auch inklusive der Briefwahlstimmen wird sich daran nichts ändern: Diese werden laut einer Prognose der ARGE Wahlen zwar die Verschiebung eines Mandates von der FPÖ zu den Grünen bringen, womit die Öko-Partei dann bei sechs Sitzen hält. Mit den dann 24 Mandaten gibt es für ÖVP-Grün aber dennoch keine Mehrheit im Landtag. Wandern könnte eventuell auch ein Mandat der Kommunisten hin zur SPÖ, das ist aber noch unsicher, so die ARGE Wahlen.

Eine Mehrheit hätte auch eine Dreier-Koalition ÖVP, Grüne und NEOS: Gemeinsam käme diese Konstellation auf 25 Sitze (bzw. 26 inkl. Briefwähler).

>>> Weitere Informationen zur Steiermark-Wahl finden Sie hier.

(APA/Red)

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